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Wien 1.,Innere Stadt - Blog: Literarisches Portrait: Wolfgang Hermann
Rüdiger Görner notiert zu Wolfgang Hermanns Prosa:
Die Texte zeichnen sich durch einen hohen Grad sprachlicher Sensibilisierung aus; manche Sätze wirken geradezu wie Fühler, als ob sie erkunden sollten, wie die Atmosphäre geartet ist, in der sich das vollziehen könnte, was diese Arbeiten thematisch bestimmt: die Idee des Übergangs. Das potentiell Transitorische, das in ihnen angelegt ist, verhindert, dass die geschilderten Beobachtungen, Empfindungen und Dinge steril wirken. Aber diese Vorstellung vom Übergang hebt die scharf umrissene „minimale Welt“ nicht auf; maßgeblich ist, dass der Ort des Übergangs (...) „dingfest“ gemacht werden kann.
Herrn Faustini, literarischer Widerpart des Autors, eröffnet sich in Wolfgang Hermanns neuem Buch der Übergang zum Reich des Übersinnlichen durch die Botschaft seiner Großtante aus dem Jenseits, die ihm von seiner Nachbarin bestellt wird.
Wolfgang Hermann, 1961 in Bregenz, Studium der Philosophie und Germanistik in Wien, seit 1987 freier Schriftsteller. Zahlreiche Auslandsaufenthalte (Berlin, Paris, Aix-en-Provence, Sizilien, Tunesien, New York, Tokyo). Zuletzt erschienen u.a. ins tagesinnere, Gedichte (2002); Das japanische Fährtenbuch (2003); Herr Faustini verreist, Roman (2006); Fremdes Ufer, Prosa (2007).
Das Literarische Portrait findet im Vorfeld der Auszeichnung des Autors mit dem Förderungspreis zum Österreichischen Staatspreis für Literatur 2007 statt.Wann: Donnerstag, 10.04.2008, 19.00 Uhr
Wo: LITERARISCHES QUARTIER/ALTE SCHMIEDE, 1010 Wien, Schönlaterngasse 9
FREIER EINTRITT!
Weitere Informationen finden Sie hier.
am 04.04.2008 14:32



