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eZine von Redaktion Shopping
Einkaufen, Shopping, Wohnen - Wo es teilweise noch etwas gemütlicher zugeht
Bildquelle: startblatt - beleuchtete Anzeigentafel mit Markennamen vor der Halle des Freeport International Outlets
Sie strömen hin, vom alten wie vom neuen Europa gleichermaßen. Es ist jedenfalls ein Publikumsmagnet und steht im scharfen Kontrast zu jenem Markt, der gleich hinter dem österreichisch/tschechischen Grenzübergang bei Kleinhaugsdorf um sein Überleben kämpft. Der Handel mit Zigaretten und billigen Ramsch-Produkten aus dem “Osten” scheint Geschichte. Die Menschen fahren längst vorbei am fast schon befremdlich wirkenden, ursprünglichen „Duty-Free-Markt“, der noch an eine Zeit erinnert, wo sich Armut und Reichtum über die Grenze hinweg anstarren konnten.
Die Gegend rund um das Grenzgebiet nach Tschechien gleicht zwar auch auf österreichischem Gebiet einem längst vergessenen Land, doch der erste Anblick nach dem Grenzübergang macht schnell klar, hier in Tschechien, dem ehemaligen Ostblock, hat echte Armut geherrscht und herrscht immer noch?
Nur wenige Meter weiter ergibt sich ein ganz anderes Bild. Findige nationale und internationale Menschen mit Geld und Einfluss haben eine mehr als 20.000m² große Geschäftsfläche vollkommen neu geschaffen, in dem sich nach dem Konzept eines „Designer Outlets“ unzählige Geschäfte, Cafes und Restaurants befinden. Umzingelt wird die Halle von einem großzügig angelegten Parkplatz für angeblich 1.000 Fahrzeuge.
Alles scheint auf „westlichem“ Standard zu sein, die Geschäfte bieten, wie dies für ein Designer-Outlet zu erwarten ist, die Mode und Produkte vergangener Jahre zu günstigen Preise an und die Menschen schlendern wie überall von Geschäft zu Geschäft und scheinen zu kaufen, was immer ihnen gefällt. Noch nicht vollkommen vom Konsum-Wahnsinn betroffen, machen Sie diese durchaus mit Überblick und in nahezu angenehmen Tempo. Kein Gerempel, kein Gezerre, nur selten Geschrei und kein Gefühl der Angst, dass man im nächsten Moment überfallen werden könnten oder von Menschen, panisch nach der Erfüllung ihres Lebenstraums suchend, einen zusammengetreten.
Es ist frappierend, möchte man meinen, wo plötzlich die Armut von vor „500 Metern auf der rechten Seite“ geblieben sein mag?
Das Einkaufen ist bequem, die VerkäuferInnen überraschend gut geschult, freundlich und wirken mit wenigen Ausnahmen durchaus engagiert.
Das Freeport Designer Outlet in der Freeport Excalibur City überrascht insofern. Nur da und dort lassen tschechische EinkäuferInnen Sorge aufkommen, ob das, was sie da in all ihren Taschen alles so nach Hause tragen, auch wirklich von ihrem Gehältern bezahlt werden kann und ob nicht doch letztlich nur die Kreditkartenfirmen die eigentlichen Gewinner des Geschäftskonzepts sind.
Weiter Informationen finden Sie hier.
am 04.01.2008 22:27




