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05.07.2008
Herceptin – ein monoklonaler...
Gentechnologie, Stammzellenforschung & innovative Ansätze der Pharmaforschung (24 Beiträge online)
In loser Folge wird darüber berichtet, was auf dem Gebiet der Gentechnologie, der Stammzellenforschung und über innovative Pharmaforschung für ein kritisches Publikum „berichtenswert“ ist.
Blogbild: stilisierte DNA-Helix (Computergrafik)

Weblog von Alfred Rhomberg

Gentechnologie, Stammzellenforschung & innovative Ansätze der Pharmaforschung: Herceptin – ein monoklonaler Antikörper gegen Brustkrebs.

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Gentechnologie, Stammzellenforschung & innovative Ansätze der Pharmaforschung - Herceptin – ein monoklonaler Antikörper gegen Brustkrebs. - Bild eines Antikörpers - Original work of the US Federal Government, Illustration by David S. Goodsell (Schwere Ketten: rot, leichtere Ketten: gelb)
Bildquelle: Bild eines Antikörpers - Original work of the US Federal Government, Illustration by David S. Goodsell (Schwere Ketten: rot, leichtere Ketten: gelb)

Was sind monoklonale Antikörper?

Monoklonale Antikörper sind spezialisierte und zielgerichtete Antikörper, die mit Hilfe biotechnologischer Verfahren synthetisch hergestellt werden. Ihre wichtigste Eigenschaft ist, natürliche Abwehrprozesse des Körpers gegen die Krankheit aktivieren zu können.

Antikörper sind Eiweißmoleküle, die vom Immunsystem als Antwort auf eine fremde Substanz (z. B. Fremdkörper, Krankheitserreger) hergestellt werden, bzw. Substanzen, die eine Immunreaktion hervorrufen können (Antigene) und normalerweise von bestimmten weißen Blutkörperchen, den B-Lymphozyten im Körper hergestellt werden.

Mit dem neuen Medikament Herceptin ist ein Antikörper verfügbar, der sich gezielt gegen den HER-2-Rezeptor richtet, allerdings tragen leider nur ein Viertel aller Frauen, die an Brustkrebs erkranken, diesen Rezeptor an der Tumoroberfläche – dies kann aber bei der Diagnose „Brustkrebs“ festgestellt werden. Bei diesen Frauen werden die natürlichen körpereigenen Abwehrkräfte zusätzlich aktiviert und es werden vermehrt „Killerzellen“ gebildet. Eine anfänglich befürchtete Nebenwirkung einer Herzschädigung konnte inzwischen durch weitere Studien entkräftet werden.

Das Medikament ist inzwischen EU-weit auch im Frühstadium von Brustkrebs vom Europäischen Expertenausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) empfohlen worden.

“Die Ergebnisse von vier groß angelegten Studien sprechen für sich: Die Anwendung von Herceptin im Frühstadium verringert das Rückfallrisiko und bietet Patientinnen, die an einer extrem aggressiven Form von Brustkrebs leiden, die besten langfristigen Überlebenschancen”, kommentierte Ed Holdener, Leiter von Global Pharma Development bei Roche.

Bei Frauen mit „positivem HER-2 Brustkrebs“ kann die Überlebensrate nach einer Chemotherapie um ca. 46 Prozent gesteigert werden.

(Alfred Rhomberg)


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Gentechnologie, Stammzellenforschung & innovative Ansätze der Pharmaforschung - INHALT

nach Popularität
(02.05.2008) Teil III – Neurotransmitter: Botenstoffe des Nervensystems
(24.06.2008) Drug Design – Arzneimittel am „Reißbrett“ konstruieren
(29.04.2008) Teil I - Zentrales und autonomes Nervensystem und Pharmaka die diese Nervensysteme beeinflussen - Beruhigungsmittel (Sedativa).
(26.04.2008) Stand der Alzheimer Forschung heute
(20.05.2008) HIV – die bisher schwierigste Herausforderung aller Biowissenschaften.
(02.04.2008) Ethische Betrachtungen zur Gentechnik- und Stammzellenforschung
(28.03.2008) Stammzellenforschung und therapeutische Ansätze
(25.03.2008) ACE Hemmer: ein Beispiel für innovative Pharmaforschung
(12.03.2008) Einführung zur Gentechnologie (I) - Kritische Überlegungen
(30.05.2008) Die Patentsituation biotechnologischer Erfindungen – und ein Nachtrag zu meinem Text v. 30.5.2008
(30.05.2008) Darmkrebs: Gute Chancen für die Entwicklung eines Bluttests - allgemeine Gedanken zur Entwicklung solcher Tests.
(14.03.2008) Was ist "innovative" Pharmaforschung? - Allgemeine Betrachtungen
(12.04.2008) Ansätze zur Parkinson-Therapie mit Stammzellen und Gentechnologie
(20.04.2008) DNA und Doppelhelix – der biochemische Code des Lebens
(08.04.2008) Trail - ein körpereigenes Eiweiß, das Krebszellen in den Selbstmord treibt
(24.05.2008) Innovative Forschung führt zu risikoärmeren Immuntherapeutika
(13.04.2008) War die Erfindung von Aspirin “innovativ“ ? – Braucht man wirklich immer neue Arzneimittel? - Der Versuch einer Abgrenzung.
(11.04.2008) In Deutschland wurde das Stammzellengesetz gelockert
(07.05.2008) Herceptin – ein monoklonaler Antikörper gegen Brustkrebs.
(30.04.2008) Teil II – Antidepressiva
(06.05.2008) Bevacizumab – ein neuer Wirkstoff gegen Krebs und ein Beispiel für innovative Arzneimittelforschung
(29.04.2008) „Alzheimer“ – mit PET frühzeitig erkennen (copyright des Beitrags: MedAustria)
(16.04.2008) „Ötzis“ Zwischenruf zur Ethikdebatte
(12.03.2008) Einleitung zu einer schwierigen Thematik
nach historischer Entwicklung
(24.06.2008) Drug Design – Arzneimittel am „Reißbrett“ konstruieren
(30.05.2008) Die Patentsituation biotechnologischer Erfindungen – und ein Nachtrag zu meinem Text v. 30.5.2008
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