
...und wo sonst es sich genießen lässt.
eZine von Redaktion Freizeit
Freizeit, Reisen, Essen, Kino - Die Liebe in Zeiten der Cholera und Shakira – eine schöne Utopie
Bildquelle: Tobis - Szenen-Bilder zum Film: Verzweiflung | Sehnsucht | Furcht | Erfüllung
Die Wucht der Bilder, sie allein ist schon bemerkenswert, doch die Wucht der Bilder mit der Wucht der Musik und der uns Mittel-Europäer doch so fremden und verführerisch, erotisch wirkenden südländischen Kulisse, in diesem Fall Südamerika, entsprechen dem großen Wort „Liebe“.
Dem noch nicht genug, es ist das Jahr 1879ff., also noch bevor uns die Digitalisierung heimgesucht hat, noch bevor wir uns täglich um das Löschen von Nachrichten bemühen müssen, die uns uneingeladener Weise respektlos heimsuchen und uns zum Kauf von in erster Linie potenzsteigernden Mitteln auffordern, so genannte Spams. Es ist auch noch bevor es üblich geworden ist, LebensabschnittspartnerInnen zu haben, weil es bequem ist, sich auch in der „Liebe“ flexibel zu halten. Es ist auch noch eine Zeit, in der es keine Stoking-Gesetze gab und in der sich die Gier noch hinter Pflichtbewusstsein versteckte.
Die Liebe ist ein Gefühl von unbändiger Zuneigung, die niemals vergeht, so die These von Gabriel García Márquez. Die Liebe und nur die Liebe kann den eigentlichen Sinn des Lebens ausmachen, wird sie nicht erfüllt, so bleibt nur noch der Weg in die Kompensation, der Wahnsinn der Lustverminderung. Die Aussichtslosigkeit, ein Leben ohne Perspektive, ohne Hoffnung, genau jenes haben zu können, was einem sein Gefühl sagt, ist unerbitterlich.
Selbstironie, Wollust, Abreaktion in diesem und jenen ist die Folge. Perversion oder auch Erotik aus Frustration, zur Linderung des eigenen Schmerzes.
Das und die Angst, sich gegen die Konventionen zu stellen, die Angst, die eigene Zuneigung könnte unerwidert, enttäuscht oder gar ausgenutzt werden.
Die Liebe kann nur einmal gefunden werden, so die These von Gabriel García Márquez und es lohnt sich, dafür zu Kämpfen oder auch einfach nur auf den Moment zu warten, bis ans Ende des Lebens.
In jenen Momenten, wo eine Magie den Kinosaal ergreift, die Stimme von Shakira, die Bilder Südamerikas und der Hundeblick von Javier Bardem zusammenkommen, da möchte frau für einen kurzen Augenblick glauben, Hr. Márquez könnte Recht haben.
Doch der Blick in die Gesichter jener jungen und alten Paare, die den Kinosaal verlassen, zeigt, der Alltag ist, zumindest 2008, ein anderer.Der Film (love in the time of cholera) basiert auf dem Roman von Nobelpreisträger Gabriel García Márquez. Mike Newell inszeniert nach dem Drehbuch des Oscar-Gewinners Ronald Harwood (Der Pianist) die Geschichte vor der Kulisse Südamerikas mit Javier Bardem und Giovanna Mezziogiorno in den Hauptrollen.
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am 07.04.2008 18:11




