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Graz: Paris go home! Sexismusfrei Shoppen
Bildquelle: doku.at; Isabella Meier, Tatjana Kaltenbeck-Michl und Maggie Jansenberger
Rassismus und Sexismus, Sozialismus, Liberalismus… – die Welt der Politik und Ideologie ist eine Welt der Ismen. Und wo ein Ismus ist, da ist auch schnell ein Anti und schließlich (und so funktioniert die Dialektik) ein Post. Doch so einfach die Überwindung von Ismen auch theoretisch klingen mag, so schwer klappt sie praktisch. Trotz gesetzlicher Ahndung, scheint sich neurologisch bzw. intellektuell oft wenig zu tun, wenn nicht die permanente Wechselwirkung zwischen Prägungen und Festschreibungen durchbrochen wird oder anders formuliert: wenn unsere neuronale Festplatte nicht überschrieben wird. Während bezüglich Rassismus und Antisemitismus in den letzten Jahrzehnten ein kleiner Fortschritt hinsichtlich neuer neuronaler Software gemacht wurde, kann man vom Sexismus derartiges nicht behaupten.
Frisch und fröhlich pornt es in allen Winkeln unseres täglichen Lebens. 24/7 billige Nacktheit, pralle Brüste und Künstlichkeit. 24/7 Hot or Not-Votings und physische und psychische (Selbst)Verstümmelung. Pornästhetik – semper et ubique!
Nicht ganz! (und hier beginnt die Geschichte wie bei Asterix un Obelix) Nur eine kleine Stadt in Österreich macht nicht mit. Dank Isabella Meier und Maggie Jansenberger vom DOKU Graz, dem Frauendokumentations- und Projektzentrum. Zusammen mit der Politikerin Tatjana Kaltenbeck-Michl haben die beiden Frauen die “Sexismusfreie Zone” ins Leben gerufen, was soviel bedeutet, wie eine Woche Urlaub vom Sexismus dieser Welt, was wiederum soviel bedeutet, wie Paris go home!
Vielen Dank Isabella und Maggie – gehet hin und vermehret die sexismusfreien Zonen. Denn Frauen sind pornfreie girls und keine Deep Throat girlies!
am 18.09.2007 20:27




