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05.07.2008
wissen, wie man liegt oder d...
Golfsport (10 Beiträge online)
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Weblog von Karl Baumann

Golfsport: wissen, wie man liegt oder doch lieber nicht?

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JedeR Hobby-GolferIn, die je schon ein Golf-Turnier gespielt hat, kennt jene Situation (vor allem bei Stableford-Wertungen1):

Es sind neun Löcher gespielt und zumeist kommt jetzt eine kurze Pause, als eine Half-Way-Verpflegung geboten oder einfach so eine kurze Pause eingelegt wird. Die SpielerInnen nützen die Gelegenheit, um sich über ihren Zwischenstand zu informieren: Ich habe 22 Punkte, 18 Punkte, 12 Punkte, liege 2 über, 27 über, etc. Dannach ist klar, wie gut man auf der Runde unterwegs ist.

Nun stellt sich die Frage, ob dieses Vorgehen für ein gutes Turnier-Ergebnis hilfreich ist? Dazu stellt sich die Frage, was es sehr wahrscheinlich auslöst, zu wissen, wie man liegt?

Es löst jedenfalls Druck aus, wenn die GolferIn knapp über oder knapp unter ihrere Vorgabe liegt, als entweder ein Rückstand aufzuholen ist oder ein Vorsprung zu preservieren ist.

Es löst jedenfalls Un-Aufmerksamkeit bis hin zur Lethargie aus, wenn die GolferIn weit über oder weit unter ihrer Vorgabe liegt, als ein zu großer Rückstand einen resignieren lässt und ein zu großer Vorsprung einen schlamping oder genügsam werden lässt, als die Spannung abreißt.

Es gibt einige Weltklasse-Profi-GolfspielerInnen, von denen wird erzählt, dass Sie erst dann zum Singen angefangen haben, als sie es sich strickt abgewöhnt haben, auf die omnipräsenten Zwischenergebnis-Anzeigentafeln bei einem Turnier zu blicken.

Hätte ein van de Velde das 18. Loch in Carnoustie mit einem Double-Bogey2 gespielt, wenn er nicht gewußt hätte, dass er mit 3-Schlägen in Führung liegt. Nimmt man die Konstanz einer Profi-SpielerIn, so kann die Antwort nur Ja lauten.

1 Stableford-Wertung ist jene Wertung, bei der schlecht gespielte Löcher unterproportional ins Gewicht fallen. Die Hobby-GolferInnen muss nicht notwendigerweise ein Golf-Loch fertig spielen, weil Löcher “gestrichen” werden können, wenn es nicht gelingt, den Ball in der indivuellen Vorgabe plus einen Schlag einzulochen. Anders beim Zählwettspiel, dort muss jedes Golf-Loch fertig gespielt werden und die volle Schlaganzahl wird gezählt. Wie wir GolferInnen wissen, kann zwischen Tee und Loch so einiges passieren.

2 Zwei Schläge mehr als die Schlagvorgabe (Par) bei einem Loch – in diesem Beispiel also 6 statt 4-Schläge.


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