
eZine von Redaktion Kinder-Familie
Kinder, Familie, Tiere + Wir - Ein außergewöhnliches Ereignis?
Bildquelle: startblatt - foetus
Die Statistik Austria hat ihre Zahlen zu den Geburten im Jahr 2007 veröffentlicht. Ergebnis: In Österreich kamen von Jänner bis November 2007 laut Berechnungen der Statistik Austria um 2,4% weniger Babys als im gleichen Vorjahreszeitraum zur Welt. Die Unehelichenquote (Anteil der unehelich geborenen Kinder an allen Lebendgeborenen) stieg in diesem Zeitraum von 37,2% auf 38,0%. Im November 2007 war die vorläufige Zahl der lebend geborenen Kinder um 7,7% niedriger als im November 2006.
Was hier relativ nüchternd in Zahlen gefasst ist, regt bei einigem Nachdenken die Fantasie darüber an, wie in Zukunft die Ereignis der Geburt wohl gesehen wird. Bedenkt man den demographischen Wandel so könnte die Geburt eines Kindes vielleicht einmal den Seltensheitwert wie die jungfräuliche Empfängnis und die Geburt Christi haben. Medial inszeniert durch Überschriften wie z.B. ein Kind ist uns geboren in XY (hier ist wahlweise die genaue Ortsbezeichnung einzusetzen). Übertragunswert: 100%: Aufbereitung: wahlweise in Dokus (ein Kind wird in XY geboren. Politische, wirtschaftliche und kulturelle Implikationen für eine Region), Doku-Soaps (Wir kriegen ein Kind in XY (gab’s das nicht schon einmal?), Diskussionsrunden (Wir diskutieren mit XY die Bedeutung eines solchen Ereignisses), Quizshows ( 100 Millionen für Besserwisser auf den Gebieten Familie, Kinder, Geburt, Empfängnis), Castingshows (XY sucht XYs Supermutti), Wissenschaftssendungen (Geburt – Was ist das? Künstliche Reproduktionstechniken).
Ganz zu schweigen von den soziologischen Implikationen die der Geburtenschwund auslösen könnte. Fragen wie: Was, du kriegst ein Kind. Ist das nicht absolut retro? Kinder, sind das nicht Lebewesen vom Mars? Oder vielleicht heisst es bald: He, schau mal her, da gibt’s ein menschliches Lebwesen, das ist erst 1 Monat alt!
am 18.01.2008 12:10




