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Halle - Forschung in der Fremde: Victor Asio
Bildquelle: geocities.com - Bild des philippinischen Agrarwissenschafters Prof. Dr. Victor Asio, der bis Ende März 2009 zu Gast an der Martin-Luther-Universität Halle- Wittenberg ist.
Im Rahmen eines Georg Forster-Forschungsstipendiums der Alexander von Humboldt- Stiftung ist der philippinische Bodenwissenschaftler Victor Asio bis Ende März 2009 zu Gast an der Martin-Luther-Universität Halle- Wittenberg. Er forscht am Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Institut in der Arbeitsgruppe von Reinhold Jahn.
An seiner Heimatuniversität, der Visayas State University auf den Philippinen, lehrt und forscht Asio als Professor für Bodenwissenschaften am dortigen Departement of Agronomy and Soil Science. Während seines Forschungsstipendiums an der Naturwissenschaftlichen Fakultät III der Martin-Luther-Universität untersucht er die Entstehung von Kalksteinböden der zentralen Philippinen. Mit Hilfe mineralogischer und chemischer Methoden möchte Asio herausfinden, inwieweit die Entstehung dieser roten, tonigen Böden durch Beimischungen vulkanischer Komponenten beeinflusst wird. Die Untersuchung eventueller Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Nutzbarkeit der Böden steht dabei im Vordergrund seiner Forschungsarbeit.
Zusammen mit seinem Gastgeber Reinhold Jahn hat Asio in der Vergangenheit bereits Kurse für hallesche Studierende aus den Fachbereichen Biologie, Geografie und Agrarwissenschaften angeboten. In einem Zweijahresrhythmus widmeten sich die Kurse den Bereichen Tropenökologie und der Bewertung der Bodenfruchtbarkeit auf den Philippinen.
Asio ist von Halle und der Universität angetan: “Halle ist eine historisch gewachsene und sehr schöne Stadt. Die zum Teil Jahrhunderte alten und schön renovierten Gebäude erstaunen mich immer wieder.” Auch das umfangreiche kulturelle Angebot weiß er zu schätzen. “Ich fühle mich hier sehr wohl”, gibt der 45-jährige Philippiner zu verstehen.
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die er bereits 1999 und 2004 während eines Gastaufenthaltes besuchte, “hat sich sehr gut entwickelt und gehört mittlerweile zu den führenden Universitäten Deutschlands”, meint Asio. Gerade die Bodenwissenschaften hätten sich in Halle in den letzten zehn Jahren durch ihre sehr gute Forschung und zahlreiche Publikationen in international renommierten Zeitschriften zu einer der besten Adressen in Deutschland entwickelt.
Entscheidende Vorteile sieht er deshalb auch für seine Forschungsarbeit. “Die modernen Analysegeräte und der problemlose Kontakt zu SpitzenwissenschaftlerInnen ermöglichen es mir, meine Forschung über die Zusammensetzung und Eigenschaften von Böden meiner Heimat optimal durchführen zu können”, äußert sich Asio sichtlich erfreut.
Der Aufenthalt von Victor Asio endet voraussichtlich im März kommenden Jahres, bis dahin besteht noch die Möglichkeit einer halbjährigen Verlängerung des Georg Forster-Stipendiums.
(Jörg Henker)
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