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22.03.2010
Erweiterungsbau für Kern- un...
551..Mainz (34 Beiträge von 5 PublisherInnen online)
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551..Mainz - Erweiterungsbau für Kern- und Radiochemie Mainz

Channel: Kultur/Medien
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551..Mainz - Erweiterungsbau für Kern- und Radiochemie Mainz - (c) Universität Mainz / Bild: Norbert Trautmann - Erweiterungsbau Kernchemie auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität
Bildquelle: (c) Universität Mainz / Bild: Norbert Trautmann - Erweiterungsbau Kernchemie auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität

Seit den 60er Jahren ist das Institut für Kernchemie mit dem Forschungsreaktor TRIGA Mainz eine führende Einrichtung auf dem Gebiet der Kern- und Radiochemie in Deutschland. Über zahlreiche Kooperationen ist die Einrichtung auch international stark vernetzt und eingebunden. Ein Markenzeichen der Mainzer Kernchemie ist die Erzeugung kurzlebiger Reaktionsprodukte und ihre Untersuchung mit schnellen chemischen Trennverfahren. Weitere Schwerpunkte sind das Studium der chemischen Eigenschaften der schwersten Elemente und die Synthese von Radiopharmaka für bildgebende Verfahren. Zur Produktion von radioaktiven Isotopen, die beispielsweise in den Lebenswissenschaften, in der Spurenanalytik und in der Industrie eingesetzt werden, steht der Reaktor – auch externen NutzerInnen – zur Verfügung. Im Januar 2006 ist es am Forschungsreaktor TRIGA erstmals gelungen, ultrakalte Neutronen zu erzeugen, von denen sich die WissenschaftlerInnen Erkenntnisse über den Ursprung von Materie und Antimaterie erhoffen.

LBB_Erweiterungsbau_Kernchemie_Mainz

(c) LBB – Erweiterungsbau Kernchemie Mainz

Das Institut für Kernchemie beschäftigt 85 MitarbeiterInnen. Rund 30 davon können nun aus einem alten Chemiegebäude, das demnächst rückgebaut werden soll, in neuen Räumlichkeiten am Fritz-Straßmann-Weg umziehen.

Der Neubau wurde von der Mainzer Niederlassung des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) in enger Zusammenarbeit mit externen Fachleuten errichtet und schließt an das bestehende Institut für Kernchemie direkt an, welches in den 60er Jahren erbaut wurde. Der Übergang ist mit einem Kunstobjekt versehen, das die 111 chemischen Elemente symbolisiert und den Raum bei Dunkelheit in ein blaues Licht taucht, das an die Tscherenkow-Strahlung im Forschungsreaktor TRIGA erinnert.

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(c) LBB – Erweiterungsbau Kernchemie Mainz

Die Erweiterung dient im Wesentlichen der Schaffung von Ersatzflächen im Zusammenhang mit dem Abriss der nicht sanierungsfähigen Gebäude des Fachbereichs Chemie. Das Bestandsgebäude des Instituts für Kernchemie ist ein 1960 errichtetes zweihüftiges Riegelgebäude. Der Erweiterungsbau schließt an der Stirnseite des Altbauss über Eck an und erstreckt sich entalng des Welderwegs. Das Raumprogramm umfasst sieben Laborräume drei Praktikumsräume sowie die Nebenräume. Der Neubau ist wie der Altbau als zweihüftige Anlage in Stahlbetonbauweise konzipiert: auf der nördlichen Flurseite befinden sich die die Laborflächen und Installationszonen; gegenüber sind die Büros und Lagerflächen. Eine Besonderheit des Raumprogramms ist die Aufteilung der Laborflächen gemäß Strahlenschutzverordnung, aufgrund der dort stattfindenden Arbeit mit radioaktiven Stoffen, in zwei verschiedene Bereiche: einen Kontrollbereich und einen Überwachungsbereich.

LBB_Erweiterungsbau-Kernchemie_Mainz

(c) LBB – Erweiterungsbau Kernchemie Mainz

Die Optik der profilierten und farbig abgesetzten Blechfassade des Bestandsgebäudes wurde beim Neubau aufgegriffen und neu interpretiert. Die festverglasten Belicchtungselemente befinden sich zurückgesetzt in derv Laibung, so das der außenliegende Sonnenschutz verdeckt ausgeführt werden konnte. Die Öffnungsflügel sind fast außenbündig eingebaut und mit Blech verkleidet.

LBB_Erweiterungsbau_Kernchemie_Mainz

(c) LBB – Erweiterungsbau Kernchemie Mainz

Im Interesse von MitarbeiterInnen und Studierenden sowie im Hinblick auf die Umweltvorschriften wurden in dem Neubau modernste Sicherheitsstandards angelegt. Radioaktive Flüssigkeiten werden im Untergeschoss in speziellen Tanks gesammelt, die Abluft wird durch eine Filteranlage, die das gesamte Dachgeschoss einnimmt, gereinigt. Dies und die hohe technische Ausstattung schlagen sich bei den Gesamtbaukosten von rund 11 Millionen Euro nieder. Mit 19.600 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche übersteigen die Baukosten deutlich die Richtwerte für herkömmliche Laborgebäude von 5.700 Euro pro Quadratmeter. Das Land hat sich bei diesem Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 10,8 Millionen Euro erheblich engagiert.

LBB_Erweiterungsbau_Kernchemie_Mainz

(c) LBB – Erweiterungsbau Kernchemie Mainz


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