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144..Potsdam - HFF-Film „Havet – das Meer“ auf der Berlinale Shorts
Bildquelle: (c) Jöns Jönsson - Still aus dem Film „Havet – das Meer“.
Jöns Jönssons “Havet – das Meer” entstand als Filmübung im 2. Studienjahr Regie. Der Film erzählt von Pelle und Agneta, einem Ehepaar um die 60. Sie haben sich eingerichtet in ihrem Haus am Meer, in dem kleinen Ort irgendwo an der südschwedischen Ostseeküste, wo sie immer noch als die Zugezogenen gelten. Seit die Tochter in der Stadt lebt, ist ihr Alltag stiller geworden. Pelle, krank vom vielen Rauchen, fällt es schwer, seine körperliche Schwäche anzunehmen und Agnetas Mitgefühl auszuhalten. Ein Film über verlorene Leidenschaft, Leere, die Liebe und das Leben.
Für die Hauptrollen konnte Jöns Jönsson mit Ann Petrén und Lennart Jähkel zwei in seinem Heimatland Schweden sehr bekannte Schauspieler gewinnen. Das Berlinale Publikum kennt beide bereits aus früheren Filmen.
„Keine schöne Photographie, keine schönen Bilder, sondern notwendige Bilder, notwendige Photographie“. Diesem gestalterischen Konzept des französischen Regisseurs Robert Bresson folgten Szenenbildnerin Gisela Hesser und Kameramann Thomas Moritz Helm: Gediegener Komfort als aufgeräumte, farblose Wüste – unaufdringlich, fast zurückhaltend eingefangen von einer Kamera, die sich angenehm dem szenischen Spiel unterordnet.
Jöns Jönsson wurde 1981 in Stockholm geboren. Seine Eltern – Mutter Malerin und Vater Musiker – übten schon früh „einen gewissen Kulturzwang“ auf ihn und seine vier Geschwister aus. Mit 11 Jahren durfte er mit dem Vater „Erwachsenenfilme“ sehen und schwärmte fortan für Scorcese und Robert de Niro. Ein Jahr später dreht er seine eigenen Gangsterfilme mit einer kleinen Hi8-Kamera. Nach dem Abitur 2000 arbeitet er als Briefträger in Stockholm, bevor er in Lund Kulturwissenschaft und Italienisch studiert. Die Sprache führt ihn nach Italien und Geldnot wieder zurück nach Schweden, wo er als Lagerarbeiter sein Brot verdient, einen Kurzfilm dreht und ein Theaterstück schreibt, bei dem er auch Regie führt. Um Deutsch zu lernen und weiter Filme zu drehen, kommt Jöns Jönsson 2004 nach Berlin. Seit 2006 studiert er an der HFF „Konrad Wolf“ Regie. Hier entstanden zunächst zwei Kurzfilme: „What’s my name“ (2006) und „Der Stein hat ein Gedächtnis“ (2007).
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