<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss xmlns:taxo="http://purl.org/rss/1.0/modules/taxonomy/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" version="2.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:trackback="http://madskills.com/public/xml/rss/module/trackback/">
  <channel>
    <title>Auto, Motor, Boote</title>
    <link>http://www.startblatt.net/blogs/auto-motor-boote/</link>
    <description>Weblog zum Thema Auto, Motorrad, Boote, Fahrrad, Eisenbahn, Flugzeug usw.&lt;br/&gt;
Wie kommt jemand intelligent von A nach B?</description>
    <language>en-US</language>
    <ttl>60</ttl>
    <generator>http://www.sporkmonger.com/projects/feedtools/</generator>
    <item>
      <title>Superkarren: Scorpion</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/auto-motor-boote/superkarren-scorpion</link>
      <dc:creator>Redaktion Auto-Motor</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p>Schnell, schön und ökologisch. Bislang war das eine unvorstellbare Kombination. Aber seit Rohstoffe knapper werden, gelingen nun ja doch einige vorzeigbare Exemplare guten Designs und intelligenter Technologie im Eco-Bereich, die nicht den ästhetischen Geschmackssinn beleidigen.</p>


	<p>Der Scorpion des texanischen Unternehmens Ronn Motors ist in jedem Fall ein Hybrid-Fahrzeug, das sich sehen lassen kann. Es handelt sich dabei um einen 2-Sitzer, der mit seiner 3,5 Liter großen V6-Maschine aus Aluminium-Magnesium-Guss und einer Leistung von 289 PS, die auf Wunsch von einem Biturbo bis auf 450 PS aufgeblasen wird, jeden Autofan in einen Ökofan mutieren lässt &#8211; vor allem, wenn er erfährt, dass sich der Verbrauch herkömmmlicher Kraftstoffe um bis zu 50 Prozent senken lässt.</p>


	<p><img src="http://files.startblatt.net/wfile/fn/385/Ronn_Motors_Scorpion.jpg" title="Ronn Motors_Scorpion" alt="Ronn Motors_Scorpion" /></p>


	<p>Die Antriebsidee dahinter ist recht clever: während man fährt, produziert die Lichtmaschine ständig per Elektrolyse aus Wasser in einem mitgeführten Tank reinen Wasserstoff &#8211; gerade soviel wie gerade benötigt wird. Der Wasserstoff wird im Motor dann dem konventionellen Kraftstoff zugeführt. Dadurch entsteht ein Gemisch mit 30 bis 40 Prozent Wasserstoffanteil. Saubere Verbrennung und niedriger Verbrauch an fossilen Antriebsmitteln sind dadurch garantiert. Das Wasser für die Elektrolyse kommt im übrigen aus einem separaten Tank an Bord. Auf Brennstoffzelle und Hochdrucktank kann bei dieser Technologie vollständig verzichtet werden. Denn im Grunde handelt es sich beim Antrieb um einen konventionellen Motor mit eigens ausgerüsteten Brennräumen, bei dem das Knallgas allerdings nicht gespeichert wird, da es &#8220;on demand&#8221; erzeugt wird. Das bedeutet aber auch, dass der Scorpion nicht auf ein Netz aus Wasserstofftankstellen angewiesen ist.</p>


	<p>Die Gesamtkomposition aus &#8220;Schnell&#8221;, &#8220;Schön&#8221; und &#8220;Öko&#8221; nennt sich dann aus Herstellersicht ein &#8220;hydrogen-hybrid eco-exotic premium sportscar&#8221;, wie auf der Webseite von Ronn Motors zu lesen ist.</p>


	<p>Der Scorpion wird allerdings erst 2009 zu haben sein und dann für 150.000 Dollar. Aber die Rettung unseres Planeten muss es uns wert sein.</p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Fri, 03 Oct 2008 15:59:46 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/auto-motor-boote/superkarren-scorpion</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Superkarren: Koenigsegg</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/auto-motor-boote/superkarren-koenigsegg</link>
      <dc:creator>Redaktion Auto-Motor</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p>In Ängelholm, Schweden, begann 1993 Christian von Königsegg mit der Entwicklung von Supersportwagen. Seine Vision: die &#8220;reine Fahrmaschine&#8221; mit geringem Gewicht, hoher Motorleistung und aus hochwertigen Materialien. Seit 2000 produziert Königsegg nun solche &#8220;reinen Fahrmaschinen&#8221; in Serie.</p>


	<p>Die bisher auf den Markt gebrachten Modelle sind der Koenigsegg <span class="caps">CC8S</span>, CCR und <span class="caps">CCX</span>. Um falschen Vorstellungen gleich vorzubeugen: die Supersportwagen von Königsegg sind streng limitiert und für normalsterbliche AutofahrerInnen nicht käuflich. Preis für den aktuellen Königsegg <span class="caps">CCXR</span>: ca. 1,3 Mio Euro.</p>


	<p>Allerdings träumen darf frau/man trotzdem, und zwar</p>


	<p>von der Königsegg Karosserie mit Karbonfaser-Chassis, einem Stahlrahmen im Frontbereich sowie einen Aluminium-Rahmen im Heck und davon dass die gesamte Karosserie aus Kohlefaser besteht und es daher eine zehnjährige Garantie auf Durchrostungen gibt;</p>


	<p>vom sogenanntes Targadach, welches herausgenommen und im 120 Liter großen Gepäckraum untergebracht werden kann;</p>


	<p>von einer Mischung aus normalen Fahrzeugtüren und Flügeltüren, die sich beim Öffnen zuerst von der Karosserie entfernen und und dann senkrecht nach oben schwenken, und in geöffnetem Zustand elegant senkrecht hinter den Vorderrädern zum Stehen kommen;</p>


	<p>von einem cw-Wert der Karosserie bei 0,297 und einer die Stirnfläche von 1,825 Quadratmeter;</p>


	<p>von Karbonfasersitzen mit Bezügen aus Leder, Alcantara sowie dem von der <span class="caps">NASA</span> entwickelten Werkstoff Tempur, welcher sich der Körperform anpasst.</p>


	<p>von einem V8-Rennmotor mit 4,7 Litern Hubraum und doppelter Kompressoraufladung zur Leistungssteigerung, der Aluminiumlegierungen aus der Luftfahrt sowie die Werkstoffe Titan und Karbonfaser intelligent verbindet und ein Motorgewicht von 210 kg aufweist.</p>


	<p>von einem Supersportwagen mit einem Ethanol/Benzin -Motor und 1.018 PS.</p>


<hr />


	<p><em><strong>Koenigsegg <span class="caps">CCX</span> &#38; <span class="caps">CCXR</span></strong></em></p>


	<p>Name: Koenigsegg <span class="caps">CCX</span><br/>
Motor: V8 <br/>    
Hubraum: 4,7 Liter <br/>    
Leistung: 888 PS bei 7.000/min.<br/>    
Drehmoment: 920 Nm bei 5.800/min.<br/>    
Leistungsgewicht: 1,59 kg/PS<br/>     
Top-Speed: Über 395 km/h<br/>
0 &#8211; 100 km/h: 3,2 s<br/>
0 &#8211; 200 km/h: 9,2 s <br/></p>


	<p>Name: Koenigsegg <span class="caps">CCRX</span> <br/>
Motor: V8 <br/>
Hubraum: 5,0 Liter <br/>    
Leistung: 1.018 PS bei 7.000/min.<br/>      
Drehmoment: 1.060 Nm bei 5.600/min.<br/>      
Leistungsgewicht: 1,26 kg/PS <br/>     
Top-Speed: Über 400 km/h <br/>
0 &#8211; 100 km/h: 3,2 s <br/>
0 &#8211; 200 km/h: 8,9 s <br/></p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Wed, 23 Apr 2008 21:54:38 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/auto-motor-boote/superkarren-koenigsegg</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Agrarsprit &#8211; teuer, umweltsch&#228;dlich, ineffizient, ethisch bedenklich!</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/auto-motor-boote/agrarsprit--teuer-umweltschaedlich-ineffizient-ethisch-bedenklich</link>
      <dc:creator>Redaktion Auto-Motor</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p><strong>Umweltschädlicher Agrarsprit</strong></p>


	<p>Es hat einige Zeit gedauert, doch jetzt lassen sich die Hiobsbotschaften im Zusammenhang mit der Agrarspriterzeugung nicht mehr länger unter den Tisch kehren.</p>


	<p>Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) hat im September 2007 zutage gebracht, dass Agrarsprit kaum einen Nutzen besitzt. Agrarsprit trägt fast nichts zur Verringerung des <span class="caps">CO2</span> bei, verbrauche viel mineralisches Öl in der Herstellung und es müsse mit drastisch steigenden Lebensmittelpreisen gerechnet werden, wenn landwirtschaftliche Flächen vermehrt
zur Produktion von Pflanzen für die Erzeugung von Agrarsprit verwendet werden.<br/>
Die Studie beschreibt einen verhängnisvollen Kreislauf, einen Teufelskreis. Bei der Produktion von Agrarsprit müssen große Mengen an Erdölprodukten eingesetzt werden, was wiederum den Erdölpreis und die Nachfrage nach Agrarsprit erhöht und als weitere Konsequenz Verteuerung und Verknappung bewirkt.<br/>
Die Studie konzediert zwar, dass der Einsatz von Agrarsprit den <span class="caps">CO2</span>-Ausstoss der Kraftfahrzeuge senkt, im Herstellungsprozess jedoch werden große Mengen <span class="caps">CO2</span>
freigesetzt.</p>


	<p><strong>Die Studie empfiehlt, die gesetzlich verordnete Beimischung von Agrarsprit zu den Treibstoffen fallen zu lassen.</strong></p>


	<p>Im Oktober 2007 wurde eine Untersuchung des Nobelpreisträgers Paul Crutzen – emeritierter Chemieprofessor am Max-Planck-Institut – bekannt, die dem Agrarsprit wenig Wirkung bei der Vermeidung von Treibhausgasen zuspricht. Da bei der Erzeugung agrarischer Rohstoffe für Agrarsprit viel gedüngt werden muss, entweiche
auch mehr <span class="caps">N2O</span> (Lachgas). <strong>Lachgas ist rund 300mal treibhauswirksamer als <span class="caps">CO2</span> (Kohlendioxyd), dadurch könnte die Erzeugung von Agrarsprit den Klimawandel sogar noch beschleunigen. Besonders schlecht schneiden in der Untersuchung Raps, Mais und Weizen ab.</strong> Lediglich Ethanol auf Basis von Zuckerrohr steht laut Crutzen in der Klimabilanz besser da, weil es im Gegensatz zu den anderen Nahrungsmittelpflanzen kaum gedüngt werden muss.</p>


In einem Kommentar führt Helmut Haberl &#8211; Österreichs 
Vertreter im wissenschaftlichen Beirat der Europäischen Energieagentur (EEA) &#8211; unter
anderem aus, dass, 
	<ul>
	<li><em>„egal ob Agrodiesel aus Raps oder Agroethanol aus Getreide: In jedem Fall wird mit viel Kunstdünger, Pestiziden und Traktoren ein hochwertiges Produkt wie Getreidekörner oder Rapssaat erzeugt. Das bedeutet, dass nur ein Teil der Pflanze genutzt werden kann, nämlich jener, der auch für menschliche Ernährung oder als Futtermittel geeignet wäre. Diese Biomasse wird dann in aufwändigen Chemo-Verfahren so umgewandelt, dass ein flüssiger Kraftstoff für Motoren entsteht.</em><br/>
<em>Die Energiebilanz dieser Prozedur ist deplorabel. Eine Einheit Fossilenergie, meist Erdöl oder Erdgas, die man in die Gewinnung von Agrotreibstoffen hineinsteckt, liefert unter mitteleuropäischen Verhältnissen bestenfalls drei Einheiten Energie in Form von Agrotreibstoffen“<sup><a href="#fn1">1</a></sup>.</em></li>
	</ul>


Er erwähnt weiters: 
	<ul>
	<li><em>„So könnte etwa Österreich im Jahr 2020 selbst bei Nutzbarmachung aller geeigneten Flächen für die Gewinnung von Diesel aus Raps nur etwa ein Prozent des heimischen Treibstoffbedarfs decken, der Rest der angestrebten zehn Prozent müsste importiert werden“<sup><a href="#fn1">1</a></sup>.</em></li>
	</ul>


	<p>Die <span class="caps">EEA</span> hat in einer öffentlichen Erklärung der EU dringend empfohlen, von ihrem deklarierten Ziel, den Anteil an Agrartreibstoffen bis 2020 auf zehn Prozent zu erhöhen, abzurücken.</p>


	<p><strong>Stark steigende Lebensmittelpreise lösen derzeit weltweit soziale Unruhen aus</strong></p>


	<p>Ob Weizen, Reis, Mais, Milch oder Ölsaaten – die Preise für Grundnahrungsmittel haben innerhalb eines Jahres dramatisch zugelegt. So stiegen die Preise für Weizen
um 83%, für Milchprodukte um 84% und für Ölsaaten um 75%. Reis wurde überhaupt zum Luxusgut; derzeit werden 800 Dollar für eine Tonne bezahlt<sup><a href="#fn2">2</a></sup>, das sind fast 100% mehr als noch zu Jahresbeginn 2008. Die Verteuerung der Lebensmittel ist global spürbar und verursacht besonders bei den armen Bevölkerungsschichten eine weitere Verarmung.</p>


	<p>Begonnen hatte es mit einer, bei uns kaum zur Kenntnis genommenen Meldung vom August 2007 über schwere Unruhen in Mexiko, die durch die innerhalb weniger Wochen um 50% angestiegenen Preise für Tortilla-Maismehlfladen ausgelöst wurden. Die mexikanische Regierung musste eine amtliche Preisregelung einführen.</p>


	<p>Anfang November 2007 folgte eine ähnliche Nachricht aus Südafrika. Aus Sorge um die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung stoppte Südafrika die Herstellung von Biosprit aus Mais, einem Grundnahrungsmittel der armen Bevölkerung. Langfristig sollen nun nur noch zwei Prozent statt viereinhalb Prozent des Kraftstoffes aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen werden.</p>


	<p>Dann ging es Schlag auf Schlag. Die Meldungen über die exorbitanten Verteuerungen bei den Grundnahrungsmitteln häuften sich, weil der Preisauftrieb in Österreich und in der EU von einem immer lauteren Murren begleitet wurde. Durchschnittliche Teuerungsraten von über drei Prozent wirkten sich bei der Ausgabengruppe des Verbraucherpreisindexes (VPI) „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“  mit 7,6 Prozent und, bezogen auf die Nahrungsmittel allein, mit 8,3% aus.</p>


	<p><strong>Solch hohe Preissteigerungen fressen jede Lohn- und Pensionserhöhung  auf, da helfen weder Gusi-Hunderter noch Strompreisbonusse wie in der Steiermark.</strong></p>


	<p>Die steigenden Preise bei Weizen &#38; Co hat die Finanzspekulanten angelockt, da die viel versprechenden Aussichten auf überdurchschnittliche Gewinne eine attraktive Option gegenüber den fallenden Zins- und Aktienerträgen und den Verlusten aus den Hypothekengeschäften sind<sup><a href="#fn3">3</a></sup>.</p>


	<p>Das amerikanische „Department of Agriculture“ schätzt, dass auch 2008 der Bedarf an Weizen höher ist als das Angebot. Die Nachfragepreise für Weizen an der Chicagoer Handelsbörse stehen zurzeit bei 200 Dollar je Tonne. Der aktuelle Warenpreisindex des „Economist“ weist gegenüber dem Vorjahr für Nahrungsmittel eine Steigerung um rund 54% und für „West Texas Intermediate“ Rohöl  um rund 66% aus.
In Europa liegt der Preis für Rohöl der Marke „Brent“ per 17.04.2008 bei 112 Dollar/Barrel.</p>


	<p><strong>Mehrere Gründe sind für den horrenden Anstieg der Lebensmittelpreise verantwortlich:</strong></p>


	<ul>
	<li>● Der hohe Ölpreis bewirkt eine Verteuerung in allen Lebensbereichen, insbesondere bei den landwirtschaftlichen Produktions- und Transportkosten.</li>
		<li>● Immer mehr Getreide, Mais etc. wird wegen der erhöhten Nachfrage, den gesellschaftlichen Vorgaben und den höheren Gewinnaussichten zu Agrarsprit verarbeitet. Das verknappt das Angebot an Grundnahrungsmitteln.<br/>
<strong>Nach einem Hinweis der Weltbank wird für das Volltanken eines <span class="caps">SUV</span> Getreide im Äquivalent des Jahresverbrauches einer Familie benötigt.</strong></li>
		<li>● Der gestiegene Wohlstand in Indien, China und anderen südostasiatischen Ländern und das weitere Wachstum der Weltbevölkerung erhöht die Nachfrage nach Nahrungsmitteln, vor allem nach Fleisch. Da große Mengen an agrarischen Rohstoffen  zur Fütterung von Schweinen und Rindern verbraucht werden, fehlen diese als Grundnahrungsmittel im normalen Verbrauchszyklus. Um ein Kilogramm Schweinefleisch zu produzieren, werden drei Kilogramm Cerealien benötigt, bei Rindfleisch sind es acht Kilogramm.  </li>
		<li>● Geringere Ernten haben in den vergangenen Jahren zum Abbau der früher vollen Lager geführt und Spekulanten auf den Plan gerufen, die in der Hoffnung auf fette Gewinne in Nahrungsmittel investieren.</li>
	</ul>


	<p><strong>Weltbank und Internationaler Währungsfond warnen</strong></p>


	<p>Weltbank und Internationaler Währungsfond (IWF) haben wegen der Nahrungsmittelkrise und den in vielen Staaten aufgeflammten Unruhen über die nicht mehr leistbaren Preise Alarm geschlagen.</p>


	<p>Dominique Strauss-Kahn, der Chef des <span class="caps">IWF</span>, hält den weltweiten Anstieg der Lebensmittelpreise für mehr als dramatisch. Der seit drei Jahren zu beobachtende
Anstieg führte zu einer Verdoppelung des Preisniveaus in den armen Ländern.</p>


	<p>Nach Schätzungen des <span class="caps">IWF</span> könnten bis 100 Mio. Menschen in den Entwicklungsländern in noch größere Armut getrieben werden. Abdolreza Abbassian, Experte bei der Welternährungsorganisation (FAO), erwartet, dass die Rechnung der „Dritten Welt“ für die Lebensmitteleinfuhr im Jahre 2008 um 70% steigen und insbesondere für Getreide sich vervierfachen wird.</p>


	<p>Robert Zoellick, der Chef der Weltbank, fordert deshalb von der internationalen Staatengemeinschaft 500 Mio. Dollar an zusätzlichen Mitteln als Soforthilfe.</p>


	<p><strong>Der Profit geht vor</strong></p>


	<p>Doch weiterhin werden auf immer mehr landwirtschaftlichen Flächen Agrarspritpflanzen gezogen, letzte Beispiele sind Angola und Indonesien.</p>


	<p>In Angola, einem Land mit schweren Hungerproblemen, werden die Anbauflächen für Palmöl, einem Vorprodukt für Agrarsprit, auf Kosten der traditionellen Landwirtschaft verzehnfacht.</p>


	<p>In Indonesien werden durch Brandrodungen, welche zusätzlich den <span class="caps">CO2</span>-Ausstoss in die Höhe treiben, riesige Flächen für Palmölplantagen freigemacht. In der Region Riau ist die Fläche der Palmölplantagen von 400.000 auf 2.100.000 Hektar gestiegen<sup><a href="#fn4">4</a></sup>. Diese Anbauflächen müssen extrem gedüngt werden. Luft-, Boden- und Wasserverschmutzungen sind die Folge. Nebenbei ist der Reisanbau in dieser Region marginalisiert worden.</p>


	<p><strong>Riesige Wassermengen werden bei der Produktion von Agrarsprit verschlungen</strong></p>


	<p>Für einen Liter Agrarsprit aus Ölpalmen werden beim Anbau je nach Region bis zu 3.500 Liter Wasser benötigt.</p>


	<p>Bei der Erzeugung von Ethanol aus Mais, wie sie in den <span class="caps">USA</span> praktiziert wird, werden ebenfalls riesige Wassermengen verbraucht. Eine typische Ethanolfabrik in den <span class="caps">USA</span> mit einem jährlichen Ausstoß von 50 Mio. Gallonen Agrarsprit verbraucht rund 500 Gallonen Wasser pro Minute<sup><a href="#fn5">5</a></sup>.</p>


	<p>Wegen der starken Nachfrage, der steigenden Preise und der hohen Subventionen an die Agrarindustrie werden immer mehr klimatisch nicht geeignete Flächen für den Anbau von Getreide und Mais genutzt. Als Folge wird Wasser zur Mangelware, weil diese Flächen künstlich bewässert müssen.</p>


	<p><strong>Intelligente Maßnahmen setzen statt wirkungslose Subventionen für Agrarsprit verteilen</strong></p>


	<p>Anstatt, wie von den Experten empfohlen, die Agrarspriterzeugung aus Nahrungsmitteln wegen ihrer katastrophalen globalen Auswirkungen einzustellen, wird sie in Österreich entgegen aller Bedenken weiterhin forciert.</p>


	<p><em>Im heurigen Jahr soll die Agrarspritbeimischung bei den Treibstoffen von 4,4% auf 5,75% erhöht werden. Für den Autofahrer steht dadurch eine weiter Erhöhung des Treibstoffpreises von ein bis zwei Cent bevor.</em></p>


<strong>Zielführender wäre:</strong>
	<ul>
	<li>● die Herabsetzung der Fahrgeschwindigkeiten.
Ohne viel Aufwand und Komfortverzicht kann die Menge von Agrarsprit, die momentan dem Treibstoff für Pkw beigemischt wird, durch eine geringe Herabsetzung der erlaubten Höchstgeschwindigkeiten im Straßenverkehr beim Treibstoffverbrauch mehr als eingespart werden.<br/>
Der Luftwiderstand eines Kraftfahrzeuges hängt von der Fahrgeschwindigkeit ab. In die Formel für die Berechnung des Luftwiderstandes geht die zum Quadrat erhobene    Fahrgeschwindigkeit ein (v²). Erlaubte Fahrgeschwindigkeiten von 120 km/h auf Autobahnen und Schnellstraßen sowie von 80 km/h auf Landesstraßen bringen mehr als 10% Treibstoffersparnis; das ist jene Menge an Agrarsprit, die in Österreich bis 2020 dem Treibstoff beigemischt werden soll;</li>
		<li>● die Einschränkung der Zersiedlung durch die Aufnahme entsprechender Bestimmungen in den Raumordnungen der einzelnen Bundesländer;</li>
		<li>● die Reduzierung der Pendlerbeihilfe, falls nicht öffentliche Verkehrsmittel benutzt oder Fahrgemeinschaften gebildet werden;</li>
		<li>● die Förderung des Radfahr- und Fußgängerverkehrs, vor allem im großstädtischen Bereich.</li>
	</ul>


<hr />
	<p id="fn1"><sup>1</sup> <em>vgl. Tageszeitung &#8220;DerStandard&#8221; vom 11.04.2008</em></p>


	<p id="fn2"><sup>2</sup> <em>vgl. Tageszeitung &#8220;Kleine Zeitung&#8221; vom 02.04.2008</em></p>


	<p id="fn3"><sup>3</sup> <em>vgl. &#8220;The Economist&#8221; vom 23.02.2008</em></p>


	<p id="fn4"><sup>4</sup> <em>vgl. Tageszeitung &#8220;DerStandard&#8221; vom 12./13.04.2008</em></p>


	<p id="fn5"><sup>5</sup> <em>vgl. „The Economist“ vom 01.03.2008</em></p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Sun, 20 Apr 2008 23:19:59 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/auto-motor-boote/agrarsprit--teuer-umweltschaedlich-ineffizient-ethisch-bedenklich</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Der Trend zu gr&#246;&#223;eren Autos wird nicht einfach zu stoppen sein</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/auto-motor-boote/der-trend-zu-groesseren-autos-wird-nicht-einfach-zu-stoppen-sein</link>
      <dc:creator>Redaktion Auto-Motor</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p><em>“Die Automobilindustrie deckt nicht die Bedürfnisse der Kundschaft, sie weckt bei ihr Bedürfnisse, die sie durch das Angebot stillt: So funktioniert das Phänomen Auto.“</em><br/>
(Auszug aus einem Interview mit Daniel Goeudevert<sup><a href="#fn1">1</a></sup>, <span class="caps">NZZ</span>-Folio 10/2007, S. 65)</p>


	<p>Was Hr. Goeudevert trefflich formuliert bedarf noch einer weiteren Präzisierung, die es letztlich möglich machen sollte, zu verstehen, warum die Autos immer größer und die Motorstärken immer unnotwendiger werden.</p>


	<p>Der Mensch ist ein mehr oder weniger reflektiert denkendes Wesen. Im Unterschied zu den meisten Tiergattungen besitzt er die Fähigkeit, über die Konsequenzen seines eigenen Tuns nachzudenken. Diese Fähigkeit, zumeist als Moral bezeichnet, ermöglicht es ihm, wunderbare Dinge hervorzubringen, wie z.B. soziales und solidarisches Handeln im Sinne der Gemeinschaft.</p>


	<p><strong>Nein, Stopp &#8211; dem ist eben genau nicht so!</strong></p>


	<p>Denn diese wunderbare Fähigkeit des sozialen Handelns besitzen Tiere genau so und im Unterschied zum Mensch setzen Sie diese vollkommen kompromisslos ein, denn Tiere handeln <em>innerhalb der eigenen Gattung<sup><a href="#fn2">2</a></sup></em> niemals gegen die eigenen Mit-Tiere und verhalten sich überaus sozial.</p>


	<p>Der Mensch ist zweifellos ein Wesen, das unterschiedlich mehr als Tiere über sein eigenes Tun nachdenken kann. Diese Fähigkeit führt in erster Linie jedoch zu den einzig beim Menschen zu beobachtenden Phänomenen, wie Eifersucht, Neid, Gier, Herrschsucht, Minderwertigkeit.</p>


	<p>Vor allem das letzte, die Minderwertigkeit erklärt ganz einfach, warum Autos immer größer und Motoren immer stärker werden. Gewiss, wie Hr. Goeudevert richtig und erfahren bemerkt, nicht weil es die KonsumentInnen derartig besonders reklamieren würden, sondern weil eben in den Führungsetagen der entsprechenden Konzerne derartige Menschen sitzen, die Ihrer Eifersucht, ihrem Neid, ihrer Gier und Herrschsucht und letztlich ihre Minderwertigkeit nicht überkommen können.</p>


	<p>Sie sind verantwortlich dafür, dass unnötig große und unnötig starke Fahrzeuge produziert werden und auf den Markt kommen, die Markting- und Propaganda-Maschinerie der Boulevard-Medien macht diese Fahrzeuge dann zu Status-Symbolen und die KonsumentInnen tun letztlich, wofür sie, weil sie Menschen sind, einfach zu verführen sind. Sie befriedigen Ihre Eifersucht, Neid, Gier, Herrschsucht und Minderwertigkeit durch große und unnotwendig starke Fahrzeuge. So geht das immerfort weiter, bis es zu einem existenzbedrohenden Zustand kommt.</p>


	<p>Toyota, das vermehrt auf asiatische Tugenden (wieder) setzt und somit die Vermeidung von Hochmut, Arroganz und Verschwendung als größte Herausforderung ansieht, lässt Hoffnung aufkommen und bringt enorme Bewegung in die sonst egozentrisch-arrogante und somit eher menschlich primitive Auto- und Motor-Branche<sup><a href="#fn3">3</a></sup>.</p>


	<p>Die Zukunft kann letztlich nur in flexiblen Lösungen liegen, die den jeweiligen regionalen Ressourcen entsprechen. Dort wo es Wasser gibt, bietet sich Wasserstoff als Antriebslösung an, dort wo es Getreide gibt, bietet sich Biogas als Antriebslösung an, dort wo es Erdgas gibt, kann mit Erdgas noch lange gefahren werden.</p>


	<p>Die Lösungen für ökologisch und sozial verträgliche und letztlich auch wirtschaftlich erfolgreiche Fahrzeuge sind einfach, die Technologien längst entwickelt, einzig Eifersucht, Gier, Neid, Herrschsucht und Minderwertigkeit lassen sich nur äußerst hartnäckig therapieren.</p>


<hr />
	<p id="fn1"><sup>1</sup> <em>Daniel Goeudevert hat es als Literatur Absolvent in Paris nach seinem Ausstieg aus der Wissenschaft an die Spitze verschiedener Automobilkonzerne geschafft. Zuletzt war er Vorstandsmitglied der Volkswagen AG, wo er als „Querdenker“ beschimpft wurde.</em></p>


	<p id="fn2"><sup>2</sup> <em>Mit Ausnahme von ganz wenigen Beispielen.</em></p>


	<p id="fn3"><sup>3</sup> <em>Toyota hat mit dem Prius als erster Automobilhersteller ein Hybrid-Auto auf den Markt gebracht und bislang sehr erfolgreich verkauft.</em></p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Mon, 29 Oct 2007 22:16:12 +0100</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/auto-motor-boote/der-trend-zu-groesseren-autos-wird-nicht-einfach-zu-stoppen-sein</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Das Rad und was es zun&#228;chst war</title>
      <link>http://www.startblatt.net/blogs/auto-motor-boote/das-rad-und-was-es-zunaechst-war</link>
      <dc:creator>Redaktion Auto-Motor</dc:creator>
      <content:encoded>
        <![CDATA[<p>Die Erfindung des Rades war für die Entwicklung der Menschheit vor tausenden Jahren eine entscheidende Wende, wenngleich sich wohl nie genau herausstellen wird, wann und wo genau sich dieser Kristallisationsmoment ereignet hat. Es ist wohl anzunehmen, dass es zu unterschiedlichen Zeitpunkten an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen Kulturen passiert ist.</p>


	<p>Durch das Rad wurden zunächst wichtige Bewegungsaufgaben wesentlich erleichtert, wobei sich das Bewegen sehr wahrscheinlich zu Beginn der Erfingung des Rades weitestgehen auf den Transport von Gegenständen von A nach B beschränkte.</p>


	<p>Das Nachdenken über die Möglichkeiten durch das Rad im Transport von Menschen hat dabei sehr wahrscheinlich eine wesentlich kürzer Tradition.</p>


	<p>Für die Unterstützung des Menschen bei der Überbrückung von Wegstrecken blieben überraschend lange Nutztiere (Kamele, Elefanten, Esel und sehr wahrscheinlich auch viel früher, als hinlänglich angenommen, Pferde) domminierend.</p>]]>
      </content:encoded>
      <pubDate>Thu, 13 Sep 2007 06:26:08 +0200</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">http://www.startblatt.net/blogs/auto-motor-boote/das-rad-und-was-es-zunaechst-war</guid>
    </item>
  </channel>
</rss>
