
Zum Halle-startblatt
Halle - Günther Uecker. Brief an China – Arbeiten auf Papier
Bildquelle: Günther Uecker - Günther Uecker, aus der Serie „Bildrituale“, Foto übermalt, 1981, 86 x 62 cm
Günther Uecker zählt zu den international bedeutendsten deutschen Künstlern der Gegenwart. 1930 in Mecklenburg geboren und aufgewachsen, stand er nach seiner Übersiedlung nach Westdeutschland und nach seinem Studium an der Düsseldorfer Akademie bald im Mittelpunkt des damaligen Kunstgeschehens und als Mitglied der legendären Avantgardegruppe ZERO in der vordersten Reihe der neuen Kunst. Mit dem radikalen Schritt vom gemalten Tafelbild zum Nagel-Objekt hat er Kunstgeschichte geschrieben. Der Nagel wurde regelrecht zum Erkennungsmerkmal des Künstlers. Sein Oeuvre beschränkt sich allerdings keineswegs auf dieses populäre Markenzeichen. Gerade die Ausstellung in der Hochschulgalerie im Volkspark legt Zeugnis von der Vielseitigkeit seinen künstlerischen Arbeitsmittel ab, indem mit der Konzentration auf das Medium der grafischen Künste die Vielfalt seiner in bestimmten Themenkreisen fortwirkenden und einer durchgängigen künstlerischen Intention verpflichteten Ausdrucksweise vermittelt wird.
„Die Arbeiten auf Papier erhalten im Gesamtwerk Ueckers einen besonderen Stellenwert, wenn man seine kontinuierliche und jahrzehntelange Beschäftigung auf diesem Gebiet mit den vielen unterschiedlichen Techniken in Betracht zieht. Schon am Anfang seines künstlerischen Weges, von 1956 bis 1959, entstand eine Vielzahl von kleinformatigen Zeichnungsserien, die in zyklischer Form grundlegende Strukturuntersuchungen in Variationen von Linie und Reihung, von Dichte und Weite, von Punkt und Ordnung, von Ballung und Gewichtung vorstellten. An diesen Zeichnungen konnte man bereits Ueckers grundsätzliche Überlegungen über die Struktur und deren späteren Entwicklung zum Träger von Kraftfeldern deutlich nachvollziehen. Einzelne Motive der frühen Strukturen werden durch das gesamte Werk Ueckers verfolgt und tauchen in allen Phasen als experimentierende Klärung neuer Bildgedanken wieder auf.” (Alexander Tolnay im Katalog zur Ausstellung)
Die Ausstellung in der Galerie im Volkspark, die ihre Erstpräsentation in der Ausstellungshalle der mit der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle partnerschaftlich verbundenen Kunstakademie TAFA in Tianijin hatte, und daher den Titel „Brief an China – Arbeiten auf Papier” trägt, umfasst u. a. Aquarelle, Sandbilder, übermalte Fotografien, Holzschnitte und Prägedrucke des Künstlers und bietet so einen eindrucksvollen Querschnitt durch sein zeichnerisches und druckgrafisches Schaffen. Die Wucht der Nagelobjekte sind hier als haptische Prägedrucke auf Büttenpapier sichtbar, als stille Zeichen für Bewegung und Energie. Die Sandbilder zeigen die expressive Schönheit der Natur und seine Wüstenfunde des Zivilisationsmülls wiederum die Kehrseite im Sinne eines kritischen Spurensuchers. Die intimsten Arbeiten Ueckers sind schließlich die Aquarellserien, die stets auf Reisen entstehen. Sie nehmen die kulturellen Eigenheiten ferner Länder auf und drücken die psychischen Resonanzen des Künstlers auf seine jeweiligen Eindrücke aus.
Ausstellung: Günther Uecker. Brief an China – Arbeiten auf Papier
Wann: 25. November bis 21. Dezember 2008
Wo: Galerie im Volkspark, Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, Burgstraße 27, 06114 Halle (Saale)
am 03.12.2008 17:58
Halle - INHALT
Auto/Motor/Boot Bildung/Karriere Familie/Kinder Frauen/Männer Freizeit/Leben Kultur/Medien Shopping Sport/Gesundheit Staat/Politik Suche/Service Umwelt/Natur Wirtschaft/Tech.
Altmarkkreis Salzwedel Anhalt-Zerbst Aschersleben-Staßfurt Bördekreis Bernburg Bitterfeld Burgenlandkreis Dessau Emden Halberstadt Halle Jerichower Land Köthen Magdeburg Mansfelder Land Merseburg-Querfurt Ohrekreis Quedlinburg Saalkreis Sangerhausen Schönebeck Stendal Weißenfels Wernigerode Wittenberg











