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Gars am Kamp: Bio is(s)t Maiersch
Bildquelle: startblatt - glückiches Bioschwein im Streichelzoo des Bio-Festes Maiersch
Zwei Tage lang war alles Bio in Maiersch bei Gars am Kamp. Denn die Landentwicklung Gars am Kamp hat zu ihrer Bioprodukte Biennale im Kellergraben von Maiersch geladen. Ausgestellt waren alle Arten von Nahrungsmitteln und Getränken sowie Kosmetika der lokalen Bio-Wirtschaft. “Bio” ist zwar heutzutage ein sehr strapaziertes Wort, unter dem quasi alles verstanden wird, was den Anschein des Nicht-Industriellen zu erwecken vermag. Doch ein paar Bissen von dem Bio-Grill-Hendl aus Nonndorf und ein paar Schlucke vom selbstgebrauten Marillen-Bier aus St. Pölten oder ein Stück selbstgebackenes Brot aus Wolfshofersamt mit Rapshonig aus Nonndorf überzeugen dann doch geschmacklich davon, dass es einen qualitativen Unterschied gibt, wenn man biologisch wirtschaftet.
Was bedeutet biologischer Landbau in Österreich eigentlich?
Österreich hat, laut einer Information des Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums, den größten prozentuellen Anteil biologisch wirtschaftender Betriebe in der Europäischen Union. Die Anzahl der Betriebe mit biologischer Landwirtschaft verhundertfachte sich in den letzten 25 Jahren, obwohl die Anforderungen der Bewirtschaftung durch strenge Prinzipien und Kontrollen sehr hoch sind. Der Einsatz von Fremdenergie muss möglichst gering gehalten, natürliche Selbstregulierungsmechanismen möglichst genutzt werden, der Boden muss mit Nährstoffen versorgt, auf geschlossene Kreisläufe muss geachtet und artgerechte Tierhaltung gewährleistet werden. Umweltschonend und Gentechnikfrei soll es dabei zugehen. Kontrolliert wird jeder Betrieb jährlich durch unabhängige Kontrollstellen, wobei auch unangekündigte Inspektionsbesichtigungen durchgeführt werden. Seit 2005 haben sich die Bioverbände Österreichs unter dem Namen BIO AUSTRIA zusammengeschlossen und ein eigens österreichisches Zeichen für Bioprodukte geschaffen: das Bio Austria AMA-Biozeichen. Produkte mit diesem Zeichen signalisieren dem Konsumenten, dass bei der Produktion nicht nur auf Chemie verzichtet wurde, sondern alle Prinzipien des biologischen Landbaus berücksichtigt wurden.
Wie wird die Vielfältigkeit und Nachhaltigkeit in Gars am Kamp sichergestellt?
In Gars am Kamp sorgt die Landentwicklung Gars seit 1993 für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Landschaft. Das bedeutet jedoch auch neue Existenzgrundlagen für das bäuerliche Unternehmertum in Gars am Kamp zu entwickeln. 30 Betriebe haben mittlerweile auf biologische Landwirtschaft umgestellt und die zwei Marken “Garser Edelbrände” und “Biogemüse Kamptal” entwickelt.
Gut ist das nicht nur für die Bauern, gut ist das vor allem für unseren Selbstversorgungsgrad an qualitativen Nahrungsmitteln.
am 17.09.2007 11:57
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