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eZine von Karl Baumann
Golfsport: Weltklasse-Golfer innerhalb von den letzten 8 Jahren um über 4% im Schnitt verbessert
Bildquelle: www.carnoustiegolfclub.com 2007 - Abschlag am 18. Loch während der Open Championships 2007 in Carnoustie
Obwohl bei dem heurigen The Open Championship in Carnoustie sich das 18. Loch, das seit dem legendären Drippel-Bogey von Jean Van de Velde bei den Open Championships 1999 und seinem damit verbunden dramatischen Verlust von 3 Schlägen Vorsprung in die Geschichte eingegangen ist, als das schwierigste des beeindruckend anspruchsvollen Links-Kurses in Carnoustie herausgestellt1 und die Profi-Golfer dieses Loch 2007 im Schnitt schwächer (4,61 Schläge) gespielt haben, als noch 1999 (4,57 Schläge), zeigt eine andere Statistik, dass sich das Spiel-Niveau der weltbesten Golfspieler von den Open 1999 bis 2007 stark verbessert hat.
Der Platz in Carnoustie wurde von 1999 auf 2007 nicht verändert und sofern die Wetter-Verhältnisse 1999 und 2007 vereinfachend als einigermaßen vergleichbar angenommen werden, zeigt die Auswertung der durchschnittlichen Schlaganzahl von 1999 im Vergleich zu 2007 der Spieler, die alle 4 Tage gespielt haben, ein deutliches Ergebnis:
- - Es lässt sich eine durchschnittliche Verbesserung von 4,2% oder 12,7 Schlägen aller Spieler, die den Cut geschafft haben, feststellen.
- - Nimmt man nur die Top 20 im Endklassement gereihten Spieler, so ergibt sich sogar eine durchschnittliche Verbesserung von 4,5% oder 13,3 Schlägen!
Als mögliche Erklärung für die doch bemerkenswerte Steigerung des Spiel-Niveaus von 1999 auf 2007 kann sicherlich unter anderem das verbesserte Material (Schläger und Bälle) herangezogen werden. So war bei den diesjährigen Open Championship vor allem ein Schläger auffallend, der so genannte Hybrid Schläger, der mehr und mehr auch in den Golf-Bags der weltbesten Golfspieler Platz gefunden hat. Er ersetzt Holz 5 oder lange Eisen (2, 3) mit offensichtlich höherer Spielpräzision. Die Schlaglängen, sprich die Entwicklung bei den Drivern, ist hingegen enttäuschend, als sich hier kaum eine Veränderung bemerken lässt.
1 Die 18 in Carnoustie spielt sich mit Wind von hinten trotz seiner 499 Yards (ca. 450m) Länge mit einem Driver und einem kurzen Eisen für die weltbesten Golfer. Bei den diesjährigen Open Championship kam der Wind jedoch zumeist von vorne, was 2 „massive blows“ benötigt, um das „green in regulation“, also mit dem zweiten Schlag, zu erreichen. Deshalb war die 18 2007 das schwierigste Loch am Platz mit durchschnittlich 4,61 Schlägen. 1999 war es aufgrund der etwas anderen Windverhältnisse noch das 7. schwerste mit einem Schnitt von 4,57 Schlägen. Für die meisten Hobby-Golfer und selbst für viele Profis bleibt dieses Loch jedoch für immer unerreichbar in Zwei.
Dokument: Gegenüberstellung durchschnittlicher Schlagergebnisse 1999-2007 The Open Championship in Carnoustie




