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452..Essen - Münzen sammeln wird immer beliebter
Seit der Euro-Einführung ist die Nachfrage nach den neuen Münzen ungebrochen. Spektakuläre Wertsteigerungen und eine größere Vielfalt der Münzen-Motive haben in der Sammlerwelt für wahre Aufregung gesorgt. Millionen Neu-SammlerInnen beleben den Markt in Deutschland und Europa mit einem nie gekannten Nachfrage-Bomm. Der hohe Wertzuwachs und sichere Anlageform hat viele Menschen erst auf dieses Hobby aufmerksam gemacht. Jüngste Beispiele sind die Goldmünzen in der Währungsbezeichnung “Euro”, die an den Erfolg der Gold-Mark anknüpfen konnten.
Als 100 Euro-Gedenkmünzen aus reinstem Gold werden sie zusammengefass in einer Serie, die sich den deutschen Weltkulturerbestätten widmen.
Bei den Silbermünzen setzt die 10 Euro-Gedenkmünze “Übergang zur Währungsunion- Einführung des Euro” das beliebte Sammelgebiet nahtlos fort.
Glück für jede/n SammlerIn, die/der bei der größten Währungsunion live dabei war und die neuen Münzen und Sonderausgaben noch zum günstigen Erst-Ausgabepreis ergattern konnte. Es lohnt sich also bei Deutschlands beliebtesten Sammelgebiet noch von Anfang an dabei zu sein, denn eine Sammlung ist erst dann besonders wertvoll, wenn sie auch komplett ist.
am 16.06.2011 11:11
(1) Kommentare zum Beitrag "Münzen sammeln wird immer beliebter"
RE: Münzen sammeln wird immer beliebter
Das Sammeln neuer Münzen (wie Euromünzen) hat positive aber auch einige negative Seiten, ebenso wie die früher beliebten Sammelgebiete österreichischer Silbermünzen (10, 25,50 100, 500 ÖS) oder deutscher 5-Mark Sonderprägungen.
Die positive Seite: Moderne Münzen sind im Gegensatz zu Briefmarken Zahlungsmittel und können bei den heutigen niedrigen Sparzinsen durchaus eine sinnvolle Geldanlage sein. Darüber hinaus haben Erstausgaben (wie die im Beitrag beschrieben Euromünzen) grundsätzlich hohen Sammlerwert.
Die Nachteile: große Wertsteigerungen sind aus den bisherigen Erfahrungen nur seltene Ausnahmen. Den Hauptgewinn machen stets die Prägeanstalten, so wurden z.B. bei österreichischen Silbermünzen infolge des zunehmenden Silberpreises die Nennwerte von zunächst 10 ÖS, auf 25, 50, 100 bis 500 erhöht, wobei der Silberanteil ständig herabgesetzt wurde.
Ein weiterer Nachteil beim Sammeln moderner Münzen ist, dass echte Sammlermünzen keinerlei Benutzungsspuren aufweisen dürfen und nur stempelfrische Münzen bzw. mit Spiegelglanz oder sogar „handgehoben“ (mit deutlichem Kauf-Aufschlag) im Falle einer Wertsteigerung gut wiederverkaufbar sind. Frage: sind nie im Umlauf gewesene Münzen numismatisch gesehen, überhaupt noch “Münzen”? Es gab auch nur wenige 5-DM-Sonderprägungen (z.B. Germanisches Museum“) oder Schillingmünzen die aufgrund ihrer niedrigen Prägezahl wirklich hohe Wertsteigerungen aufwiesen. Bei der Prägung neuer Goldmünzen wird mit dem derzeit steigenden Goldpreis geworben – wer an weitere Steigerungen des Goldpreises glaubt (was möglich ist) wäre mit dem Kauf kleiner Goldbarren oder Goldmünzen im Unzenformat möglicherweise besser beraten. Der „Wiener Philharmoniker“ (1 Unze) ist nach wie vor eine gute Goldanlage – bei europäischen Goldeuro-Münzen muss dagegen sehr auf den Goldgehalt geachtet werden, so werden 200 Euro Münzen einiger Länder fast zum gleichen Preis wie 100 Euro Münzen anderer Länder angeboten.
(Anmerkungen eines „alten“ Numismatikers, Spezialgebiet: Pfennige des Mittelalters)
geschrieben von Alfred Rhomberg am 20.06.2011 14:05
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452..Essen - INHALT
Das Sammeln neuer Münzen (wie Euromünzen) hat positive aber auch einige negative Seiten, ebenso wie die früher beliebten Sammelgebiete österreichischer Silbermünzen (10, 25,50 100, 500 ÖS) oder deutscher 5-Mark Sonderprägungen.
Die positive Seite: Moderne Münzen sind im Gegensatz zu Briefmarken Zahlungsmittel und können bei den heutigen niedrigen Sparzinsen durchaus eine sinnvolle Geldanlage sein. Darüber hinaus haben Erstausgaben (wie die im Beitrag beschrieben Euromünzen) grundsätzlich hohen Sammlerwert.
Die Nachteile: große Wertsteigerungen sind aus den bisherigen Erfahrungen nur seltene Ausnahmen. Den Hauptgewinn machen stets die Prägeanstalten, so wurden z.B. bei österreichischen Silbermünzen infolge des zunehmenden Silberpreises die Nennwerte von zunächst 10 ÖS, auf 25, 50, 100 bis 500 erhöht, wobei der Silberanteil ständig herabgesetzt wurde.
Ein weiterer Nachteil beim Sammeln moderner Münzen ist, dass echte Sammlermünzen keinerlei Benutzungsspuren aufweisen dürfen und nur stempelfrische Münzen bzw. mit Spiegelglanz oder sogar „handgehoben“ (mit deutlichem Kauf-Aufschlag) im Falle einer Wertsteigerung gut wiederverkaufbar sind. Frage: sind nie im Umlauf gewesene Münzen numismatisch gesehen, überhaupt noch “Münzen”? Es gab auch nur wenige 5-DM-Sonderprägungen (z.B. Germanisches Museum“) oder Schillingmünzen die aufgrund ihrer niedrigen Prägezahl wirklich hohe Wertsteigerungen aufwiesen. Bei der Prägung neuer Goldmünzen wird mit dem derzeit steigenden Goldpreis geworben – wer an weitere Steigerungen des Goldpreises glaubt (was möglich ist) wäre mit dem Kauf kleiner Goldbarren oder Goldmünzen im Unzenformat möglicherweise besser beraten. Der „Wiener Philharmoniker“ (1 Unze) ist nach wie vor eine gute Goldanlage – bei europäischen Goldeuro-Münzen muss dagegen sehr auf den Goldgehalt geachtet werden, so werden 200 Euro Münzen einiger Länder fast zum gleichen Preis wie 100 Euro Münzen anderer Länder angeboten.
(Anmerkungen eines „alten“ Numismatikers, Spezialgebiet: Pfennige des Mittelalters)
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