
Zum Halle-startblatt
Halle - Neuer Master-Studiengang "Pharmazeutische Biotechnologie"
Der bundesweite erste universitäre Master-Studiengang “Pharmaceutical Biotechnology” startet im kommenden Wintersemester an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Das englischsprachige Angebot richtet sich an in- und ausländische Bachelor-AbsolventInnen aus den Biowissenschaften und der Chemie und AbsolventInnen der Pharmazie mit erstem Staatsexamen. Sie können in dem Studiengang Methoden und Techniken erlernen, um neue Arzneimittel zu entwickeln, zu prüfen, herzustellen und zugelassen zu bekommen.
“Wir wollen die Master-Studierenden bestens vorbereiten für die Tätigkeit in der Wissenschaft oder in der Pharmaindustrie”, sagt Markus Pietzsch vom Institut für Pharmazie der MLU. “In Halle bestehen dazu ideale Voraussetzungen. Die pharmazeutische Forschung ist anerkannt gut, Ranking-Ergebnisse zeigen das. Außerdem ist der Forschungsstandort Halle stark ausgerichtet auf therapeutische Proteine und Biotechnologie.”
Im Wesentlichen geht es in der pharmazeutischen Biotechnologie um gentechnisch erzeugte therapeutische Proteine. Zu den ältesten und bekanntesten medizinischen Produkten, die mithilfe solcher Proteine erzeugt werden, zählen Insulinpräparate. Auch Anti-Brustkrebsmittel, Medikamente gegen Mukoviszidose oder das Therapeutikum Erythropoetin (EPO) werden biotechnologisch hergestellt.
“Im neuen Studiengang sollen zunächst die Denkweisen vermittelt werden, die nötig sind, um dementsprechende Produktneuheiten zu entwickeln”, führt Markus Pietzsch aus. Darüber hinaus stehen molekularbiologische Techniken auf dem Lehrplan, Produktionsaspekte und die Reinigung der Produkte. Somit spielen auch ingenieurwissenschaftliche Kompetenzen eine Rolle. Es geht zudem darum, wie die Neuentwicklungen in eine Darreichungsform gebracht werden und patentiert werden können.
“Von Seiten der Industrie und aus Fachverbänden ist uns signalisiert worden, dass an einem solchen Studiengang höchstes Interesse besteht”, berichtet Pietzsch. Die MLU starte also nicht ohne Grund den ersten universitären Studiengang dieser Art. Bislang gebe es lediglich ein Angebot einer Fachhochschule im süddeutschen Raum.
Einige Unternehmen haben ihre Unterstützung zugesagt, auch in Form von Beiträgen zur Lehre, z. B. die Roche Pharma AG und die Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH. Zur Zielgruppe des nicht-konsekutiven Master-Studiengangs zählen PharmazeutInnen, BiologInnen und ChemikerInnen sowie BiochemikerInnen, -technologInnen und -ingenieurInnen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben. Der Abschluss berechtigt zur Promotion an jeder deutschen Universität.
Weitere Informationen finden Sie hier >>>
Halle - INHALT
Altmarkkreis Salzwedel Anhalt-Zerbst Aschersleben-Staßfurt Bördekreis Bernburg Bitterfeld Burgenlandkreis Dessau Emden Halberstadt Halle Jerichower Land Köthen Magdeburg Mansfelder Land Merseburg-Querfurt Ohrekreis Quedlinburg Saalkreis Sangerhausen Schönebeck Stendal Weißenfels Wernigerode Wittenberg





