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eZine von Redaktion
Community - startblatt Call 2.0: Lust und andere Kleinigkeiten
Bildquelle: startblatt_Call_Lust
Liebe Userinnen und User,
Lust gehört wohl zu den interessantesten aber auch komplexesten Themen des menschlichen Daseins. Obwohl in unserer Welt omnipräsent, da konsumfördernd, gerät sie immer mehr zu einem Phänomen der Sexualität denn des Genusses im weitesten Sinne. Lust und Sex, das scheint mittlerweile offenbar untrennbar miteinander verbunden zu sein. Da stellt sich doch die Frage: Wie konnte eine solche Reduktion auf das Geschlechtliche passieren? Da möchte man/frau mit dem Finger auf Freud zeigen und schreien: der war’s mit seinem Phallus, Ödipus und sonstigem Gequatsche. Oder doch nicht?
Nun wie auch immer die Entscheidung in dieser Schuldfrage ausgehen mag, fest steht, dass die uns gesandten Beiträge hauptsächlich das “eine” im Kopf und schließlich auch auf Papier hatten, als es um die Lust ging.
Wobei natürlich im gleichen Atemzug hinzuzufügen ist, dass mit Kritik an der offenbar wahrgenommen Überforderung mit der Lust nicht gespart wurde. Vielen Dank an dieser Stelle den AutorInnen für die Gesellschaftskritik und dass sie den Beweis erbracht haben, dass der Mensch (zumindest unsere UserInnen) nicht nur lust- sondern auch vernunftgesteuert sind. Offenbar haben sich doch einige Ideen Kants sich im Kampf der Ideen durchgesetzt.
Und Hedonismus scheint in keinem Widerspruch zur Kritik zu stehen.
Neben allem Verstand soll jedoch die fleischliche Komponente dabei nicht ausgeblendet bleiben, wobei wir uns jedoch nicht den herkömmlichen Anforderungen beugen wollten und diesen lieber etwas Frisches, Freches und (dennoch) Tabuloses entgegensetzen wollten (Ja, auch uns in der Redaktion werden die verfügbaren Erotik-Pics manchmal langweilig).
Deshalb haben wir in diesem Call den Bildern und Texten des Schweizers Lovolust einen Schwerpunkt gewidmet, der sein “Sexizitätswerk” (Lovolust) stramm aufrecht, verknotet und verkabelt und in unmöglichen Situationen dem Frauen-Intimbilder-Mainstream entgegenhält, um, wie er selbst schreibt, kreativ und fantasievoll “frischen Wind” in das Einerlei des Erotik-Angebots zu bringen. In seinen Texten nimmt er mit Ironie und Humor die “Männlichkeit” aufs Korn und verrät uns sein persönliches Fitnessprogramm für ein echt männliches “Sexpack”. Und die Bilder veröffentlichen wir unzensuriert – schließlich sind sie als Kunst zu verstehen und bei Schiele wird ja auch im Museum kein schwarzer Balken über die gewissen Teile gemalt. Oder?
Also viel Vergnügen beim Lesen der Beiträge wünschen
K.B. und P.S.
P.S.: Wir bedanken uns an dieser Stelle auch bei über 150.000 BesucherInnen von startblatt im Monat Jänner 2008!




