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30.08.2008
Hannspeter Winter-Preis geht...
Wien 4.,Wieden - eZine (15 Beiträge von 2 AutorInnen online)
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Wien 4.,Wieden: Hannspeter Winter-Preis geht an Nachwuchsphysikerin Bianca Mladek

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Wien 4.,Wieden - eZine - Hannspeter Winter-Preis geht an Nachwuchsphysikerin Bianca Mladek - TU Wien - Die Nachwuchsphysikerin Bianca Mladek sitzend bei der Preisverleihung des Hannspeter Winter-Preises, den sie für ihre Dissertation auf dem Gebiet der Weichen Materie erhielt
Bildquelle: TU Wien - Die Nachwuchsphysikerin Bianca Mladek sitzend bei der Preisverleihung des Hannspeter Winter-Preises, den sie für ihre Dissertation auf dem Gebiet der "Weichen Materie" erhielt

Die gebürtige Wienerin Bianca Mladek wurde am 25. Juni 2008 für ihre Dissertation auf dem Gebiet der “Weichen Materie” an der Technischen Universität (TU) Wien ausgezeichnet. Der im Andenken an Professor Hannspeter Winter 2007 ins Leben gerufene Preis soll die Leistungen von Frauen in Forschung und Technik anerkennen.

Das Gebiet der “Weichen Materie” in der Physik ist einem relativ jungen und stark interdisziplinären Forschungsbereich zuzuordnen. Bianca Mladek, die derzeit am Institut für Atom- und Molekularphysik in Amsterdam forscht, wählte es zu ihrem Dissertationsgebiet und untersuchte ein scheinbar widersprüchliches Phänomen der “Weichen Materie”. Dazu gehören viele Stoffe, denen man tagtäglich begegnet, wie zum Beispiel Lebensmittel oder Kosmetika, aber auch biologische Systeme oder technologisch relevante Substanzen, wie Polymere oder Dendrimere. Basierend auf einer Art Vorhersage, dass es weiche Teilchen geben könnte, die – obwohl sie einander abstoßen – dennoch stabile Klumpen (Cluster) bilden, untersuchte Mladek diese Hypothese. Die von ihrem Doktorvater Gerhard Kahl, Professor am Institut für Theoretische Physik der TU Wien, als Vollblutwissenschafterin bezeichnete Bianca Mladek konnte das Phänomen vollständig aufklären. Mit Hilfe von theoretisch-numerischen Methoden zeigte die 27jährige Physikerin, dass die thermodynamischen Agglomerate (Cluster) der Weichen Materie sich unter Kompression gänzlich anders verhalten, als Kristalle der harten Materie. Darüber hinaus zeigte die sub auspiciis-Promovendin mit Hilfe der computerunterstützten Materialwissenschaften, dass man derartige Teilchen im Labor synthetisieren kann.

Mag. Renate Winter, die Witwe des verstorbenen TU-Professors und Vorstandes des Institutes für Allgemeine Physik Hannspeter Winter (1941 – 2006) vergibt den gleichnamigen Preis jährlich an eine junge Absolventin des Doktoratsstudiums der TU Wien für ihre wissenschaftlichen Leistungen. Der Preis, der 2008 zum ersten Mal vergeben wird, ist mit 10.000 Euro dotiert und wird aus Erträgen der BA/CA-Stiftung sowie aus dem Budget der TU Wien gespeist.

Bianca Mladek wurde am 2. Juli 1980 in Wien geboren und studierte an der Universität Wien Physik. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit begann sie im Jahr 2002 eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Theoretische Physik der TU Wien. Am gleichen Institut begann Mladek auch im Jahr 2004 ihre Doktorarbeit zu schreiben. Im Oktober 2007 schloss sie ihre Dissertation mit dem Titel “Exotic phenomena in the phase behaviour of soft matter systems” mit Auszeichnung ab. Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse haben bereits zu drei Publikationen in der renommierten Zeitschrift Physical Review Letters geführt und wurden in der Zeitschrift Nature kommentiert. Zeitgleich wurde Bianca M. Mladek am 25. Juni 2008 auch mit dem Zonta-Preis geehrt.


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