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210..Hamburg: Gestolpert? Gestolpert!
Bildquelle: hamburg-auf-anderen-wegen.de - Stolpersteine
Im Leben stolpert frau/man oft. In der Regel über natürliche und nicht-natürliche Hindernisse, Entdeckungen oder eigene Fehler. Stolpern ist menschlich und quasi klassenlos.
In Hamburg stolpert frau/man jedoch nun auch gegen das Vergessen und zwar gegen das Vergessen von homosexuellen NS-Opfern. Sozusagen bewusstes und gelenktes Stolpern. Gestolpert wird über 10×10 cm große, mit Messingschildern versehene Betonsteine, die im Straßenpflaster vor den Häusern eingesetzt werden, in denen das jeweilige NS-Opfer seinen letzten Wohnsitz besaß. Jeder Stolperstein trägt den Namen einer verfolgten Person, deren Geburts- und Sterbedatum sowie deren Vernichtungsstätte. Initiiert wurde das Projekt von Ulf Bollmann (Hamburger Staatsarchiv) und Bernhard Rosenkranz, einem der Autoren des Buches „Hamburg auf anderen Wegen“. 12.000 Steine in 220 Städten hat Demnig bereist verlegt. 1.800 in der Hansestadt. Über seine Arbeit äußert sich der Künstler folgendermaßen:
“Es ist ein Denkmal von unten. Es wird von der Bevölkerung geschaffen. Für mich ist es ganz wichtig, dass die Namen zurückgebracht werden, dorthin, wo diese Menschen ihr Zuhause hatten. Im KZ waren sie lediglich eine Nummer, die im Unterarm eintätowiert war.”
am 23.04.2008 14:55
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