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Halle: Windenergie: Umfrage zur Akzeptanz von Kleinanlagen
Die Energiepreise steigen. Eine Chance, von dieser Entwicklung unabhängig zu werden, bietet eine bislang nur wenig verbreitete Form der Windenergienutzung: vertikale Kleinanlagen. Diese Windenergieanlagen drehen sich um eine vertikale Rotorachse und müssen daher nicht nach dem Wind ausgerichtet werden.
Vertikale Windenergieanlagen wurden bereits in den 1980er Jahren entwickelt, hatten damals aber noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. Die heutigen vertikalen Anlagen entsprechen – mit optimierter Technologie und neuen Materialien – dem aktuellen Stand der Technik. Sie können zur Versorgung mit Strom oder Wärme eingesetzt werden und eignen sich (mit einer Leistung von 5, 10 oder 30 Kilowatt) für LandwirtInnen, Gewerbetreibende, aber auch für EigenheimbesitzerInnen.
Die Einschätzung zukünftiger Nutzungspotenziale dieser Kleinanlagen ist das Anliegen eines interdisziplinären Forschungsvorhabens – einer “Pilotstudie zur Akzeptanz vertikaler Windenergieanlagen”. Das Besondere an diesem vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt ist, dass neben TechnikerInnen, UmweltexpertInnen und ÖkonomInnen auch maßgeblich PsychologInnen und IndustriedesignerInnen beteiligt sind. Projektleiterin ist Gundula Hübner vom Institut für Psychologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Um zukünftige Einsatzmöglichkeiten dieser Anlagen abzuschätzen und die Bedürfnisse möglicher AnwenderInnen zu erfassen, führt die Arbeitsgruppe bis Ende September 2008 eine Internetbefragung durch. Beteiligen können sich LandwirtInnen, Gewerbetreibende oder BesitzerInnen freistehender Wohnhäuser in windreichen Gebieten, die über genügend Fläche verfügen, um eine kleine Windenergieanlage bis zu 15 m Höhe errichten zu können.
Von besonderer Wichtigkeit sind dabei die Meinungen der Menschen in Sachsen-Anhalt, aufgrund ihrer Erfahrungen mit Windenergie und den zahlreichen Windparks in Mitteldeutschland.
Am Ende der Befragung erhalten die TeilnehmerInnen als Dankeschön eine Firmenliste von AnbieterInnen kleiner vertikaler Windenergieanlagen.
Neben der Martin-Luther-Universität sind an dem Projekt beteiligt: die Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg, das Institut für Technische Mechanik der Technischen Universität Clausthal, die PSE GmbH Freiburg und die TASSA GmbH Wolfsburg.
Weitere Informationen finden Sie hier >>>
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