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Horn - Blog: Gespräch mit meiner Kreativität
K: Siehst du, ich erschaffe dich, Ich spreche mit dir, obwohl kein Wort meinen Mund verlässt. Nur Stift und Papier bezeugen deine Existenz. Wenn ich aufhöre zu denken und zu schreiben bist du verschwunden, dann bist du vollendet. Nur ich gönne dir keine Vollkommenheit. Warum? Warum fragst du? Weil du das einzige bist, womit ich mich ausdrücken kann. Das in meinem Kopf, das was mir die Augen zufallen lässt. (Stimmen aus dem Hintergrund) Womit mir die brennenden Minuten vergehen? Die Zeit ist doch dein Besitz. Mach sie schneller oder langsamer, das ist mir egal. Algen wachsen sowieso auf meinem Körper.
S: Dafür soll ich verantwortlich sein? Da übertreibst du! Ich bin dein, von dir Erschaffen, ohne Nutzen. Meine Existenz ist mit Strahlketten an dich gekettet. Ich bin Prometheus! Ich kann nur durch dich entstehen und sterben. Ich gehöre dir, ich bin ein Teil von dir, ich bin du!
K: Das hab ich doch schon gesagt. Für einen Teil von mir bist du aber sehr laut.
S: Laut ist launisch. Komm befreie mich!
K: Du denkst wohl ich kann dich wie einen Flaschengeist befreien? Mein Verstand würde kaum eine Flasche ausfüllen? Wie sollte ich dich dann freigeben?
S: Du musst dich nicht unter deinem Wert verkaufen! Ich bin einzigartig, der Funke der überspringt, die sprudelnde Quelle! Das Ende und der Anfang!
K: Nicht blasphemisch werden, wie ich sehe, wie ich nun, wo mein fehlendes Selbstbewusstsein hingekommen ist.
S: Darf ich dich bitten, wieder niveauvoller zu werden?
K: Du hast mich eben nicht lange genug inspiriert! Wie wäre es? Verschmelzen wir wieder? Dann wird mein Leid größer, meine Befriedigung kleiner.
S: Dein Innenleben ist wirklich nicht zu retten. Was willst du wirklich?
K: Du solltest schon lang genug im Geschäft sein, um zu wissen,dass ich, sobald ein Gedanke da ist, ihn wieder verschwinden lasse. So verhindere ich deinen Durchbruch in die Wirklichkeit. Beantwortet das deine Frage? Ich bin du. Die Frage, die du mir stellst, stellst du dir selbst.
S: Zeig das deinen Mitmenschen, sie werden es nicht verstehen!
K: Wenn sie es nicht verstehen, kann ich es auch Bäumen zeigen. So könnte ich mir ihre Dummheit ersparen!
S: Aber auch viele menschliche Kontakte, Lernprozesse und Denkanstöße…
K: Der Tag ist vorüber….
S: Ich bin müde.
K: Ach, du bist die Vollendung.
S: Eine Schlaflose Nacht wartet.
am 05.04.2008 11:30
(1) Kommentare zum Beitrag "Gespräch mit meiner Kreativität"
RE: Gespräch mit meiner Kreativität
Sie erscheint, tritt hervor, erwacht, endlich ist sie bei mir:
„Ich heile dich” Endlich spricht sie zu mir. „Ich heile dich”
endlich tröstet sie und wärmt sie und liebt sie – in diesen Zeilen.
Und endlich wacht sie auf, findet und vernichtet sie jeden morgen wieder neu.
geschrieben von iskarioth am 05.04.2008 16:26
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Sie erscheint, tritt hervor, erwacht, endlich ist sie bei mir: „Ich heile dich” Endlich spricht sie zu mir. „Ich heile dich” endlich tröstet sie und wärmt sie und liebt sie – in diesen Zeilen.
Und endlich wacht sie auf, findet und vernichtet sie jeden morgen wieder neu.
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