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05.07.2008
Einleitung zu einer schwieri...
Gentechnologie, Stammzellenforschung & innovative Ansätze der Pharmaforschung (24 Beiträge online)
In loser Folge wird darüber berichtet, was auf dem Gebiet der Gentechnologie, der Stammzellenforschung und über innovative Pharmaforschung für ein kritisches Publikum „berichtenswert“ ist.
Blogbild: stilisierte DNA-Helix (Computergrafik)

Weblog von Alfred Rhomberg

Gentechnologie, Stammzellenforschung & innovative Ansätze der Pharmaforschung: Einleitung zu einer schwierigen Thematik

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Gentechnologie, Stammzellenforschung & innovative Ansätze der Pharmaforschung - Einleitung zu einer schwierigen Thematik - Alfred Rhomberg
Bildquelle: Alfred Rhomberg

In diesem ersten Beitrag möchte ich erläutern, was Sie sich von der geplanten Beitragsreihe erwarten können. Es wird in loser Folge über das berichtet, was auf dem Gebiet der Gentechnologie, der Stammzellenforschung und hinsichtlich innovativer Pharmaforschung „berichtenswert“ ist. Angestrebt wird eine Art Dolmetscherfunktion, zwischen dem „Fachchinesisch“ wissenschaftlicher Publikationen und den Simplifizierungen und Horrormeldungen, wie sie über viele Medien oft verbreitet werden. Angestrebt wird ferner, zu selektieren was in der Fülle der Publikationen tatsächlich „Zukunft hat“ (oder bereits realisiert wurde) bzw. was möglicherweise lediglich Absichtserklärungen oder Spekulationen sind. Angestrebt wird schließlich, diese Beiträge so verständlich darzustellen, dass sie jeder Interessierte verstehen kann, wobei kritische Kommentare zu den einzelnen Beiträgen immer willkommen sind.

In eigener Sache möchte ich feststellen, dass ich – unabhängig von meinem früher ausgeübten Beruf als Forschungschemiker der Pharmaindustrie, nicht „pro domo“ – also nicht als Interessenvertreter dieser Industrie schreiben werde. Ich habe zwar seit Beginn meiner Doktorarbeit (Ende 1959) nahezu ununterbrochen auf dem Gebiet der Pharmaforschung (sechs Jahre an der Universität Innsbruck und dann hauptsächlich in der industriellen Forschung) gearbeitet, jedoch immer versucht, wissenschaftliche Aspekte von kommerziellen Aspekten zu trennen. Dies war in der Firma in der ich später arbeitete insofern leicht, als sich diese Firma ausschließlich auf seriöse, innovative Forschung (u.a. auch Gentechnologie) spezialisiert hatte. Moderne Arzneimittelforschung ist für den Chemiker eine besondere Herausforderung, weil dies nicht nur ständige Weiterbildung auf dem Gebiet der Chemie – im Gegensatz zu anderen Chemieberufen wird fast die gesamte Breite dieser Wissenschaft berührt – sondern auch auf den Gebieten der Medizin, der Humangenetik, der Biochemie und Biotechnologie erfordert, sodass man schließlich über ein fachübergreifendes Gesamtwissen verfügen muss, das in zunehmendem Maße auch ethische Gesichtspunkte einschließt.

Besonders wichtig ist bei den geplanten Blogbeiträgen auch das Abwägen, ob eine Arzneimitteltherapie grundsätzlich immer richtig ist, oder ob nicht manchmal andere Wege zu besseren Ergebnissen führen können. Dies ist letztlich immer eine Entscheidung des Arztes, der aber wegen seiner beruflich notwendigen Spezialisierung und aus Zeitmangel vielfach nicht die gesamte, komplexe Erscheinung des Individuums „Mensch“ innerhalb der kurzen, von den Kassen vergüteten Sprechstundenzeit pro Patient beurteilen kann. Es ist daher selbstverständlich, dass ich mich hier oder bei den “Igler Reflexen” auch mit Themen der „Alternativmedizin“ auseinandersetze und versuche, eine Trennung zwischen sinnvollen und weniger sinnvollen Ansätzen zu ziehen, denn auch in der Alternativmedizin treten heute kommerzielle Aspekte zunehmend in den Vordergrund. Auch zu dieser Thematik möchte ich gelegentlich Beiträge publizieren, die allerdings kein Schwerpunktthema sein werden. Es versteht sich von selbst, dass ich als eher „theoretischer“ Wissenschaftler nicht über die praktische Erfahrung eines Arztes verfügen kann – der Zugang zu nicht allgemein zugänglichen Daten- und Publikationsarchiven erleichtert mir aber die Arbeit für die sehr weit gesteckten Ziele der beabsichtigten Blogbeiträge.

Abschließend möchte ich zu meiner Person sagen, dass ich nach meiner Pensionierung – im Gegensatz zu meiner früheren Arbeit – heute mehr Zeit habe, mich auf wesentliche Dinge zu konzentrieren. Dazu gehören neben der Weiterverfolgung wissenschaftlicher Fortschritte (nicht nur auf dem Gebiet der Pharmaforschung) auch der Ausgleich in Form meiner aktiven künstlerischen Ambitionen in der Computergrafik und Malerei und die (heute leider nur noch passive) Beschäftigung mit Musik. Früher hatte ich einen „14 Stunden-Arbeitstag“ (besonders während der letzten Berufsjahre), daran hat sich auch heute m. E. nicht sehr viel geändert – außer dass ich meine Zeit heute nur noch mit Dingen ausfülle, die mich wirklich interessieren.

Die nächsten Beiträge werden gesonderte Einführungen zu den drei Hauptgebieten dieses Blogs (Gentechnologie, Stammzellenforschung und innovative Pharmaforschung)sein. In loser Folge werden dann selektierte Beiträge zu diesen Themengruppen folgen.

(Alfred Rhomberg)


Gentechnologie, Stammzellenforschung & innovative Ansätze der Pharmaforschung - Beitrag: 20 21 22 23 24

Gentechnologie, Stammzellenforschung & innovative Ansätze der Pharmaforschung - INHALT

nach Popularität
(02.05.2008) Teil III – Neurotransmitter: Botenstoffe des Nervensystems
(24.06.2008) Drug Design – Arzneimittel am „Reißbrett“ konstruieren
(29.04.2008) Teil I - Zentrales und autonomes Nervensystem und Pharmaka die diese Nervensysteme beeinflussen - Beruhigungsmittel (Sedativa).
(26.04.2008) Stand der Alzheimer Forschung heute
(20.05.2008) HIV – die bisher schwierigste Herausforderung aller Biowissenschaften.
(02.04.2008) Ethische Betrachtungen zur Gentechnik- und Stammzellenforschung
(28.03.2008) Stammzellenforschung und therapeutische Ansätze
(25.03.2008) ACE Hemmer: ein Beispiel für innovative Pharmaforschung
(12.03.2008) Einführung zur Gentechnologie (I) - Kritische Überlegungen
(30.05.2008) Die Patentsituation biotechnologischer Erfindungen – und ein Nachtrag zu meinem Text v. 30.5.2008
(30.05.2008) Darmkrebs: Gute Chancen für die Entwicklung eines Bluttests - allgemeine Gedanken zur Entwicklung solcher Tests.
(14.03.2008) Was ist "innovative" Pharmaforschung? - Allgemeine Betrachtungen
(12.04.2008) Ansätze zur Parkinson-Therapie mit Stammzellen und Gentechnologie
(20.04.2008) DNA und Doppelhelix – der biochemische Code des Lebens
(08.04.2008) Trail - ein körpereigenes Eiweiß, das Krebszellen in den Selbstmord treibt
(24.05.2008) Innovative Forschung führt zu risikoärmeren Immuntherapeutika
(13.04.2008) War die Erfindung von Aspirin “innovativ“ ? – Braucht man wirklich immer neue Arzneimittel? - Der Versuch einer Abgrenzung.
(11.04.2008) In Deutschland wurde das Stammzellengesetz gelockert
(07.05.2008) Herceptin – ein monoklonaler Antikörper gegen Brustkrebs.
(30.04.2008) Teil II – Antidepressiva
(06.05.2008) Bevacizumab – ein neuer Wirkstoff gegen Krebs und ein Beispiel für innovative Arzneimittelforschung
(29.04.2008) „Alzheimer“ – mit PET frühzeitig erkennen (copyright des Beitrags: MedAustria)
(16.04.2008) „Ötzis“ Zwischenruf zur Ethikdebatte
(12.03.2008) Einleitung zu einer schwierigen Thematik
nach historischer Entwicklung
(24.06.2008) Drug Design – Arzneimittel am „Reißbrett“ konstruieren
(30.05.2008) Die Patentsituation biotechnologischer Erfindungen – und ein Nachtrag zu meinem Text v. 30.5.2008
(30.05.2008) Darmkrebs: Gute Chancen für die Entwicklung eines Bluttests - allgemeine Gedanken zur Entwicklung solcher Tests.
(24.05.2008) Innovative Forschung führt zu risikoärmeren Immuntherapeutika
(20.05.2008) HIV – die bisher schwierigste Herausforderung aller Biowissenschaften.
(07.05.2008) Herceptin – ein monoklonaler Antikörper gegen Brustkrebs.
(06.05.2008) Bevacizumab – ein neuer Wirkstoff gegen Krebs und ein Beispiel für innovative Arzneimittelforschung
(02.05.2008) Teil III – Neurotransmitter: Botenstoffe des Nervensystems
(30.04.2008) Teil II – Antidepressiva
(29.04.2008) „Alzheimer“ – mit PET frühzeitig erkennen (copyright des Beitrags: MedAustria)
(29.04.2008) Teil I - Zentrales und autonomes Nervensystem und Pharmaka die diese Nervensysteme beeinflussen - Beruhigungsmittel (Sedativa).
(26.04.2008) Stand der Alzheimer Forschung heute
(20.04.2008) DNA und Doppelhelix – der biochemische Code des Lebens
(16.04.2008) „Ötzis“ Zwischenruf zur Ethikdebatte
(13.04.2008) War die Erfindung von Aspirin “innovativ“ ? – Braucht man wirklich immer neue Arzneimittel? - Der Versuch einer Abgrenzung.
(12.04.2008) Ansätze zur Parkinson-Therapie mit Stammzellen und Gentechnologie
(11.04.2008) In Deutschland wurde das Stammzellengesetz gelockert
(08.04.2008) Trail - ein körpereigenes Eiweiß, das Krebszellen in den Selbstmord treibt
(02.04.2008) Ethische Betrachtungen zur Gentechnik- und Stammzellenforschung
(28.03.2008) Stammzellenforschung und therapeutische Ansätze
(25.03.2008) ACE Hemmer: ein Beispiel für innovative Pharmaforschung
(14.03.2008) Was ist "innovative" Pharmaforschung? - Allgemeine Betrachtungen
(12.03.2008) Einführung zur Gentechnologie (I) - Kritische Überlegungen
(12.03.2008) Einleitung zu einer schwierigen Thematik