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Innsbruck - Innsbrucker Nachwuchsforscherin entwickelte Perifusionssystem zur in vitro Reifung ovarieller Follikel
Bildquelle: Medizinische Universität Innsbruck - Nachwuchsforscherin Katharina Winkler links flankiert von Prof. Ludwig Wildt, rechts flankiert von Dr. Ioannis Zervomanolakis
Kinderwunsch trotz Chemotherapie
Die aus Rum bei Innsbruck stammende Jungforscherin Katharina Winkler studiert im zehnten Semester Humanmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Universitätsklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Department Frauenheilkunde Innsbruck, hat Frau Winkler ein Perifusionssystem entwickelt, mit dem die Reifung ovarieller Follikel in vitro durchgeführt werden kann. Hintergrund dieser Arbeit sind klinische experimentelle Ansätze, bei denen von Patientinnen, die sich wegen maligner oder anderer Grunderkrankungen einer Chemotherapie unterziehen müssen, Ovarialgewebe entnommen und kryokonserviert wird.
Dies geschieht mit der Absicht, nach Beendigung der Chemotherapie und bei später eintretendem Kinderwunsch aus diesem Gewebe Eizellen für die künstliche Befruchtung zu gewinnen. Bisherige Therapieansätze beruhten auf der Vorstellung, dieses Gewebe zu retransplantieren, wobei aber die Gefahr einer gleichzeitigen Transplantation von Tumorzellen nicht ausgeschlossen werden kann. Das von Katharina Winkler entwickelte Perifusionssystem wurde bisher erfolgreich an Ovarialgewebe von Mäusen eingesetzt. Die Besonderheiten dieses Systems bestehen in der Perifusion von Ovarialgewebe und der pulsatilen physiologischen Stimulation mit Gonadotropin. Winkler wird ihre Untersuchungen im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes an der University of Michigan in Ann Arbor fortsetzen.
Auf der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Dornbirn wurde die Nachwuchsforscherin Katharina Winkler dafür nun mit dem Wissenschaftspreis der Gesellschaft ausgezeichnet.
am 16.06.2008 13:21





