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930..Regensburg - Verleihung des Wissenschaftspreises "Papst-Benedikt-XVI" an der Universität Regensburg
Bildquelle: Uni Regensburg / Foto: Tobias Weismantel - Gruppenbild nach der Preisverleihung des Wissenschaftspreis "Papst Benedikt XVI." (v.l.n.r.) Ministerpräsident Günther Beckstein, Preisträger Florian Bruckmann, Preisträger Martin Meiser, Dekan Erwin Dirscher
Am Donnerstag, den 17.Juli 2008 verlieh der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein an der Universität Regensburg den Wissenschaftspreis „Papst Benedikt XVI.“ an den evangelischen Neutestamentler Martin Meiser von der Universität Nürnberg-Erlangen sowie den katholischen Fundamentaltheologen Florian Bruckmann von der katholischen Universität Eichstätt. Die Ausschreibung dieses Preises war ein Geschenk der Staatsregierung an den Heiligen Vater zu dessen 80. Geburtstag. Ausgezeichnet werden sollten hochrangige wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit Fragestellungen beschäftigen, die dem Papst und seiner theologischen Reflexion besonders wichtig sind.
Die Federführung für die Auswahl hatte die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Regensburg übernommen, an der Papst Benedikt gelehrt hat. Mit Bezug auf die ausgezeichneten Arbeiten des evangelischen Neutestamentlers Meiser und des Eichstätter Fundamentaltheologen Bruckmann stellte Erwin Dirscherl, Dekan der Fakultät, heraus: „Die Arbeiten der Preisträger sensibilisieren dafür, dass der Sprache und der Deutung eine zentrale Bedeutung innerhalb der Theologie zukommt.“ Sowohl das Werk Meisers über den Galaterbrief, das klarstelle, dass es neben der historisch-kritischen Exegese ebenso wichtig sei den geistlichen Sinn der Heiligen Schrift im Auge zu behalten, als auch die Arbeit Bruckmanns, die bei der Frage nach Gottes Wort im menschlichen Wort eine zentrale offenbarungstheologische Thematik aufgreife, beschäftigten sich mit Themen, die auch Joseph Ratzinger am Herzen lägen.
Mit der Entscheidung für zwei Preisträger, einen katholischen und einen evangelischen Theologen, wird deutlich, dass die zentralen Fragestellungen des Papstes von hoher ökumenischer Relevanz sind.
Sichtbares Zeichen der ökumenischen Verbundenheit war dabei die Anwesenheit des evangelischen Regionalbischofs Weiß, der ebenso wie der Bruder des Papstes, Georg Ratzinger, der akademischen Feierstunde beiwohnte.
(Tobias Weismantel)
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