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06.10.2008
Finanzierung und Geld vom Ka...
200..Hamburg (1 Beiträge von 1 AutorInnen online)
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200..Hamburg - Finanzierung und Geld vom Kapitalmarkt / Finanzmarkt

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Privatplatzierung zur Kapitalbeschaffung von Finanzmitteln für Industrieunternehmen und KMU

Immobilien, computergesteuerte Produktionsanlagen und personalgestützte Dienstleistungen sind ebenso kapitalintensiv wie hochwertige Sachanlagen, Maschinen oder sonstige Produktionsmittel. Das dafür erforderliche, aber nicht vorhandene Eigenkapital stellt oft eine unüberwindliche Hürde zur weiteren Unternehmensexpansion dar. Sich bietende Marktchancen können nicht genutzt werden und das Wachstum zur optimalen Unternehmensgröße mit dem Ergebnis einer günstigen Kosten- und Ertragsstruktur scheint nicht greifbar. Um dennoch dieses Ziel mit Gewinnmaximierung zu erreichen, bietet der freie Kapitalmarkt bzw. der Risikokapitalmarkt für Unternehmensbeteiligungen einen vielfach erprobten Weg zur nicht nur banken-, sondern in jeglicher Hinsicht unabhängigen Unternehmensfinanzierung ohne die Bestellung von Sicherheiten und ohne Einflussnahme der KapitalgeberInnen. Der (freie) Kapitalmarkt, der für jedes Unternehmen zugänglich ist, ist ein leistungsfähiger Finanzmarkt, an dem jedes Jahr ca. € 20 – 25 Mrd. in Industrieunternehmen und KMU´s zur Unternehmensfinanzierung verteilt und investiert werden.

Weitere TeilhaberInnen? Keine Besorgnis: die KapitalgeberInnen werden nicht zu tätigen PartnerInnen, die in das Tagesgeschäft hineinreden und die unternehmerische Entscheidungsfreiheit einschränken. Es kommt kein/e Großanleger/in mit Stimmrechtsmacht und möglicherweise beherrschendem Einfluss, der/die das Heft aus der Hand nehmen könnte. Vielmehr beteiligen sich breitgestreut eine Vielzahl von stimmrechtslosen PrivatinvestorInnen und KleinanlegerInnen, die ausschließlich ein Dividenden- und Gewinninteresse haben. Erfahrungsgemäß liegen die durchschnittlichen Beteiligungshöhen von PrivatanlegerInnen zwischen Euro 15.000,- bis Euro 35.000,-.

Bei entsprechender rechtlicher Gestaltung sind die AnlegerInnen- und InvestorInnengelder für das Emissionsunternehmen kein Fremdkapital und stellen deshalb keine zu passivierenden Verbindlichkeiten dar, die die Eigenkapitalquote belasten bzw. verringern. Vielmehr erhält das Unternehmen mit richtiger konzeptioneller Gestaltung durch die Beteiligungsemission weiteres, breit gestreutes haftendes Eigenkapital ohne Stimmrecht (= Mezzanine-Kapital). Der/die mittelständische Unternehmer/in bleibt damit alleinige/r Entscheidungsträger/in in seinem/ihrem Unternehmen. Er/Sie erzielt eine erhebliche Verbesserung der Bilanzstruktur seines/ihres Unternehmens und erreicht eine angemessene bis sehr gute Eigenkapitalziffer im Verhältnis zur Bilanzsumme. Mit einer besseren Bilanzstruktur, einer höheren Eigenkapitalquote und damit einer gestiegenen Bilanzsumme lassen sich Unternehmens- und Privatinteressen (persönliche Enthaftung, Gewinnentnahme etc.) des/der Unternehmers/Unternehmerin besser umsetzen.

Die rechtliche Gestaltung sieht z. B. im Rahmen von mitunternehmerischen Beteiligungen vor, dass keine Gesellschafterversammlungen unter Beteiligung von AnlegerInnen abzuhalten sind. Zudem können die Beteiligungsbedingungen interessensgerecht für das Unternehmen gestaltet werden. Der gesamte Entscheidungsbereich und Einfluss auf den Betrieb bleibt voll bei dem/der mittelständischen Unternehmer/in. Er/Sie erhält preiswertes, ausschließlich chancenorientiertes Haftungs- und Risikokapital und gewährt dafür einen quotalen Gewinnanspruch, den der/die Unternehmer/n zudem durch die operative Geschäftspolitik und durch ergänzende Bilanzstrategien steuern kann. So gewinnt der/die Unternehmer/in über die Kapitalmarktemission seine volle Markt- und Handlungsfähigkeit zurück und löst sich aus der Abhängigkeit von Banken und deren Pfändungsfesseln. Die mangelnden Einflussmöglichkeiten stehen nicht im Gegensatz zum beispielsweise erhöhten wirtschaftlichen Risiko einer unternehmerischen Beteiligung und dem damit grundsätzlich anzunehmenden Interesse der Kapitalgeber, auf die Verwendung der angelegten Gelder Einfluss nehmen zu wollen.

Denn faktisch besteht seitens der AnlegerInnen bei Einlagen in Höhe von Euro 15.000,- bis Euro 35.000,- tatsächlich kaum Interesse, sich umfassend und andauernd mit der Kapitaleinlage zu beschäftigen. Der AnlegerInnenwunsch geht vielmehr dahin, dass die zu erwartenden Dividenden möglichst erwirtschaftet werden, man sich im übrigen aber nicht viel um das Investment kümmern muss.

Mezzanine-Finanzierung und Mezzanine-Kapital

Mezzanine-Finanzierung ist eine Form der Kapitalbeschaffung für mittelständische Unternehmen, bei der eine Finanzierungslücke zwischen Fremd- und Eigenkapital in der Kapitalstruktur der Bilanz geschlossen werden soll. Dies kann durch die Emission entsprechender Beteiligungsformen geschehen. Mezzanine (italienisch) bedeutet dabei soviel wie Zwischengeschoss und bezieht sich damit auf den Ausweis dieses Kapitals auf der Passivseite der Bilanz zwischen den Eigenkapitalposten und den Verbindlichkeiten. Mezzanine-Kapital, bei dem es sich um Genussrechtskapital, stille Beteiligungen oder nachrangige Darlehen handelt, bildet eine eigene Bilanzposition, die in der deutschen Bilanzierungspraxis als Eigenkapitalersatz bekannt ist. Bei der Einwerbung von Mezzanine-Kapital wird die Bilanzstruktur zugunsten der Eigenkapitalquote – auch nach den Basel II-Richtlinien – verbessert und langfristig eine solide Kapitalausstattung des Unternehmens sichergestellt.


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