<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss xmlns:taxo="http://purl.org/rss/1.0/modules/taxonomy/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" version="2.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:trackback="http://madskills.com/public/xml/rss/module/trackback/">
  <channel>
    <title>Innsbruck</title>
    <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/</link>
    <description>Hier finden Sie pulsierende Gedanken und Erfahrungen, K&#252;nste und Talente, Technologien und Design, Ideen und Trends, News und Hintergr&#252;nde, Unkonventionelles und Schr&#228;ges, Szene(n) und Subkulturen, Brachfl&#228;chen und &#8220;Unorte&#8221; zu Alltag, Politik, Kultur, &#214;konomie und Theorie in Innsbruck. Innsbruck liegt im Bezirk/Stadt Innsbruck-Stadt des Bundeslandes Tirol, &#214;sterreich.</description>
    <language>en-US</language>
    <ttl>60</ttl>
    <generator>http://www.sporkmonger.com/projects/feedtools/</generator>
    <item>
      <title>Molek&#252;le im Griff </title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/molekuele-im-griff-</link>
      <dc:creator>Innsbruck</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p><em>ForscherInnen um Johannes Hecker Denschlag und Rudolf Grimm vom Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck haben ein ultrakaltes Quantengas von Molekülen im Rotations- und Vibrationsgrundzustand erzeugt. Es ist die innere Stabilität solcher Moleküle, die zu einer Reihe von neuen Anwendungen führt, zum Beispiel im Bereich der Chemie.</em></p>


	<p>Standen bis jetzt nur äußerst fragile Moleküle für Experimente mit ultrakalten Quantengasen zur Verfügung, so ändert sich das mit den neuesten Ergebnissen der Innsbrucker Physiker. Die Forscher versetzten ursprünglich schwach gebundene Moleküle in einem Quantengas kontrolliert in einen Grundzustand. In diesem Zustand besitzen die Teilchen die niedrigst mögliche Vibrations- und Rotationsenergie und sind deshalb besonders stabil. „Wir nähern uns mit diesem Experiment jenem Bereich, in dem wir mehrere Moleküle sehr kontrolliert miteinander reagieren lassen können, ohne dass sie sofort zerfallen“, erläutert Hecker Denschlag. „So könnten in Zukunft chemische Reaktionen von komplexen Molekülen in bisher ungekannter Präzision studiert und gesteuert werden. Dabei können wir jeden Zufall ausschließen.“ Weitere mögliche Anwendungen ultrakalter Grundzustandsmoleküle liegen in Präzisionsmessungen und beim Bau von Quantencomputern sowie in der Beschreibung völlig neuer Materiezustände.</p>


	<p><em><strong>Exakte Kontrolle</strong></em></p>


	<p>Ausgangspunkt für das Experiment ist ein Bose-Einstein-Kondensat aus Rubidium-Atomen bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt von minus 273,15 Grad Celsius. Über dieses Kondensat wird mit Lasern ein dreidimensionales, optisches Gitter gelegt, sodass an jedem Gitterplatz zwei Atome zu liegen kommen. Mit Hilfe eines kontrollierten, resonanten Stoßes werden diese Atome dann in ein sehr schwach gebundenes Molekül überführt. Dieses wird wiederum durch einen Laserpuls in den tiefgebundenen Triplett-Grundzustand gebracht, in dem es für weitere Experimente zur Verfügung steht. „Wir können jetzt mit Molekülen ähnlich arbeiten, wie Chemiker das gemeinhin tun“, erzählt Johannes Hecker Denschlag, der für seine herausragenden Leistungen Anfang dieses Jahres mit dem Rudolf-Kaiser-Preis ausgezeichnet worden war. „Der Vorteil unseres Experiments ist, dass wir alle Parameter sehr genau kontrollieren, was bei der großen Komplexität von Molekülen ein enormer Fortschritt ist.“</p>


	<p><em><strong>Ähnliche Ergebnisse aus Freiburg</strong></em></p>


	<p>Die Forschungsarbeit wurde vom österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) unterstützt und in der Fachzeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht. Eben dort haben WissenschaftlerInnen der Innsbrucker Partneruniversität Freiburg in Deutschland gleichzeitig ein ähnliches Experiment publiziert. Der Arbeitsgruppe um Matthias Weidemüller vom Physikalischen Institut der Universität Freiburg ist es mit einer anderen Methode ebenfalls gelungen, ultrakalte Moleküle in den Grundzustand zu versetzen.</p>


	<p><em><strong>Zentrum der Erforschung ultrakalter Moleküle</strong></em></p>


	<p>Schon vor fünf Jahren ließen die Innsbrucker ExperimentalphysikerInnen um Rudolf Grimm aufhorchen, als sie erstmals ein Bose-Einstein-Kondensat aus sehr schwach gebundenen Molekülen erzeugten. Seither versuchten ForscherInnengruppen in der ganzen Welt, Quantengase auch mit Molekülen im Grundzustand experimentell herzustellen. Die Innsbrucker PhysikerInnen waren von Anfang an erfolgreich bei diesem Wettlauf dabei. Neben den nun präsentierten Resultaten gelang es z.B. erst unlängst einer Gruppe um <span class="caps">START</span>-Preisträger Hanns-Christoph Nägerl ein erstes Quantengas aus stark gebundenen Molekülen zu realisieren. Sie berichteten darüber in der Zeitschrift Science.</p>


<hr />


	<p><a href="http://link.aps.org/abstract/PRL/v101/e133005" title="2008">Ultracold Triplet Molecules in the Rovibrational Ground State. Lang F, Winkler K, Strauss C, Grimm R, Hecker Denschlag J. Phys. Rev. Lett. 101, 133005</a></p>


	<p><a href="http://physics.aps.org/articles/v1/24" title="2008">Kommentar: Viewpoint: From atoms to molecules (and back). Cornish S. Physics 1, 24</a></p>


<hr />


	<p>Weitere Infos, Facts und Hintergründe</p>


	<p><a href="http://www.startblatt.net/blogs/de.791-freiburg-im-breisgau/synthese-molekularer-elektrischer-dipole-bei-temperaturen-nahe-des-absoluten-nullpunkts-gelungen">Synthese molekularer elektrischer Dipole bei Temperaturen nahe des absoluten Nullpunkts gelungen</a></p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Tue, 30 Sep 2008 16:49:56 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/molekuele-im-griff-</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Georg Wick erh&#228;lt AESKU.AWARD </title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/georg-wick-erhaelt-aesku-award-</link>
      <dc:creator>Innsbruck</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p>Bereits zum sechsten Mal ging heuer vom 7. bis 14. September der „International Congress on Autoimmunity“, eines der richtungsweisenden Ereignisse in der Immunologie und zweifelsohne eines der wichtigsten Events auf dem Gebiet der Autoimmunität in Porto, Portugal über die Bühne. In den Vorträgen und Diskussionsrunden wurden nicht nur alle Aspekte der Grundlagenforschung thematisiert, um die Ursachen und die Entstehung von Autoimmunerkrankungen zu beleuchten, auch die neuesten Innovationen auf dem Gebiet der „Biologicals“ und anderer Behandlungsmethoden standen im Zentrum des Interesses.</p>


	<p><em><strong>Einzigartige Auszeichnung im Bereich der Autoimmunforschung</strong></em></p>


	<p>Der von <span class="caps">AESKU</span>.DIAGNOSTICS gestiftete &#8220;AESKU.AWARD for Life Contribution to Autoimmunity&#8221; wurde heuer in Porto bereits zum dritten Mal verliehen. Als einer der drei Preisträger wurde Georg Wick, Leiter des Labors für Autoimmunität am Biozentrum der Medizinischen Universität Innsbruck, vor rund 2.000 TeilnehmerInnen für sein Lebenswerk auf dem Gebiet der Autoimmunität ausgezeichnet. Beim <span class="caps">AESKU</span>.AWARD handelt es sich um einen hoch dotierten wissenschaftlichen Preis im Bereich der Medizin, der für die Autoimmunforschung eine einzigartige Auszeichnung darstellt. Die Laudatio wurde von Noel R. Rose, John Hopkins Medical School Baltimore, gehalten. In seiner Dankesrede ging Georg Wick auf das ihm besonders am Herzen liegende Thema &#8220;Good Mentoring&#8221; ein.</p>


	<p>Bei dem Kongress wurden außerdem neueste Resultate des Innsbrucker Labors auf dem Gebiet der Immunologie der Arteriosklerose präsentiert.</p>


	<p><em><strong>Namhafte Preisträger</strong></em></p>


	<p>Auch 2004 und 2006 wurden jeweils drei Pioniere auf dem Gebiet der Erforschung der Autoimmunität ausgezeichnet: Donato Alarcón-Segovia, Ian R. Mackay und Noel R. Rose bzw. Joachim R. Kalden, Graham R. V. Hughes, Irun R. Cohen.</p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Tue, 30 Sep 2008 16:38:10 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/georg-wick-erhaelt-aesku-award-</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Mit Hilfe von Hitze gegen gro&#223;e Tumore</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/mit-hilfe-von-hitze-gegen-grosse-tumore</link>
      <dc:creator>Innsbruck</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p><em>Mit einer weltweit einzigartigen 3D-navigierten Operationsmethode entfernen Innsbrucker RadiologInnen um Reto Bale an der Abteilung für Mikroinvasive Therapie der Univ.-Klinik für Radiologie I auch große, bisher nicht behandelbare Tumore. Bei der dabei eingesetzten so genannten Radiofrequenzablation (RFA) wird der Tumor mit Hilfe von elektrischer Energie thermisch zerstört.</em></p>


	<p>Das Prinzip der <span class="caps">RFA</span>: Durch Sonden wird hochfrequenter Wechselstrom, welcher die Gewebsionen in der Umgebung der <span class="caps">RFA</span>-Sonde in Schwingung versetzt, ins Tumorgewebe geleitet. Die dadurch entstehende Reibung führt zu einer lokalen Gewebserhitzung um die Sondenspitze, wobei die Hitzeentwicklung bis zu 100 Grad beträgt. Damit wird das Tumorgewebe völlig zerstört. Das nekrotische (tote) Gewebe wird dann von körpereigenen Zellen abgebaut und im Laufe der Zeit durch Narbengewebe ersetzt.</p>


	<p><em><strong>Sensationeller Durchbruch der Innsbrucker WissenschaftlerInnen</strong></em></p>


	<p>Die Methode der <span class="caps">RFA</span> wird an vielen Zentren weltweit eingesetzt. Allerdings können mit der üblicherweise durchgeführten Ultraschall- bzw. CT-gezielten Technik lediglich Tumore bis zu einem maximalen Durchmesser von 4-5 cm mit akzeptablen Ergebnissen behandelt werden.</p>


	<p>An der Innsbrucker Universitätsklinik für Radiologie I ist den WissenschaftlerInnen ein Durchbruch in der Tumorbehandlung gelungen: Mittels 3D-navigierter bilddatenunterstützter Radiofrequenzablation (RFA) können auch bisher nicht therapierbare große Tumore punktgenau und zielsicher zerstört werden.</p>


	<p><em><strong>Navigationssystem im Operationssaal</strong></em></p>


	<p>Eine <span class="caps">RFA</span>-Sonde kann lediglich ein bestimmtes Gewebsvolumen zerstören. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist die Zerstörung jeder einzelnen Tumorzelle einschließlich eines Sicherheitssaums von circa 1 cm. Dies erfordert eine exakte Positionierung der Radiofrequenzsonden im Tumor. Insbesondere bei großen Tumoren ist eine optimale 3D-Verteilung mehrerer <span class="caps">RFA</span>-Sonden erforderlich, um überlappende Zerstörungsareale zu erzielen. Doch wie kommt der Arzt unter Schonung kritischer Strukturen, wie es Gefäße und Nerven sind, am besten zum Ziel? Wie werden die Sonden im Tumor punktgenau positioniert und optimal dreidimensional verteilt? Die Lösung stellt ein bisher vor allem in der Neurochirurgie, <span class="caps">HNO</span> und Orthopädie eingesetztes Navigationssystem dar, mit dessen Hilfe im Innsbrucker Interventionszentrum die weltweit erste 3D-navigierte <span class="caps">RFA</span> an PatientInnen durchgeführt wurde. „Man kann dieses Navigationssystem durchaus mit dem <span class="caps">GPS</span> beim Auto vergleichen, auch wir suchen den idealen Weg, in unserem Fall denjenigen, der am genauesten zum Tumor hinkommt und das umgebende Gewebe aber am besten schont“, erklärt Bale.</p>


	<p><em><strong>Neue Zielvorrichtungen und Patientenlagerungssysteme</strong></em></p>


	<p>Für eine präzise Umsetzung sind allerdings Zielvorrichtungen und Patientenlagerungssysteme ausschlaggebend. Denn der aus den präoperativ gewonnenen Bilddaten berechnete Weg muss während des chirurgischen Eingriffs exakt umgesetzt werden. Entsprechende Führungshilfen, die die Innsbrucker ForscherInnen ursprünglich für Eingriffe im Kopfbereich (zusammen mit den Univ.-Kliniken für Strahlentherapie, <span class="caps">HNO</span> und Neurochirurgie) entwickelt haben, konnten jetzt durch die Anwendung von speziellen Patientenfixationssystemen auch außerhalb des Kopfes eingesetzt werden. Durch die Kombination von 3D-Navigationssystemen, die das Sichtbarmachen der aktuellen Instrumentenposition in Echtzeit in Relation zu präoperativ aufgenommenen Bilddaten erlauben, mit Zielvorrichtungen und Fixationssystemen können beinahe alle Strukturen im menschlichen Körper millimetergenau punktiert werden.</p>


	<p><em><strong>Minimale Invasivität und niedrige Komplikationsraten</strong></em></p>


	<p>Bei der <span class="caps">RFA</span> handelt es sich um eine relativ nebenwirkungsarme Therapie. Dadurch kann die <span class="caps">RFA</span> auch bei Patienten eingesetzt werden, die für eine chirurgische Resektion aufgrund ihres Allgemeinzustandes, von Voroperationen oder technischer Überlegungen nicht in Frage kommen. Außerdem können in einer Sitzung mehrere synchrone Herde behandelt werden und durch die gute Verträglichkeit kann die <span class="caps">RFA</span> auch mehrmals wiederholt werden. Prinzipiell hängt die Therapie von verschiedensten Faktoren, insbesondere der Tumorart, der Lokalisation des Tumors, dem Allgemeinzustand des Patienten, dem Metastasierungsmuster etc. ab. „Einerseits muss die technische Machbarkeit, andererseits die onkologische Sinnhaftigkeit abgewogen werden, wobei selbstverständlich im Besonderen auf den Patientenwunsch einzugehen ist“, erklärt Prof. Bale. Haupteinsatzgebiet der <span class="caps">RFA</span> sind primäre und sekundäre Lebertumore, denn die Leber besitzt ein besonders hohes Regenerationspotenzial und die Leberzellen können „nachwachsen“. Es können aber auch das so genannte Osteoidosteom – ein zwar gutartiger, aber heftige Schmerzen verursachender Knochentumor –, Nieren-, Nebennieren- und Lungentumore, Knochenmetastasen und die Trigeminusneuralgie – ein durch Nervenschädigung verursachter attackenartig auftretender Gesichtsschmerz – behandelt werden. Bisher wurden rund 300 Tumore auf diese Art und Weise verödet, die Erfolgsquote liegt bei 90 Prozent.</p>


	<p><em><strong>Keine Allheilmethode</strong></em></p>


	<p>„Allerdings“, betont Bale nachdrücklich, „ist unsere Methode keineswegs ein Allheilmittel, denn die <span class="caps">RFA</span> hat beispielsweise bei diffuser Metastasierung keinen Sinn. Diese Chirurgie ohne Messer‘ kann in Analogie zur Chirurgie eine systemische Chemotherapie nicht ersetzen. Überdies ist zu bedenken, dass nicht nur der zu behandelnde Tumor, sondern auch das umliegende Gewebe thermosensitiv ist und daher eine <span class="caps">RFA</span> in der Nähe der Gallengänge, des Rückenmarks, im und am Darm und in der Nähe von Nervenbahnen nicht durchführbar ist und ebenso Hirn-, <span class="caps">HNO</span>- und Bauchspeicheldrüsentumore nicht auf diese Art und Weise behandelt werden können.“</p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Tue, 30 Sep 2008 16:24:03 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/mit-hilfe-von-hitze-gegen-grosse-tumore</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Kein Zusammenhang zwischen Migr&#228;ne und Arteriosklerose</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/kein-zusammenhang-zwischen-migraene-und-arteriosklerose</link>
      <dc:creator>Innsbruck</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p>WissenschaftlerInnen der Univ.-Klinik für Neurologie der Medizinischen Universität Innsbruck konnten zeigen, dass entgegen einer gängigen Theorie PatientInnen mit Migräne kein erhöhtes Arteriosklerose-Risiko haben. Allerdings weisen MigränepatientInnen ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Venenthrombosen auf. Diese Ergebnisse aus der Bruneck-Studie wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Neurology veröffentlicht<sup><a href="#fn1">1</a></sup>.</p>


	<p>Die ForscherInnemgruppe um Stefan Kiechl und Johann Willeit von der Innsbrucker Univ.- Klinik für Neurologie konnten anhand von Daten aus der Bruneck-Studie zeigen, dass PatientInnen mit Migräne ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln in den Venen aufweisen. Bei den untersuchten Personen kamen bei MigränepatientInnen Thrombosen mehr als doppelt so häufig vor. Über die Ursache dieses Zusammenhanges rätseln die Fachleute noch. Möglicherweise neigt das Blut dieser PatientInnen zu vermehrter Gerinnung. Keinen Hinweis konnten die Innsbrucker ForscherInnen hingegen für einen Zusammenhang zwischen Migräne und Arteriosklerose finden. „Weil Menschen mit Migräne mit höherer Wahrscheinlichkeit Schlaganfälle und andere Herz- und Gefäßprobleme entwickeln, war eine weit verbreitete Fachmeinung, dass die Personengruppe auch schwerwiegender und früher Arteriosklerose entwickelt“, erklärt Stefan Kiechl von Univ.-Klinik für Neurologie. „Unsere Studie war die erste, die diese Theorie in großem Stile untersuchte. Die Ergebnisse sind sehr überzeugend und  geeignet die Theorie zu widerlegen.“</p>


	<p>Die aktuelle Studie wurde an 574 über 55-jährigen EinwohnerInnen der Stadt Bruneck durchgeführt. Mit Hilfe von Ultraschall wurden die Arterien im Nacken und im Oberschenkel auf Anzeichen von Verengungen und Verhärtungen der Gefäße untersucht. Von den TeilnehmerInnen litten 111 an Migräne. Bei 19 Prozent dieser Personen fanden die MedizinerInnen mindestens einen Fall von Venenthrombosen, während dies unter den übrigen TeilnehmerInnen lediglich bei 8 Prozent der Fall war. Arteriosklerose fand sich unter den MigränepatientInnen entgegen den Erwartungen aber nicht häufiger.</p>


	<p>Bei der Bruneck-Studie handelt es sich um eine seit über 15 Jahren durchgeführte Langzeitbeobachtung von 1.000 EinwohnerInnen der Stadt Bruneck in Südtirol, die auf die Erforschung der Ursachen von Herzinfarkt und Schlaganfall abzielt. Initiiert und geleitet wird diese Studie von Johann Willeit von der Innsbrucker Univ.-Klinik für Neurologie und Friedrich Oberhollenzer vom Krankenhaus Bruneck.</p>


<hr />


	<p><a href="http://www.neurology.org/cgi/content/abstract/71/12/937">Burden of atherosclerosis and risk of venous thromboembolism in patients with migraine. Schwaiger J, Kiechl S, Stockner H, Knoflach M, Werner P, Rungger G, Gasperi A, Willeit J. Neurology. 2008 Sep 16;71(12):937-43</a></p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Sat, 20 Sep 2008 21:03:25 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/kein-zusammenhang-zwischen-migraene-und-arteriosklerose</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Durchbruch bei der Erforschung des menschlichen Immunsystems</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/durchbruch-bei-der-erforschung-des-menschlichen-immunsystems</link>
      <dc:creator>Innsbruck</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p><em>Die Forschungsgruppe um Gottfried Baier am Department für Medizinische Genetik, Molekulare und Klinische Pharmakologie beschäftigt sich mit der grundlegenden Frage, wie das Immunsystem auf molekularer Ebene funktioniert. Nun berichten die WissenschaftlerInnen in der renommierten Fachzeitschrift Immunity über die Aufklärung eines neuen Signalwegs, der entscheidenden Einfluss auf die Art der Immunantwort hat.</em></p>


	<p>WissenschaftlerInnen um Gottfried Baier erforschen jene zellulären Mechanismen, durch die das Immunsystem aktiviert wird. Für eine der Situation möglichst angemessene Immunantwort des Organismus sorgen dabei die Mitglieder der Proteinkinase C (PKC) Familie. Bisher war allerdings unklar, wie diese <span class="caps">PKC</span>-vermittelte Signal-Weiterleitung in Immunzellen im Detail erfolgt.</p>


	<p><em><strong>Bedeutende Rolle bei Autoimmunerkrankungen</strong></em></p>


	<p>In Kooperation mit den Forschungspartnergruppen um Andreas Villunger und Lukas Huber vom Biozentrum Innsbruck konnten die Forscherinnen und Forscher einen bisher unbekannten Signalweg aufklären und diesen Durchbruch in der renommierten Fachzeitschrift Immunity<sup><a href="#fn1">1</a></sup> publizieren. „Wir haben einen Signalweg entschlüsselt, der über <span class="caps">PKC</span>, den ‚orphan receptor’ <span class="caps">NR2F6</span> und <span class="caps">NFAT</span>/AP-1 die Schaltvorgänge bei der Transkription der kritischen Immunomodulatoren IL-2, <span class="caps">IFN</span>-gamma und IL-17 überwacht“, erklärt Erstautorin Natascha Kleiter, die erst unlängst mit dem Otto Seibert-Wissenschaftsförderungspreis ausgezeichnet wurde. Als „Zünglein an der Waage“ beschreibt Gottfried Baier die Rolle dieses Signalwegs: „Das Ensemble bildet einen endogenen Balancemechanismus in T Lymphozyten, der je nach Situation das Immunsystem zwischen Immuntoleranz und produktiver Immunabwehr entscheiden lässt.“ Dieser „Zensurmechanismus“ ist besonders in Th17 Zellen, eine T-Zelluntergruppe die in die Pathophysiologie von Entzündungsprozessen und Autoimmunerkrankungen kritisch involviert ist, von großer Bedeutung.</p>


	<p><em><strong>Mögliches Therapieziel zur Stärkung der Tumorabwehr</strong></em></p>


	<p>Die Ergebnisse bedeuten einen entscheidenden Durchbruch, weil aufbauend auf den detaillierten Kenntnissen der physiologischen Aufgabe von <span class="caps">NR2F6</span> als „Handbremse“ der Immunantwort nun nach konzeptionell neuen Immuntherapien gesucht werden kann. „NR2F6 Antagonisten könnten dabei helfen die spezifische Tumorabstoßung durch die körpereigene Immunabwehr zu steigern“, hofft Gottfried Baier. „So könnte das in KrebspatientInnen bei der Tumorabwehr versagende Immunsystem in Richtung effektiver Antitumorimmunität reaktiviert werden.“ Umgekehrt könnten <span class="caps">NR2F6</span> Agonisten helfen, die Immuntoleranz zu erhöhen und so multifaktorielle Autoimmunerkrankungen wie multiple Sklerose oder rheumatoide Arthritis lindern.</p>


	<p>Ein eigenes Editorial und eine Vorstellung der Arbeit in der renommierten Fachzeitschrift Cell unterstreichen das internationale Interesse an den Innsbrucker Ergebnissen.   Die Medizinische Universität Innsbruck hat sich zur weiteren Verwertung dieser vielversprechenden Wege bereits alle Patentrechte für <span class="caps">NR2F6</span> und Immunmodulation gesichert.</p>


<hr />


	<p id="fn1"><sup>1</sup> <a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.immuni.2008.06.008">The Nuclear Orphan Receptor <span class="caps">NR2F6</span> Suppresses Lymphocyte Activation and T Helper 17-Dependent Autoimmunity. Hermann-Kleiter N, Gruber T, Lutz-Nicoladoni C, Thuille N, Fresser F, Labi V, Schiefermeier N, Warnecke M, Huber L, Villunger A, Eichele G, Kaminski S, Baier G. Immunity. 2008 Aug;29(2):205-16.</a></p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Sat, 20 Sep 2008 16:46:32 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/durchbruch-bei-der-erforschung-des-menschlichen-immunsystems</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Warnzeichen f&#252;r eine fr&#252;here Diagnose der Multisystematrophie</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/warnzeichen-fuer-eine-fruehere-diagnose-der-multisystematrophie</link>
      <dc:creator>Innsbruck</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p><em>Die Multisystematrophie (MSA) gilt als häufigstes atypisches Parkinson-Syndrom mit etwa 200.000 Betroffenen weltweit. In den ersten Jahren ist diese tödlich verlaufende Erkrankung kaum von der klassischen Parkinsonkrankheit zu unterscheiden. Die Europäische <span class="caps">MSA</span> Studiengruppe unter Führung von Werner Poewe und Gregor Wenning von der Univ.-Klinik für Neurologie hat nun Warnzeichen beschrieben, welche eine frühere Diagnose der <span class="caps">MSA</span> ermöglichen sollen.</em></p>


	<p>Die Multisystematrophie (MSA) schreitet im Gegensatz zur klassischen Parkinsonerkrankung rasch voran und verläuft innerhalb von acht bis zehn Jahren tödlich. Allerdings lässt sich die <span class="caps">MSA</span> in den ersten Jahren oft kaum von Parkinson unterscheiden, eine korrekte Diagnose ist selbst für SpezialistInnen schwierig. Die Europäische <span class="caps">MSA</span> Studiengruppe (EMSA-SG) – 19 Exzellenzzentren koordiniert von der Univ.-Klinik für Neurologie der Medizinischen Universität Innsbruck – hat nun einige Warnzeichen (sogenannte &#8220;Red Flags<sup><a href="#fn1">1</a></sup>&#8221;) für die <span class="caps">MSA</span> untersucht. Diese sollen eine frühere Diagnosestellung ermöglichen.</p>


	<p><em><strong>Warnzeichen für <span class="caps">MSA</span></strong></em></p>


	<p>„Wir haben die Häufigkeit von 22 ausgesuchten Krankheitssymptomen bei PatientInnen mit <span class="caps">MSA</span> und Parkinson analysiert, um jene zu identifizieren, die sich als Warnzeichen für <span class="caps">MSA</span> eignen“, erklärt Gregor Wenning. Um die klinische Anwendbarkeit zu erleichtern, wurden die Symptome mittels Faktorenanalyse in die folgenden Kategorien gruppiert: frühe Instabilität mit häufigen Stürzen, rasches Fortschreiten der Erkrankung, abnorme Körperhaltung, bulbäre Symptome (Sprach- oder Schluckstörung), Atemstörungen, Affektinkontinenz. „Wir konnten zeigen, dass bei Vorhandensein von mindestens zwei dieser Warnzeichen eine <span class="caps">MSA</span> sehr wahrscheinlich ist (Spezifität 98,3%) und die Diagnose deutlich früher als nach den klassischen Diagnosekriterien alleine gestellt werden kann“, so Erstautor Martin Köllensperger.</p>


	<p><em><strong>Therapiemöglichkeiten voll ausschöpfen</strong></em></p>


	<p>„Eine frühe Diagnose der <span class="caps">MSA</span> ist nicht nur wichtig, um der Patientin bzw. dem Patienten eine korrekte Prognose zu stellen, sondern auch um die derzeit sehr limitierten Therapiemöglichkeiten voll auszuschöpfen“, sagt Wenning. „Besonders wichtig ist eine Früherkennung auch für die Erprobung und den Einsatz eventuell neuroprotektiver Substanzen.“ Diese europäische Studie hat erhebliches internationales Echo ausgelöst. Ähnliche Anstrengungen für andere atypische Parkinson-Syndrome wie die Progressive Supranukleäre Paralyse laufen bereits.</p>


<hr />


	<p id="fn1"><sup>1</sup> <a href="http://dx.doi.org/10.1002/mds.21992">Red flags for multiple system atrophy. Köllensperger M, Geser F, Seppi K, Stampfer-Kountchev M, Sawires M, Scherfler C, Boesch S, Mueller J, Koukouni V, Quinn N, Pellecchia MT, Barone P, Schimke N, Dodel R, Oertel W, Dupont E, Østergaard K, Daniels C, Deuschl G, Gurevich T, Giladi N, Coelho M, Sampaio C, Nilsson C, Widner H, Sorbo FD, Albanese A, Cardozo A, Tolosa E, Abele M, Klockgether T, Kamm C, Gasser T, Djaldetti R, Colosimo C, Meco G, Schrag A, Poewe W, Wenning GK; European <span class="caps">MSA</span> Study Group. Mov Disord. 2008 Jun 15;23(8):1093-9.</a></p>


	<p><a href="http://dx.doi.org/10.1038/ncpneuro0881">Red flags to spot the parkinsonian variant of multiple system atrophy. Zesiewicz TA, Sullivan KL, Gooch CL. Nat Clin Pract Neurol. 2008 Aug 12. [Epub ahead of print]</a></p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Sat, 20 Sep 2008 16:30:42 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/warnzeichen-fuer-eine-fruehere-diagnose-der-multisystematrophie</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Vom &#220;berleben der Neuronen bei Sauerstoffmangel</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/vom-ueberleben-der-neuronen-bei-sauerstoffmangel</link>
      <dc:creator>Innsbruck</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p><em>Den positiven Einfluss von bestimmten Molekülen auf das Überleben von Neuronen im Gehirn unter Sauerstoffmangel haben Forscherinnen der Sektion für Neurobiochemie am Biozentrum Innsbruck nun bestätigt. Die Arbeitsgruppe um Gabriele Baier-Bitterlich mit Bettina Tomaselli hat dazu einen intrazellulären Signalweg in Nervenzellen detailliert untersucht.</em></p>


	<p>Die Arbeitsgruppe Purinmediierte Neuroprotektion um Gabriele Baier-Bitterlich an der Sektion für Neurobiochemie sucht nach biochemischen Ansätzen, mit denen Nervenzellen nach einem Gehirnschlag gerettet werden könnten. Nach einem Gefäßverschluss fehlt den Nervenzellen im Gehirn der zum Überleben notwendige Sauerstoff. „Die Zellen im Zentrum der betroffenen Region sterben sehr schnell ab, aber die Neuronen am Rande (Penumbra) können eventuell gerettet werden“, sagt Gabriele Baier-Bitterlich. Der menschliche Körper verfügt über ein eigenes Schutzsystem für den Fall, dass Nervenzellen über die Blutbahnen nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Zu den körpereigenen Schutzsubstanzen gehört Adenosin, ein neuroprotektiv wirkendes Purinnukleosid, das den neuronalen Stoffwechsel drosselt und den Blutfluss im Gehirn erhöht. Dadurch führt dieses organische Molekül zu einer bemerkenswerten Reduktion in der Schädigung von Nervenzellen. Ähnliche Wirkung zeigen auch zwei weitere Nukleoside, Guanosin und Inosin. „Es hat sich gezeigt, dass diese Nukleoside nicht nur die Entwicklungsfähigkeit der neuronalen Zellen aufrechterhalten, sondern auch die Bildung von Nervenfortsätzen fördern“, erklären Baier-Bitterlich und Tomaselli.</p>


	<p><em><strong>Signalweg untersucht</strong></em></p>


	<p>In zwei Arbeiten, die vor kurzem in den Zeitschriften Molecular and Cellular Neuroscience<sup><a href="#fn1">1</a></sup> und Journal of Neurochemistry<sup><a href="#fn2">2</a></sup> erschienen sind, konnten die Forscherinnen Details jenes Signalweges aufklären, der eine große Bedeutung für diesen Schutzmechanismus bei Sauerstoffmangel hat. Dazu benutzen sie einen Brutschrank, mit dem die Sauerstoffkonzentration auf 1 Prozent reduziert werden kann. Als Untersuchungsobjekt dienten einerseits <span class="caps">PC12</span> Zellen, eine Zelllinie, die seit Jahrzehnten zur Untersuchung neuronaler Differenzierung und Entwicklung dient, und primäre Neuronen aus Ratten. „Dabei konnten wir sehr schön zeigen, dass Adenosin und Inosin zu einer sehr starken Aktivierung des p42/44 <span class="caps">MAPK</span> Signalweges führen“. Außerdem beeinträchtige der siRNA-mediierte ‘Knockdown’ von <span class="caps">MAPK</span> den Purinnukleosid-vermittelten Schutzmechanismus bei Sauerstoffmangel. Daran anschließend untersuchte die Gruppe die Rolle des Hypoxie-induzierbaren Faktors (HIF-1alpha). Die Purinukleoside führten in <span class="caps">PC12</span> Zellen wie auch in primären Neuronen zu einer verstärkten Aktivität von <span class="caps">HIF</span>-1 alpha und auch die siRNA-mediierte Reduktion der Expression von <span class="caps">HIF</span>-1 alpha beeinträchtigte die neuroprotektive Kapazität von Purinnukleosiden. „Unsere Daten bestätigten die wichtige Rolle des <span class="caps">MAPK</span>/HIF-1 alpha Signalweges in der Purin-vermittelten Neuroprotektion von Zellen unter Hypoxiebedingungen“, fassen Baier-Bitterlich und Tomaselli das Ergebnis ihrer Arbeit zusammen.</p>


<hr />


	<p id="fn1"><sup>1</sup> <a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.mcn.2008.05.004">p42/44 <span class="caps">MAPK</span> is an essential effector for purine nucleoside-mediated neuroprotection of hypoxic <span class="caps">PC12</span> cells and primary cerebellar granule neurons. Tomaselli B, Nedden SZ, Podhraski V, Baier-Bitterlich G. Mol Cell Neurosci. 2008 Aug;38(4):559-68.</a></p>


	<p id="fn2"><sup>2</sup> <a href="http://dx.doi.org/10.1111/j.1471-4159.2008.05275.x"><span class="caps">HIF</span>-1 alpha is an essential effector for purine nucleoside-mediated neuroprotection against hypoxia in <span class="caps">PC12</span> cells and primary cerebellar granule neurons. zur Nedden S, Tomaselli B, Baier-Bitterlich G. J Neurochem. 2008 Jun;105(5):1901-14.</a></p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Sat, 20 Sep 2008 16:17:12 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/vom-ueberleben-der-neuronen-bei-sauerstoffmangel</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Abschied von Hildegunde Piza, Pionierin der Mikrogef&#228;&#223;chirurgie</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/abschied-von-hildegunde-piza-pionierin-der-mikrogefaesschirurgie</link>
      <dc:creator>Innsbruck</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p><em>Hildegunde Piza blickt mit Stolz auf ein Jahrzehnt als Vorstand der Univ.-Klinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie zurück. Unter ihrer Führung ist es gelungen, den international hervorragenden Ruf der Klinik &#8211; gerade im Bereich der Mikrogefäßchirurgie &#8211; nachhaltig auszubauen. Am 1. September 2008 hat sie nun einen neuen Lebensabschnitt begonnen.</em></p>


	<p>Als Hildegunde Piza im Jahre 1999 als Vorstand an die Univ.-Klinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie berufen wurde, war sie einerseits erst die vierte Ordinaria an der damals noch medizinischen Fakultät, die erste Klinikchefin in Innsbruck und die erste Ordinaria für Plastische und Wiederherstellungschirurgie – einer vergleichsweise jungen Fachdisziplin – im gesamten deutschsprachigen Raum. Die gebürtige Steirerin, deren Vater ebenfalls Arzt und somit Vorbild war, studierte Medizin in Graz und Wien und war bereits im Jahre 1974 an der Gründung des ersten Replantationszentrums Europas, in Wien, beteiligt. In den 70er Jahren waren viele ihrer (männlichen) KollegInnen überzeugt davon, die Technik der Mikrogefäßchirurgie sei kaum zu erlernen. Das Unmögliche möglich zu machen, schien für Piza besonders reizvoll und so spezialisierte sie sich auf die mikrogefäßchirurgische, rekonstruktive Handchirurgie und schrieb damit – gemeinsam mit ihrem Team und KollegInnen aus anderen chirurgischen Disziplinen &#8211; Medizingeschichte.</p>


	<p><em><strong>Hochkarätige Handarbeit</strong></em></p>


	<p>Wissenschaftlich und medial viel beachteter Höhepunkt ihrer Zeit in Innsbruck war zweifelsohne die im Jahr 2000 durchgeführte, beidseitige Hand- und Unterarmtransplantation bei Bombenopfer Theo Kelz. In einer 17-stündigen, interdisziplinären Operation konnte gemeinsam mit Unfall- und Transplantationschirurgen erstmals in Österreich diese Leistung erbracht werden. Theo Kelz, der persönlich zur Abschiedsfeier von Piza gekommen war, gilt seither als Paradebeispiel für diese anspruchsvolle, chirurgische Leistung und fungiert als „Botschafter“ für Transplantationsmedizin. In den Folgejahren konnten zwei weitere PatientInnen an der Innsbrucker Klinik ihre Lebensqualität durch „neue Hände“ wieder erlangen. Auch zahlreichen Kindern mit Fehlbildungen an den Händen wurde durch operative Korrekturen geholfen. „Es ist schön, Kindern mit Handdeformationen, die beträchtliche Behinderungen mit sich bringen, das Leben „be-greiflich“ machen zu können“ meint die dreifache Mutter und Ärztin aus Leidenschaft.</p>


	<p><em><strong>Ethik groß geschrieben</strong></em></p>


	<p>Auch in der onkoplastischen Chirurgie, also der Rekonstruktion von Körperteilen, wie Gesicht oder Brust, nach Tumorerkrankung, gehe es in erster Linie um Lebensqualität bzw. psychische Beeinträchtigung. Eine Herausforderung, der Piza mit Feingefühl, Ethik und umfassender Patientenaufklärung begegnet. Als Mitglied zahlreicher Fachgesellschaften und der Bioethikkommission gilt Piza auch als Kritikerin der reinen „Wunschmedizin“. Man müsse im Bereich der Plastischen Chirurgie Heileingriffe von reinen ästhetischen Eingriffen unterscheiden und individuell sorgfältig abwägen.</p>


	<p><em><strong>Wissenschaftliche Bilanz</strong></em></p>


	<p>Forschungsschwerpunkte sind neben der Mikrogefäßchirurgie im Bereich der peripheren Nerven und Gefäße, unter anderen die Gewebszüchtung und Silikonstudien. Über 200 Publikationen, 500 Vorträge und zahlreiche Auszeichnungen, wie der Erwin Schrödinger Preis und die Auszeichnung als Wissenschafterin des Jahres 2000 sowie das Große Silberne Ehrenzeichen der Stadt Wien, um nur einige zu nennen, zieren die wissenschaftliche Laufbahn. In ihrer zehnjährigen Klinikführung konnten sowohl die Zahl der ambulanten und stationären PatientInnenzahlen als auch die Anzahl der Operationen beträchtlich gesteigert werden. Das wissenschaftliche Engagement „ihres“ ÄrztInnenteams wurde von ihr stets unterstützt und der Ertrag ist entsprechend. Geschätzt wird Piza auch für ihre zuweilen leicht schroff anmutende, aber aufrichtige Persönlichkeit.</p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Sat, 20 Sep 2008 15:51:14 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/at.innsbruck/abschied-von-hildegunde-piza-pionierin-der-mikrogefaesschirurgie</guid>
    </item>
  </channel>
</rss>
