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25.07.2008
Der Trend zu größeren Autos ...
Auto, Motor, Boote (4 Beiträge online)
Weblog zum Thema Auto, Motorrad, Boote, Fahrrad, Eisenbahn, Flugzeug usw.
Wie kommt jemand intelligent von A nach B?

Auto, Motor, Boote: Der Trend zu größeren Autos wird nicht einfach zu stoppen sein

Channel: Auto/Motor
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Auto, Motor, Boote - Der Trend zu größeren Autos wird nicht einfach zu stoppen sein - startblatt - Autoparktplatz mit bemerkenswert großen und stark motorisierten Fahrzeugen
Bildquelle: startblatt - Autoparktplatz mit bemerkenswert großen und stark motorisierten Fahrzeugen

“Die Automobilindustrie deckt nicht die Bedürfnisse der Kundschaft, sie weckt bei ihr Bedürfnisse, die sie durch das Angebot stillt: So funktioniert das Phänomen Auto.“
(Auszug aus einem Interview mit Daniel Goeudevert1, NZZ-Folio 10/2007, S. 65)

Was Hr. Goeudevert trefflich formuliert bedarf noch einer weiteren Präzisierung, die es letztlich möglich machen sollte, zu verstehen, warum die Autos immer größer und die Motorstärken immer unnotwendiger werden.

Der Mensch ist ein mehr oder weniger reflektiert denkendes Wesen. Im Unterschied zu den meisten Tiergattungen besitzt er die Fähigkeit, über die Konsequenzen seines eigenen Tuns nachzudenken. Diese Fähigkeit, zumeist als Moral bezeichnet, ermöglicht es ihm, wunderbare Dinge hervorzubringen, wie z.B. soziales und solidarisches Handeln im Sinne der Gemeinschaft.

Nein, Stopp – dem ist eben genau nicht so!

Denn diese wunderbare Fähigkeit des sozialen Handelns besitzen Tiere genau so und im Unterschied zum Mensch setzen Sie diese vollkommen kompromisslos ein, denn Tiere handeln innerhalb der eigenen Gattung2 niemals gegen die eigenen Mit-Tiere und verhalten sich überaus sozial.

Der Mensch ist zweifellos ein Wesen, das unterschiedlich mehr als Tiere über sein eigenes Tun nachdenken kann. Diese Fähigkeit führt in erster Linie jedoch zu den einzig beim Menschen zu beobachtenden Phänomenen, wie Eifersucht, Neid, Gier, Herrschsucht, Minderwertigkeit.

Vor allem das letzte, die Minderwertigkeit erklärt ganz einfach, warum Autos immer größer und Motoren immer stärker werden. Gewiss, wie Hr. Goeudevert richtig und erfahren bemerkt, nicht weil es die KonsumentInnen derartig besonders reklamieren würden, sondern weil eben in den Führungsetagen der entsprechenden Konzerne derartige Menschen sitzen, die Ihrer Eifersucht, ihrem Neid, ihrer Gier und Herrschsucht und letztlich ihre Minderwertigkeit nicht überkommen können.

Sie sind verantwortlich dafür, dass unnötig große und unnötig starke Fahrzeuge produziert werden und auf den Markt kommen, die Markting- und Propaganda-Maschinerie der Boulevard-Medien macht diese Fahrzeuge dann zu Status-Symbolen und die KonsumentInnen tun letztlich, wofür sie, weil sie Menschen sind, einfach zu verführen sind. Sie befriedigen Ihre Eifersucht, Neid, Gier, Herrschsucht und Minderwertigkeit durch große und unnotwendig starke Fahrzeuge. So geht das immerfort weiter, bis es zu einem existenzbedrohenden Zustand kommt.

Toyota, das vermehrt auf asiatische Tugenden (wieder) setzt und somit die Vermeidung von Hochmut, Arroganz und Verschwendung als größte Herausforderung ansieht, lässt Hoffnung aufkommen und bringt enorme Bewegung in die sonst egozentrisch-arrogante und somit eher menschlich primitive Auto- und Motor-Branche3.

Die Zukunft kann letztlich nur in flexiblen Lösungen liegen, die den jeweiligen regionalen Ressourcen entsprechen. Dort wo es Wasser gibt, bietet sich Wasserstoff als Antriebslösung an, dort wo es Getreide gibt, bietet sich Biogas als Antriebslösung an, dort wo es Erdgas gibt, kann mit Erdgas noch lange gefahren werden.

Die Lösungen für ökologisch und sozial verträgliche und letztlich auch wirtschaftlich erfolgreiche Fahrzeuge sind einfach, die Technologien längst entwickelt, einzig Eifersucht, Gier, Neid, Herrschsucht und Minderwertigkeit lassen sich nur äußerst hartnäckig therapieren.


1 Daniel Goeudevert hat es als Literatur Absolvent in Paris nach seinem Ausstieg aus der Wissenschaft an die Spitze verschiedener Automobilkonzerne geschafft. Zuletzt war er Vorstandsmitglied der Volkswagen AG, wo er als „Querdenker“ beschimpft wurde.

2 Mit Ausnahme von ganz wenigen Beispielen.

3 Toyota hat mit dem Prius als erster Automobilhersteller ein Hybrid-Auto auf den Markt gebracht und bislang sehr erfolgreich verkauft.


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