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St. Leonhard am Hornerwald - Blog: Hexenfuss und Drachenei
Bildquelle: startblatt 2007 - Hexen-Folterinstrument in der Waldviertler Geisterwerkstatt
1999 verbreitete der US amerikanische Film “Blair Witch Project” in den Kinos dieser Welt das Gruseln. Inhalt des Films: eine Gruppe Jugendlicher geht bei den Dreharbeiten eines Dokumentarfilms über die Hexe Blair in den Wäldern von Burkittsville in Maryland verloren. Inszenierung des Films: ein verschachteltes, vielschichtiges Rätsel mit vielen Fragen und mehr als einer möglichen Antwort.
Unerklärliche Phänomene begleiten seit Jahrtausenden das Leben der Menschen und beflügeln ihre Fantasie. Mythen und Legenden haben in den meisten Fällen ihren Ursprung in Rätseln, die uns unsere Wahrnehmung aufgibt: Feen, Elfen, Kobolde, Hexen und Geister – Täuschung oder Tatsache? Aristoteles würde antworten: “Der Weisheit Anfang ist der Zweifel.”, und Einstein würde ihm mit seinen Worten wohlwollend zustimmen: “Es gibt nichts Schöneres als das Mysteriöse. Aus ihm entspringt alle wahre Kunst und Wissenschaft.”
Der Vergessene Wald – Heimat des Absonderlichen
Während “Blair Witch Project” reine Fiktion und Inszenierung des Grauens war, kann man sich in St. Leonhard a. H. tatsächlich auf die Spuren des Paranormalen begeben. Hier lag schließlich der legendäre “Vergessene Wald”, in dem ein weit verzweigtes Höhlensystem Heimat für vielerlei absonderliche Gestalten wie Hexen, Räuber etc. war. Hier lebte und arbeitete auch der Arzt Dr. Wilbald Helbich, der im 19. Jahrhundert bei seinen “paranormalen Investigationen” auf das Höhlensystem und allerhand geheimen Wissens sowie magische Gegenstände stieß und am 22. Dezember 1878 plötzlich und spurlos verschwand. Und hier wird noch heute ein Ort frequentiert, der im Mittelalter als “nidus veneficae” oder “Rückzugsort der Zauberin” verrufen war. Im Gebäude des Gasthofes Staar frönt man heute allerdings den kulinarischen Genüssen und der Aufbereitung regionalen Kulturgutes in Form der Waldviertler Geisterwerkstatt.
Die Waldviertler Geisterwerkstatt – Heimat der Geister, Hexen und Sagen
Die Waldviertler Geisterwerkstatt in St. Leonhard am Hornerwald bietet auf 850 m2 Flächen ein Reich an Geschichten, Sagen und Legenden zum Hören, Fühlen und Sehen. Erinnert wird dabei an Zauberwälder, versunkene Orte, Ritualplätze und Spukschlösser des Waldviertels. Dabei erfährt man einiges über Hexen, Zauberer, Feen, Elfen, Kobolde, Alchemie, “ruhelose Seelen”, den “Leibhaftigen”, Paranormales und dem leider nicht immer respektvollen Umgang mit Andersartigem. Immer mit Bezug zur Geschichte, mitunter auch aus kritischem Blickwinkel. So wird der Räuberhauptmann Grasel nicht wie andernorts als Robin Hood verehrt, sondern als ein Räuber, der die Reichen bestahl, weil bei den Armen in der Region nichts zu holen war.
Über 1000 geisterhafte und mystische Geschichten rund um Erscheinungen, Naturwesen und Gespenster wurden von IROKA alias Leonhard Kubizek bislang zusammengetragen bzw. an ihn herangetragen und teilweise in den Kulissen der Geisterwerkstätte anschaulich aufbereitet. Geisterdinner und Geisterrallye zeigen, dass die Begegnung mit dem Mysteriösem ein unterhaltsamer Grenzgang sein kann und nicht immer mit dem Verschwinden enden…
Waldviertler Geisterwerkstatt
Wo: Wolfshoferamt 38, 3572 St. Leonhard am Hornerwald
Wann:
September Fr – So 10:00 – 18:00
Oktober Feiertage 10:00 – 18:00
November Mo – Do gegen Voranmeldung
Dezember gegen Voranmeldung
Dr. Helbich Geisterdinner
Wo: Geisterwerkstatt
Wann:
Samstag, 6.Oktober 2007
Freitag, 19. Oktober 2007
Samstag, 27. Oktober 2007
Samstag, 17. November 2007
am 16.09.2007 14:39
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