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    <title>Krems an der Donau</title>
    <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.krems-an-der-donau/</link>
    <description>Hier finden Sie pulsierende Gedanken und Erfahrungen, K&#252;nste und Talente, Technologien und Design, Ideen und Trends, News und Hintergr&#252;nde, Unkonventionelles und Schr&#228;ges, Szene(n) und Subkulturen, Brachfl&#228;chen und &#8220;Unorte&#8221; zu Alltag, Politik, Kultur, &#214;konomie und Theorie in Krems an der Donau. Krems an der Donau liegt im Bezirk/Stadt Krems an der Donau(Stadt) des Bundeslandes Nieder&#246;sterreich, &#214;sterreich.</description>
    <language>en-US</language>
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      <title>"Venezianische Veduten" - eine virtuelle Ausstellung</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.krems-an-der-donau/venezianische-veduten---eine-virtuelle-ausstellung</link>
      <dc:creator>Krems an der Donau</dc:creator>
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        <![CDATA[<p>Für alle, die ihren Kuntsgenuss bereits in den virtuellen Raum verlegt haben, gibt es die Empfehlung die virtuelle Ausstellung &#8220;Venezianische Veduten&#8221; zu besuchen. Die Exponate stammen aus den Beständen der Graphischen Sammlung Stift Göttweig mit Ansichten berühmter venezianischer Paläste, Kirchen und Plätze sowie Reproduktionsstichen herausragender Gemälde venezianischer Künstler wie Tizian, Tintoretto und Veronese.</p>


	<p>Viele der online zu bewundernden Werke wurden erstmals mit Hilfe der damals innovativen Technik der &#8220;camera ottica&#8221;, einer Art Weitwinkelobjektiv, das im Gegensatz zum menschlichen Auge ein breites Blickfeld erschließt und die Plätze, Paläste und Kirchen realistischer abbildet, geschaffen. Die Veduten erhalten so dokumentarischen Charakter für die Baugeschichte Venedigs. Oftmals sind die Stiche alleiniges Zeugnis für das frühere Aussehen der weltberühmten Lagunenstadt vor einem tief greifenden Umbau oder gar Abriss. Die von Texten des Kunsthistorikers Werner Telesko begleitete Ausstellung umfasst zudem Ansichten der herausragenden Denkmäler: Dogenpalast, San Marco, Piazzetta, San Giorgio Maggiore, Santa Maria della Salute, Rialtobrücke und Arsenal. Das Primäre der &#8220;Vedute Ideate&#8221; liegt in der memorativen Wirkung, in der Dokumentationstreue wichtiger Hauptmonumente Venedigs, die sie zu bemerkenswerten Zeugnissen venezianischer Selbstdarstellung zu Anfang des 18. Jahrhunderts werden lassen.</p>


	<p>Die Ausstellung wurde durch die Zusammenarbeit des Departments für Bildwissenschaften, geleitet von Oliver Grau, und der Graphischen Sammlung des Stifts Göttweig unter Kustos Gregor M. Lechner ermöglicht. Postiver Sideeffekt für LiebhaberInnen von Veduten: Sämtliche digital erschlossene Bestände der graphischen Sammlung können als hochwertige Digitaldrucke beim Department für Bildwissenschaften bezogen werden.</p>


<hr />


	<p><strong>Venezianische Veduten: Ein Cicerone durch das Venedig des frühen 18. Jahrhunderts</strong></p>


	<p><em>Wann:</em> 24/7<br/>
<em>Wo:</em> online zu besuchen <a href="http://www.gssg.at/">hier &gt;&gt;&gt;</a></p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Tue, 01 Jul 2008 19:01:58 +0200</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Simplistics: CRAZY SONIC, FAUNA ...</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.krems-an-der-donau/simplistics-crazy-sonic-fauna---</link>
      <dc:creator>Krems an der Donau</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p><em><strong>Crazy Sonic</strong></em><br/></p>


	<p>Rudi Wrany aka Crazy Sonic begann 1992 mit dem DJing. Seine ersten Clubs hostete er im Bricks &#8211; damals noch mit Schwerpunkt HipHop, danach folgten &#8220;Tempo&#8221; im <span class="caps">B72</span>, das legendäre con:verse in der Meierei, sowie andere Locations wie in der Kunsthalle und im <span class="caps">FLEX</span> Café. Er ist Host und Resident im dienstäglichen <span class="caps">CRAZY</span> Club im Wiener <span class="caps">FLEX</span>, eine der besten Adressen Österreichs für elektronische Musik aller Spielarten.</p>


	<p><em><strong>Fauna</strong></em><br/></p>


	<p>Fauna wurde als Rana Farahan in Teheran geboren. Aufgewachsen ist sie in Wien. Nach ihren ersten musikalischen Versuchen als Kind am Klavier, wechselte sie nach einigen Jahren Stammgastdasein im Wiener <span class="caps">FLEX</span> ans DJ-Pult und verbreitet seitdem auf den Dancefloors Europas einen &#8220;very soulful sound&#8221;. Seit 2007 produziert sie in ihrem Homestudio selbst Musik. Mit &#8220;L&#8217;amour de loin&#8221; ist nun auch ihre erste Veröffentlichung erschienen.</p>


<hr />


	<p><strong>Simplistics</strong></p>


	<p><em>Wer:</em> Crazy Sonic (Flex, Urban Artforms), Fauna (Flex, Urban Artforms), Kaiser FRanz &#38; Gizzmo (Jiggysquad), Impression T (Jiggysquad), <span class="caps">DMP</span> (Jiggysquad)<br/>
<em>Wo:</em> Avalon Krems<br/>
<em>Wann:</em> Freitag, 16.Mai.2008, 21:00<br/>
<em>Eintritt:</em> &lt; 23:00 <span class="caps">EUR 3</span> // &gt; 23:00 <span class="caps">EUR 4</span><br/></p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Sun, 11 May 2008 18:20:10 +0200</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Cinezone: Joe Strummer "The future is unwritten"</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.krems-an-der-donau/cinezone-joe-strummer-the-future-is-unwritten</link>
      <dc:creator>Krems an der Donau</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p>In den späten 1970er und den frühen 1980er Jahren revolutionierten The Clash Punk und Rock&#8217;n&#8217;Roll-Musik und änderten damit das Leben zahlloser junger Menschen. Als Ikonen einer Zeit leben The Clash bis heute weiter – nicht nur weil ihre Musik sie berühmt machte, sondern auch, weil sie etwas repräsentierten, das jenseits von Ruhm und Reichtum Bestand hatte.</p>


	<p>Joe Strummer war der Sänger und Frontmann der legendären Punk- und Rockband The CLash, die in den 70er- und 80er Jahren ihre größten Erfolge zu verzeichnen hatte. Joe Strummer starb am 22. Dezember 2002. Die Musikdokumentation lässt Lebensbegleiter des exzentrischen Sängers wie z.B. Bono von U2, Jim Jarmusch oder Johnny Depp zu Wort kommen und erschafft damit ein eindrückliches Bild über ein Musikerleben und eine vergangene Ära.</p>


	<p>Joe Strummer, Frontmann von The Clash, Songwriter, menschliche Rock&#8217;n&#8217;Roll-Maschine und führende geistige Kraft hinter dem unbestrittenen Erbe von The Clash, übte mit fast prophetischer Intensität starken Einfluss auf seine Zeit, seine Zeitgenossen und auf den Zeitgeist aus. Durch den einmaligen Zugang zu Joes persönlichen Archiven und bisher unbekanntem Material konnte sich der britische Filmemacher Julien Temple tief unter die Schicht der populären Myten und Legenden graben und die Figur Joe Strummer in einen viel größeren, globalen Kontext stellen.</p>


	<p>Der Film ist um die Idee der berüchtigten Strummerville-Lagerfeuer strukturiert, die Joe einst als „noch wichtiger als all die Musik, die ich je geschrieben habe“ bezeichnete. Er selbst und die Menschen, die ihn durch sein Leben begleiteten, werden von den warmen Flammen dieser Lagerfeuer beleuchtet, die nicht nur der wiederkehrende Ruhepol ins Strummers Leben waren, sondern nun auch als filmisches Leitmotiv eine künstlerische Funktion haben. Unterlegt mit einem gut überlegten Soundtrack führt der Film an all jene Stätten und zu all jenen Menschen, die man kennen muss, um Joe Strummer wirklich verstehen zu können.</p>


	<p>Als der erste, der The Clash bei ihren Auftritten gefilmt hat, erzählt Julien Temple das Leben Joe Strummers in all seinen zahlreichen Facetten. Strummer wird zu einer Schlüsselfigur, die in sich die Bedingungen des modernen Lebens am Ende des 20. Jahrhunderts reflektiert.</p>


	<p>Viele seiner Texte scheinen auf fast unheimliche Weise prophetisch, verweisen auf zukünftige Ereignisse wie den Irak-Krieg oder den Klimawandel. Seine Musik war hochgradig integrativ – er baute Rock, Folk, Reggae oder kubanische Musik in seine Songs ein. Joe Strummer war einer, der alle Stile in seine Musik aufnahm, sie darin feierte, aber auch hinterfragte.</p>


	<p>Ihre Fähigkeit, eine Vielzahl an Haltungen zu verstehen, zu konzentrieren und zu reflektieren gaben seinen Texten eine universelle, aber doch auch persönliche Kraft. Joe Strummer hatte seine eigenen festen Überzeugen, aber die wurden in einem Hochofen der Widersprüche geschmiedet, die entscheidend für das Verständnis dieses Mannes sind.</p>


	<p>„Joe Strummer“ zeigt erstmalig den ganzen Menschen, nicht nur den Musiker und Leadsänger, sondern auch den Schauspieler, den Regisseur, den Denker, den Dichter. Animiert und illustriert mit Joe Strummers eigenen Erbe – Cartoons, Zeichnungen, Notizzettel, die er in riesigen Plastiktüten aufbewahrte und stets mit sich führte, erscheint seine Lebensgeschichte wie von eigener Hand gemalt.</p>


	<p>„Joe Strummer“ erzählt die Geschichte eines Lebens, wie es gelebt wurde. Ein zerrissenes, rohes, handgemachtes Patchwork von Bildern, Archivmaterial, Nachrichten- und Werbeclips, Filmen und Homevideos. Joe Strummer blieb bemerkenswert unberührt von seiner Popularität. Um jeden Preis wollte Strummer seine Ziele vorantreiben, selbst wenn es bedeutete, die eigene Vergangenheit aufs Spiel zu setzen&#8230;</p>


	<p>Ideen, Ahnungen und Ehrungen kreisen durch die filmische Erzählung wie ein Flächenbrand der Kreativität und verbinden sich, um die vielen verschiedenen Dimensionen Joe Strummers zu beleuchten. So wird der Film zu einer intimen Erinnerung an einen Freund und der epischen Inszenierung einer faszinierenden Symbolfigur.</p>


(Inhalte zit. nach www.strummer-derfilm.de/)
<hr />


	<p><em>Wer:</em> Julien Temple (Regie)<br/>
<em>Was:</em> Joe Strummer &#8220;The future is unwritten&#8221;, Irland/GB 2007, 123 min.<br/>
<em>Wo:</em> Cinezone, Kino im Kesselhaus<br/>
<em>Wann:</em> Donnerstag, 15.05.2008, 20:00<br/>
<em>Eintritt:</em> EUR 6,50 inkl. Kinoticket, DJ-Line &#38; 1 G&#8217;Spritzter oder 1 antialkoholisches Getränk, Eintritt zum LIvekonzert gratis</p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Sun, 11 May 2008 17:43:32 +0200</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Agnes-Maria Perschl</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.krems-an-der-donau/agnes-maria-perschl</link>
      <dc:creator>Krems an der Donau</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p>Die Ernährungswissenschaftlerin Agnes-Maria Perschl, geb. 1972, wuchs in Krems auf und beschäftigt sich seit 1998 mit der Malerei. Ihr künstlerisches Schaffen zeigte sie bereits in vielen Ausstellungen in Wien, St. Pölten, Klosterneuburg, Krems und Furth. Malen ist ihre große Leidenschaft, sie versucht damit, Farben in den Alltag zu bringen.</p>


<hr />


	<p><strong>Agnes-Maria Perschl</strong></p>


	<p><em>Wann:</em> 19. April &#8211; 8. Juni 2008<br/>
<em>Wo:</em> WEINSTADTmuseum / Südfoyer<br/></p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Thu, 17 Apr 2008 22:07:56 +0200</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>donaufestival 08: angst obsession beauty</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.krems-an-der-donau/donaufestival-08-angst-obsession-beauty</link>
      <dc:creator>Krems an der Donau</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p><em>&#8220;Die innere Erfahrung mit der Erotik verlangt von dem, der sie macht, eine nicht weniger große Sensibilität für die Angst, die das Verbot begründet, wie für das Verlangen, das zu seiner Übertretung führt.&#8221;</em> (Georges Bataille, „Die Erotik&#8221;)</p>


	<p>Das düster strahlende geistige Umfeld des französischen Surrealismus im 20. Jahrhundert des vergangenen Jahrtausends erscheint im fahlen Nebel der Betrachtung durch das heutige Auge wie ein einziges Manifest einer Poetik der Angst: Ekel, Schrecken, Hysterie, Obsession, Wahnsinn, die Abgründe
menschlicher Existenz als Initiationsmomente für eine bedingungslose Ästhetik von Wahrhaftigkeit und
abgründiger Schönheit.</p>


	<p>Dieses Kunstwollen und Kunstdenken hat für zahlreiche KünstlerInnen unserer Zeit, die sich abseits des
Mainstream bewegen und sich beschönender, sinnbefreiter musealer Staatskunstrituale verweigern, nichts an Sogwirkung verloren. Das <em>donaufestival 08</em> wird sich in sieben Tagen sehr subjektiv einer zeitgenössischen „Poetik der Angst“ verschreiben, ohne Anspruch auf Vollständigkeit in der Annäherung an dieses große Thema anzumelden. Mehrere Themenstränge leiten sich von der Grundidee ab, die sich alle
am Schluss in einem inhaltlichen Beziehungsgeflecht organisch vereinen, obwohl sie von unterschiedlichsten Ansätzen kommend, auch verschiedenste mediale Hilfswerkzeuge einsetzen und teils
gegensätzliche ästhetische Sprachen sprechen.</p>


	<p><em><strong>Die Poetik der Angst oder der Tabubruch als moralischer Akt</strong></em></p>


	<p><em>Woche 1 (24.4. – 26..4.)</em></p>


	<p>Rund um zwei dunkle performative Sonnensysteme dehnt sich die erste Mikrogalaxie der „Poetik der Angst“ aus: „CHEAP <span class="caps">BLACKY</span>“, die erste Theaterarbeit des kanadischen Kultfilmers <strong>Bruce LaBruce</strong> und die Uraufführung von „Satan Mozart Moratorium“ des österreichischen Underground-Filmemachers <strong>Paul Poet</strong> im Verbund mit dem französischen Radikalperformer <strong>Jean Louis Costes</strong> und seinem Ensemble Opera pornosocial.</p>


	<p>Costes´ Kunstexkurse in die Welt von Exzess und Pornografie, die sich durch seine vielfältigen Betätigungsfelder als Performance-Künstler, Filmschauspieler, Sänger und Literat (zu seinen berühmtesten Bewunderern zählt übrigens Michel Houellebecq!) ziehen, sind im Sinne der Batailleschen Denktradition des Obszönen weitergedachte Aktionen, radikal in ihrem gesellschaftlichen Ansatz und gleichermaßen
aufklärerisch kathartisch in ihrem Wollen. In Paul Poets neuem Werk wird Costes mithelfen, den Mythos der
Hochkultur des Abendlandes anhand von Mozarts Kinderoper „Bastien &#38; Bastienne“ zu dekonstruieren.</p>


	<p>Ähnlich drastisch nimmt sich auch die Queercore und Queer-Cinema Legende Bruce LaBruce gesellschaftspolitischer Themen an. Seine erste Theaterarbeit fusioniert thematische Stränge aus Filmen von Rainer Werner Fassbinder, John Huston, Joseph Losey und Pier Paolo Pasolini, in denen
gesellschaftliche Kleinstrukturen, Familien, durch einen Eindringling angegriffen und aus dem Lot geworfen
werden; bis hin zu spiritueller und sexueller Transformation der Familienmitglieder und letztlich bis hin zu
anarchischer Auflösung repressiver Strukturen.</p>


	<p>Vor diesem gedanklichen Hintergrund wird auch zum poetischen Angriff auf den Malestream, die gesellschaftliche Leitbilder-Fabrik einer männerdominierten Gesellschaft, geblasen, der sich als weiterer thematischer Faden durch das Festival zieht, am 25.4. &#8211; quasi als Hommage an Bruce LaBruces Werk &#8211; jedoch seinen Höhepunkt erfährt: Neben <strong>Ann Liv Youngs</strong> furiosem Nackttanzritual, das die Männerprojektion einer Barbiepuppen-Welt zertrümmert und so etwas wie eine Utopie einer Welt aus weiblicher Sicht schafft und der CD-Präsentation von <strong>Gustav</strong> mit der Trachtenkapelle <strong>Dürnstein</strong> (!), erwarten uns queerer Elektro-Trash mit HipHop-Gestus von <strong>Bunny Rabbit</strong>, die unendlich traurigen Balladen des Quiet-Noise-Aktivisten
<strong>Scott Matthew</strong> (der unter anderem auch musikalisch wie schauspielerisch in Cameron Mitchells Film
„Shortbus“ mitwirkte), die Gay-Church-Folk-Sause mit <strong>The Hidden Cameras</strong> samt Münchner Fußballchor Initiative <strong>Mehmet Scholl</strong>!) und die Fusion zweier Clubs: <strong>FMqueer</strong> und <strong>H.A.P.P.Y</strong>, die mit „Queers Of The Stoneage“ Party, politische Botschaft und Performance verbinden.</p>


	<p>Der Tabubruch als moralischer Akt, wie Georges Bataille ihn einst proklamiert hatte, ist auch ein wesentliches inhaltliches Anliegen eines Teils der performativen Bildenden Kunst, die gerne unter dem etwas platten Label der „Bodyart“ subsumiert wird. In Auftritt und Erscheinung scheint einer ihrer prominentesten Vertreter, <strong>Ron Athey</strong>, die späte Inkarnation einer Figur aus einer Bataille-Erzählung zu sein. Seine Opferrituale am eigenen Körper bedienen sich gesellschaftspolitisch wie religiös höchst aufgeladener Bilder, deren Ziel die Befreiung des Menschen aus den Fesseln ist, die Staat, Familie oder Religion uns angelegt haben. Subtiler, doch um nichts weniger politisch gebärden sich auch die Aktionen der jungen
südamerikanischen Künstlerin <strong>Roberta Lima</strong>, die extreme Körpererfahrungen und –modifikationen immer mit einer dezidiert feministischen Haltung auflädt.</p>


	<p>Musikalisch wird das erste Wochenende neben der performativen und klanglichen Queer-Nacht rund um Bruce LaBruce noch zwei weitere akustische Abende im Sinne der Festivalthematik bieten. Einmal zur Eröffnung die Exposition des Themas. Angst bei dem psychedelischen Metal-Experiment <strong>Killl</strong> aus Norwegen, das nicht nur akustisch, sondern auch visuell ein Gewitter lostreten wird, das definitiv nicht
geeignet ist für Menschen, die schwache Nerven haben. Obsession bei den Schamanen des Ghostrock, der sensationellen Band <strong>Apse</strong>, die außerhalb von Österreich bereits eine beachtliche AnbeterInnenschaft gefunden hat, hierzulande – wie viele musikalische Neuentdeckungen am zweiten Wochenende! – jedoch noch ein Geheimtipp ist. Und natürlich Schönheit mit dem Elektropop-Gott <strong>Jay-Jay Johanson</strong>, der mit diesem Konzert sein spätes Österreich-Debüt feiern wird!</p>


	<p>Der Samstag wird die Messehallen in einen schwerst obsessiven Club verwandeln, der zwischen Fieldrecording, Breakbeat, technoiden Klängen und noisigen Klanginstallationen changieren wird. Stargäste des Abends: <strong>Tim Hecker</strong>, <strong>Clark</strong>, <strong>Amon Tobin</strong> und der Shootingstar der italienischen Kunstszene <strong>Nico Vascellari</strong> mit <strong>John Wiese</strong>.</p>


	<p>Dass zwei Filmemacher, Paul Poet und Bruce LaBruce, sich dem performativen, theatralischen Genre hingegeben haben und mit ihren Werken das erste Wochenende inhaltlich maßgeblich bestimmen, ist nicht Zufall, sondern so etwas wie ein geheimes Konzept des donaufestival 08. Am zweiten Wochenende setzt sich diese Idee mit einem filmischen Giganten fort:</p>


	<p><em>Woche 2 (30.4. – 3.5.)</em></p>


	<p>Wenn es einen Menschen gibt, der das 20. und 21. Jahrhundert in Bildern antizipiert hat, wenn es jemanden gibt, der die Essenzen für die Ikonen unserer Zeit erschaffen hat, dann ist es der Filmemacher, Provokateur und Autor <strong>Kenneth Anger</strong>. Unter dem Einfluss der okkulten Welt des Aleister Crowley entstanden aufgeladene Traum-Bilderwelten, deren Schnitt-Rythmen und ihr Sog die Welt nach 1945
gleichermaßen einfingen wie erschufen. Der revolutionäre Einsatz von Musik in seinen Underground-Filmen macht ihn zum Vater der Video-Clip-Kultur, die Zusammenarbeit mit Mick Jagger, Jimmy Page oder Bobby BeauSoleil ist der Ausgangspunkt seines Einflusses auf die Popkultur, der ein immenses Referenzgeflecht, das von Subkulturen bis zu Mainstream reicht, auslöst. Mit legendären Filmen wie “Fireworks”, „Scorpio Rising“, „Inauguration Of The Pleasure Dome“ oder „Lucifer Rising” wird er nicht nur zum Idol und Vorläufer von Regisseuren wie Jean Cocteau, Stan Brakhage, Derek Jarman, David Lynch, Rainer Werner Fassbinder
oder Martin Scorsese, sondern auch zur prägenden Figur der Bilderwelt des Queer Movement. Seine „Hollywood Babylon“ Bücher, eine Durchleuchtung von Hollywood-Society-Skandalen, antizipieren das Starkult-Phänomen des späten 20. Jahrhunderts.</p>


	<p>Das donaufestival 08 widmet Kenneth Anger einen Schwerpunkt, zum dem er selbst gleich zwei Uraufführungen beitragen wird: seine lang erwartete Spielfilmfassung des Hitlerjugend-Streifens „Ich Will!“ und ein multimediales Projekt namens „Technicolor Skull“ in Zusammenarbeit mit den großen amerikanischen Noise-Ritualisten <strong>Liars</strong> und musikalischen Überraschungsgästen. Rund um ihn gesellen
sich KünstlerInnen, die mehr oder weniger Bezug auf seine Welt nehmen…</p>


	<p>Ihr Österreich-Debüt feiert die sensationelle und höchst obsessive New Yorker Performance-Gruppe <strong>Radiohole</strong> standesgemäß in einem massiven Doppelauftritt. Gemeinsam von brut und dem donaufestival eingeladen, zeigen sie sozusagen als Gastspiel-Warmup in brut im Künstlerhaus ihre Moby-Dick-Show „Fluke“ bevor sie sich an die Arbeit zu ihrer Uraufführung von „Anger/Nation (hip deep in shit)“ beim donaufestival machen. Basierend auf drei amerikanischen Kultfiguren, der Mäßigungsprophetin Carry A Nation, dem 70er Jahre Erlöser Mel Lyman und eben Kenneth Anger, schnüffeln sie an den Eingeweiden der amerikanischen Psyche.</p>


	<p>Ebenfalls multimedialer, Barock anmutender Psychedelik widmet sich auch <strong>Planningtorock</strong>, die in Berlin
lebende englische Musikerin und Medienkünstlerin, mit der Uraufführung ihrer ersten Performance „Whats The Rock“. Ihre Konzerte waren immer schon multimediale Wunderkammern, in denen Performance und Video in selten erreichter formaler wie inhaltlicher Weise mit ihrem atemberaubenden, psychedelischen Akustik-Stilmix verwoben daherkamen. Nun legt sie mit der Weltpremiere ihrer Live-Musik-Performance samt audiovisueller Bühnenshow noch einen Gang zu. „Whats The Rock“ ist eine flüchtige Reise in die undefinierbare surreale Welt von Janine Rostron, in der sich ein überwältigendes Ensemble ihrer eigenen Charaktere auf der Bühne herumtreibt und dabei von einem hypnotischen Gebräu aus Gothic und klassischer Musik, auf spannende Art und Weise verschmolzen mit Hip-Hop, Techno und Pop, begleitet
wird.</p>


	<p>Klanglich werden die beiden Abende rund um Planningtorocks Aufführungen zwei ganz unterschiedliche Ausrichtungen annehmen. Der erste Mai, an dem auch die <strong>Naked Lunch/Thomas Woschitz</strong> Uraufführung stattfindet, wird dominiert von außergewöhnlichen Bandformaten. Die wohl wichtigste jüngere Band unserer Zeit, die sensationellen <strong>Xiu Xiu</strong>, die es in so meisterlicher Weise verstehen, das Popsongformat zu sprengen und neu zu erfinden, es inhaltlich bis über seine Grenzen aufzuladen, wie wir es aus einer anderen Zeit nur
von Sonic Youth kennen. Neben ihnen werden die Urväter des Postrock, die legendären <strong>Tortoise</strong>, ebenso wie der <span class="caps">FM4</span> „Im Sumpf“ Held, die Exzess-Melancholiker von <strong>Phosphorescent</strong>, für akustische Wunder zwischen Ängsten, Obsessionen und Schönheiten zuständig sein. Uraufgeführt wird an diesem Abend auch ein Auftragswerk des <em>donaufestival</em>, bei dem die Spoken-Word-Queen <strong>Ursula Rucker</strong> Gast bei <strong>Schnee</strong>, dem
experimentellen Duo von Christof Kurzmann und Burkhard Stangl, sein wird. Der zweite <span class="caps">PTR</span>-Abend gibt sich etwas elektronischer, doch genauso kontrastreich. Heftige experimentelle Noise-Attacken von <strong><span class="caps">AIDS</span> Wolf</strong>, <strong>Elektronikdrones</strong> und Walls Of Sound bei <strong>Health</strong>, psychedelische Soundscapes von <strong>Vedette</strong> (alle drei
Österreich-Debütanten!) und zum Abschluss exzessgeladener souliger Partygroove mit <strong>The Go! Team</strong>.</p>


	<p>Bereits im ersten Jahr des <em>„donaufestival neu“</em> glückte die performativ-filmische Zusammenarbeit der Band <strong>Naked Lunch</strong> mit dem Filmemacher <strong>Thomas Woschitz</strong>. Nun kehren sie mit der Uraufführung ihres zweiten Streichs wieder: Es ist ein sehr intimer, eigenwilliger Musikspielfilm mit Handlungssträngen, Dialogen und musikfreien Szenen. Ein Experiment, bei dem als work in progress die Geschichten und die Songs auf einer gemeinsamen Reise von Filmemacher und Musikern an sechs verschiedenen Orten der Erde entstehen. Es
geht darum, eine neue Art von choralem Musikfilm zu entwickeln, in dem die Popsongs eine Ebene der Erzählung übernehmen, die den inneren Zustand der Protagonisten, aber auch deren Gedanken und Geschichten in Musik und Lyrics umwandelt.</p>


	<p>Zu ihnen gesellt sich eine weitere Band, die mittlerweile hauptsächlich aus Theater- und Filmemachern besteht, <strong>Die Goldenen Zitronen</strong>. Sie werden sich mit Film- und Bühnenstar <strong>Irm Hermann</strong> (von Rainer Werner Fassbinders Filmen bis hin zu Christoph Schlingensiefs <span class="caps">AREA 7</span> am Wiener Burgtheater bekannt) an einer für eine intellektuelle Band mit tiefen Punk-Wurzeln etwas seltsam anmutenden klassischen Werksform, dem Oratorium, versuchen. Spannend ist dies auch deshalb, da die Zitronen gerade im Studio an ihrem neuen Album basteln und im Anschluss an das Oratorium nicht nur die großen Hits, sondern vielleicht schon den einen oder anderen neuen Song spielen werden.</p>


	<p>Soziale Experimente sind bei den sensationellen Arbeiten der englischen Künstlergruppe Reactor, die mit der Uraufführung von „Munkanon“ beim donaufestival ihr Europa-Festland-Debüt feiern wird, Hintergrund des performativen Ansatzes. Kein Mitmachtheater im klassischen Sinn, sondern eine soziale Plastik, die von den Aktionen und Reaktionen der Mitwirkenden, gleich BesucherInnen, gesteuert und modifiziert wird. Von <em>30.4. bis 3.5.</em> wird aus diesem Grund der Stadtpark von Streifenhörnchen (Chipmunks) bevölkert. Bei einem Besuch des Stadtparks und dem Zusammentreffen mit einem Streifenhörnchen wird dringend empfohlen, sich von dem pelzigen Freund seine Hütte zeigen zu lassen, es wartet ein Ereignis, das man nicht so schnell vergessen wird. Keine Angst!</p>


	<p>Die Verbindung von Theater, Performance, Film/Video und Musik, die ja eine wesentliche Rolle im diesjährigen Programm einnimmt (Bruce LaBruce, Poet/Costes, Planningtorock, Naked Lunch/Thomas Woschitz, Die Goldenen Zitronen/Irm Hermann, Kenneth Anger und seine Überraschungsgäste u.v.m.) und zu wundersamen Konfrontationen innovativster KünstlerInnen mit unglaublich verstaubten und sinnentleerten Formen wie Oratorien, Opern und – oh Schreck, das auch noch – Musicals führt, muss natürlich im Sinne der <em>„Poetik der Angst“</em> zur Eröffnung und zum Abschluss auch im <em>„Schlechtesten Musical der Welt“</em> gipfeln. Die großartigen Anarcho-Performer von <strong>H.A.P.P.Y</strong> werden rund um Mastermind Tomtschek einen weltrekordartigen Versuch wagen, der – angesichts der enormen Konkurrenz in Wien und der großen weiten Welt &#8211; von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.</p>


	<p>Zum Abschluss des Festivals betätigen sich neben H.A.P.P.Y und Reactor auch noch altbekannte Gäste als Wiederholungstäter. Eines der wichtigsten (Medien)Performance-Kollektive unserer Zeit, <strong>Gob Squad</strong>, werden als Stargäste ihre sensationelle Live-Film-Performance „Super Night Shot“ inszenieren und so Mithilfe unseres Publikums den besten Film drehen, der je in Krems gedreht wurde. Musikalisch scharen sich noch eine Reihe weiterer Neuentdeckungen um sie, wie die Ghost-Punker aus dem Liars-Umfeld <strong>These Are Powers</strong> (der Name sagt schon viel) und die nicht zufällig von Lee Ranaldo produzierten <strong>Magik Markers</strong>. Eingerahmt wird das Ganze von der österreichischen Allstar-Band <strong>The Year Of</strong> und den Star-Duo des Kunstpop aus New York, <strong>Fischerspooner</strong>, die mit ihrer DJ-Show eine exzessive, lange letzte Nacht garantieren werden.</p>


	<p>Von Tomas Zierhofer-Kin</p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Thu, 17 Apr 2008 20:56:34 +0200</pubDate>
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    <item>
      <title>Video Art Screening Krems 08</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.krems-an-der-donau/video-art-screening-krems-08</link>
      <dc:creator>Krems an der Donau</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p>vww (videowindow) zeigt ausgesuchte Videokunst auf der Auslagenscheibe eines aufgelassenen Geschäftslokales in der Kremser Altstadt. Videoprojektionen jede Nacht ab Einbruch der Dunkelheit.</p>


	<p>Videos von: Johanna Forster, Silvester Stöger, Gregor, Reinberg, Markus Bruckner, visbot.net, Thomas Wieser, Christoph Schwarz, Andreas Bauernberger, Philipp Brunner, dotcom[plot], Carla Schubert, Mr. Mrks, Rainer Prohaska, Suri Schlager, Georg Eckmayr, Arnas PAl, Muk, Christoph und Thomas Höschele, Gregor Kremser, Florian Nährer, Clemens Denk, David Hradetzky, Mediengruppe Sozialarbeit, Alex Goll, MArkus Wintersberger, dvision, Anne Witt, et al.</p>


<hr />


	<p><strong>Video Art Screening Krems 08</strong></p>


	<p><em>Wann:</em> 28. April &#8211; 3. Mai 2008<br/>
<em>Wo:</em> Untere Landstraße 59, 3500 Krems a.d.Donau<br/></p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Thu, 17 Apr 2008 20:34:21 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/at.krems-an-der-donau/video-art-screening-krems-08</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Was w&#228;hlt, wer w&#228;hlt in Krems?</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.krems-an-der-donau/was-waehlt-wer-waehlt-in-krems</link>
      <dc:creator>Krems an der Donau</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p><em><strong>Vom Online- oder Nicht-Sein der Parteien und ihrer Programme in Krems</strong></em></p>


	<p>Vor jeder Wahl erscheint es sinnvoll, einen Blick auf die Programme der jeweiligen Parteien zu werfen, um sich ein Bild von den Plänen zukünftiger VolksvertreterInnen zu machen. In der Regel kann man sich diese Information heutzutage bequem aus dem Internet saugen. Für die Kremser Gemeinderatswahl gilt das nur beschränkt. Aufzutreiben sind die Programme für die ÖVP, SPÖ und Grüne. Dann wird die Suppe allerdings schon dünn. Von FPÖ, KPÖ weiß das <span class="caps">WWW</span> zumindest, dass sie in Krems existieren. Zu BZÖ, Liberalen oder sonstigen politischen Gruppen schweigt das Web.</p>


	<p><em><strong>Die ÖVP: Brot und Spiele für Krems</strong></em></p>


	<p>Der kurze Draht in das Zuhause der WählerInnen und damit eventuell auch zu ihren Herzen wird also von dem Großteil der Opposition nicht genutzt. Die Regierenden erhalten daher schon einmal den Net-Bonus. (ja &#8211; net mit einem t, schließlich geht es um die Form und nicht um die Inhalte). Die Webseite der ÖVP gewinnt dabei noch den Usability-Bonus &#8211; Personen und Themen sind leicht zu finden, lassen sich mit allen Internetzugängen leicht und schnell abrufen &#8211; ganz nach dem Motto: lass die Informationsgesellschaft rein! 
Thematisch bietet die ÖVP Krems vor allem &#8220;Wahlgeschenke&#8221; an, die, so großzügig sie auch klingen mögen, nicht darüber hinwegtäuschen können, dass nur die Symptome unterschiedlicher gesellschaftlicher Phänomene wie die steigende Verkehrs- und Umweltproblematik, Kinder- und Altenbetreuung angepackt werden. Nachhaltige Mobilität oder Verkehr scheinen bei Forderungen wie vierspuriger Ausbau der S5 oder Anbindung der B3 an die Altstadt durch eine neue Verkehrsachse zu vergessen, dass man weltweit mittlerweile die Auffassung vertritt, dass nicht mehr öffentlicher Raum für Autos die Lösung von Verkehr- und Klimaproblematik bietet, sondern die Umverteilung des öffentlichen Raums für den nicht-motorisierten Verkehr. Einen Heizkostenzuschuss für KremserInnen mit kleinem Einkommen statt Einsatz des technischen Umweltschutzes im Wohnbau anzudenken, lässt ein   energiepolitisches Bewusstsein vermissen. 
Optimistisch stimmt jedoch die propagierte Forderung nach Verbesserung der Kinderbetreuungsmöglichkeiten in Form von 
Kinderbetreuungsscheck für Tagesmütter und den Anspruch auf einen kostenlosen Kindergartenplatz unterstützen. 
Der thematische Schwerpunkt des Programms liegt jedoch auf zukünftigen Bauprojekten als entwicklerische Maßnahmen für die Stadt Krems: Umbau und Neubau von Sport- und Freizeitanlagen, Krankenhaus, Jugendeinrichtungen, Schulzentrum, Dienstleistungszentrum am Campus Krems. Obwohl bei einem solchen Programm nicht zu übersehen ist, dass es sich vorrangig um expansive Politmaßnahmen handelt, die früher vorrangig in SPÖ Wahlprogrammen zu finden waren, ist es paradoxerweise die ÖVP die folgende Angst in ihrem Programm schürt: <em>&#8220;Krems darf nicht rot werden. Sorgen wir alle dafür, dass Krems Krems bleibt&#8221;</em>
Fazit: AutofahrerInnen, Bauunternehmen, kleine Einkommen und Frauen und Alte mit Angst vor Sozialisten sind mit dem Programm der ÖVP gut bedient.</p>


	<p><em><strong>Die SPÖ: Brot und Arbeit für Krems!</strong></em></p>


	<p>Die SPÖ Krems leistet sich webmäßig auch was Eigenes, wenn auch Hausbackenes. Das SPÖ Programm ist praktischerweise gleich auf der Hauptseite zur Hand. Beim Thema Verkehr verdeutlichen Forderungen nach einem Ausbau des Radwegenetzes sowie nach alternativen Antriebssystemen für den öffentlichen Verkehr das gewachsene sozialistische Bewusstsein für die wachsende Umweltproblematik. Leider wird die progressive Haltung durch die Forderung nach 1000 Parkplätzen um die Kremser Innenstadt abgeschwächt, was die zuerst positiv gestimmte Erwartungshaltung gleich wieder enttäuscht. Was sich dann bei dem Thema Qualifizierung weiter fortsetzt, wo vor allem der Mangel an FacharbeiterInnen im Bereich Metall-Chemie eine Rolle spielt. Sonst unterscheiden sich die Forderungen der SPÖ Krems nicht stark von ihrer Koalitionspartnerin. Was es natürlich schwierig macht, einen Grund zu finden, nicht die  ÖVP zu wählen, außer man ist Sozialist und mag die ÖVP grundsätzlich nicht oder fühlt sich durch die &#8220;Krems darf nicht rot werden&#8221;-Parole angepisst.
Fazit: AutofahrerInnen, Bauunternehmen, kleine Einkommen, Frauen und Alte sowie RadfahrerInnen und FacharbeiterInnen, die keine politisch bedenkliche Propaganda anno dazumal mögen, sind hier gut bedient.</p>


	<p><em><strong>Die Grünen: Bio, Öko, Gleichheit semper et ubique!</strong></em></p>


	<p>Beim Webauftritt der Grünen Krems findet man nicht nur das Wahlprogramm der Kremser Grünen gleich auf der Hauptseite,  sondern erhält auch alternative Informationen zum Kremser Wahlkampf. Das Programm selbst widmet sich den Themen Mensch, Ökologie und Stadtentwicklung. Strukturiert erhält man auf fünf Seiten Einblick in die &#8220;Problemzonen&#8221; der Stadt Krems sowie Lösungsvorschläge aus Sicht der Grünen. Was in anderen Programmen unter den Tisch fallen gelassen wurde, weil es sich nicht in schneidige zweizeilige Parolen kleiden ließ, das hat Platz bei den Grünen: technischer Umweltschutz, Grünflächen, Erhaltung von Biotopen, nachhaltige Nutzung von Verkehrsflächen und Veranstaltungsflächen, soziale Verantwortung der öffentlichen Hand, Chancengleichheit und Partizipation von Jungen, Alten, Frauen und Behinderten bei der Stadtplanung und -nutzung. Zwar erscheinen die Wahlprogramme der Grünen auf kommunaler Ebene austauschbar, was wohl daran liegen mag, dass Lebensqualität für alle ein Thema ist, das es immer wieder von Neuem zu verteidigen gilt. Erhalt und Verbesserung der Lebensqualität und Lebenslagen von Allen! Wer will, wer kann da noch nein zu dieser Gut-Mensch Killerparole sagen, ohne sich lebenslang ethische Vorwürfe machen zu müssen! Fazit: Menschen mit Sinn für Qualität, Vielfalt und Offenheit, Umweltbewusstsein und Bildung sind hier gut aufgehoben.</p>


	<p>Am 7. Oktober werden 20.000 KremserInnen sich entscheiden müssen, auch darüber, ob sie überhaupt zur Wahl gehen wollen. Ob Programme der Parteien noch das Verhalten der WählerInnen zu beeinflussen vermögen, darf aufgrund der steigenden Politfrustration in Frage gestellt werden. Oder anders formuliert: <em>Es muss sich alles ändern, damit alles so bleibt, wie es ist.</em> (Burt Lancaster als Fürst von Salina in Viscontis &#8220;Der Leopard&#8221;)</p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Wed, 26 Sep 2007 12:17:40 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/at.krems-an-der-donau/was-waehlt-wer-waehlt-in-krems</guid>
    </item>
    <item>
      <title>07.10.2007: Gemeinderatswahlen 2007 - kann &#214;VP Dominanz behalten?</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/at.krems-an-der-donau/07-10-2007-gemeinderatswahlen-2007---kann-oevp-dominanz-behalten</link>
      <dc:creator>Krems an der Donau</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p>Am 07.10.2007 ist der Wahltag für die alle fünf Jahre stattfindenden Gemeinderatswahlen in Krems an der Donau, wie immer am ersten Sonntag im Oktober des Wahljahres.</p>


	<p>Dabei wird der Gemeinderat der Stadt Krems an der Donau demokratisch gewählt. Der Rat besteht aus 40 gewählten BürgerInnen (GemeinderätInnen), aus deren Mitte die/der BürgermeisterIn, die/der 1. und 2. VizebürgermeisterIn, sowie die 10 StadträtInnen gewählt werden.</p>


	<p>Nach den letzten Wahlen 2002 konnte die ÖVP mit 20 Sitzen genau die Hälfte der Gemeinderäte mit Ihren Leuten besetzen (SPÖ: 13, FPÖ: 3, Grüne: 3, KPÖ: 1).</p>


	<p>Die Wahlbeteiligung war 2002 mit 68,38% nahezu traditionell für Krems a.d.D. besorgniserregend gering und deutet auf eine bemerkenswerte Politik-Frustration innerhalb der EinwohnerInnen sehr wahrscheinlich aufgrund einer langjährigen Einparteien-Dominanz hin.</p>


	<p>Die gut 20.000 wahlberechtigten KremserInnen und Kremser (Einwohnerzahl Krems a.d.D. 2004: 23.559) werden sich vor allem bezüglich einer weiteren Dominanz der ÖVP im Gemeinderat entscheiden müssen. Zünglein an der Waage könnte ein überraschendes Ergebnis der KPÖ oder der Grünen sein.</p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Fri, 14 Sep 2007 17:12:11 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/at.krems-an-der-donau/07-10-2007-gemeinderatswahlen-2007---kann-oevp-dominanz-behalten</guid>
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