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eZine von Sabine Kleist
Vox Populi - Wird auf dem Rücken der Patienten gestritten?
” Die ganze Woche Nummer 22/08 “
Artikel von Dr.Gerald Bachinger ( Patientenanwalt )
Ja ! ” In Wirklichkeit geht es nicht um den Patienten/innen,sondern um einen beinharten Kampf,um Einfluß und Macht.Immer,wenn es Veränderungen gibt und Verunsicherungen entstehen,wird versucht,die Patienten/innen für eigene Interessen einzuspannen.Das ist der Punkt,den ich eigentlich unanständig finde. Die Patienten/innen werden in der Gesellschaft genommen,es wird versucht,auf sie Druck zu machen. Ein Streik trifft keinen Gesundheitspolitiker/innen und auch keinen Hauptverbandsfunktionär/innen,sondern jene,für die die Ärzte/innen vergeblich eintreten. Es gibt im Entwurf auch viele Punkte,die zur Qualitätsverbesserungen führen werden,nicht nur zu keinen Nachteilen. Die Befristung von Kassenverträgen auf fünf Jahre unter Berücksichtigung von Qualitätskriterien – da muss mir erst einmal jemand erklären,warum das ein Nachteil sein soll für die Patienten/innen. Im Gegenteil. Die Ärzte/innen haben einen Rechtsanspruch auf die Verlängerung,wenn sie die Qualitätskriterien erfüllen. Wir hören immer wieder,und ich kann das bestätigen,dass die Qualität hoch ist. Wovor fürchtet sich die Ärztekammer eigentlich? Jetzt spitzt es sich auf einen Machtkampf zu – wer macht Gesundheitspolitik im unserem Land????
Artikel von Dr. Günther Wawrowsky ( Ärztekammer – Vize )
Nein ! ” Unser Vorteil ist,dass wir bei den Menschen sitzen,von denen wir reden.Es ist ein Streit für den Patienten/innen.Ich hoffe nicht,dass es zu einem Streik kommt. Aber wenn der Entwurf tatsächlich umgesetzt wird,dann werden wir streiken. Durch die Unverforenheit des Textes dieses Gesetzesvorschlages haben die Verfasser/innen in unserer Gruppierung,die sonst recht uneinheitlich ist,Einigkeit erzeugt. Das wäre der Standesvertretung bei Weitem nicht so gelungen. Ich habe noch keine Zeit erlebt, in der es wie jetzt praktisch keinen Widerspruch zu solchen Maßnahmen gibt. Wenn eine vernünftige medizinische Versorgung garantiert werden soll, kann es nicht sein,dass Ärzte/innen unter Kuratel gestellt werden. Das sie sich alle fünf Jahre einer Gerichtsbarkeit, bestehend aus Minesterium und Sozialversicherung,zu stellen haben,ob sie alle wirtschaftlichen Auflagen zur Betreuung der Patienten/innen erfüllen. Dann wird die Zurückhaltung,die Sparmedizien beginnen, schwerkranken Menschen werden woanders hingeschickt,weil die Behandlung zu teuer kommt und den Arzt/Ärztin den Lebensunterhalt kosten kann.Da geht es nicht ums Geld,sondern um die Arbeitsbedingungen.”
Die ganze Woche 23/08
Gerti Vogl, aus Wien berichtet:
Ich kann mir nicht helfen, aber die Ärzte/innen wollen die Patienten/innen nur als Mittel der Erpressung verwenden. Die Pragmatisierung vieler Arbeitnehmer/innen ist weggefallen und die Ärzte/innen sind nicht die ” Kleinverdiener/innen ” unseres Landes,aber sie wollen keinen Beitrag zu einer Reform leisten.Der Patientenanwalt hält diesen Beginn der Reform für gut. Der Patientenanwalt ist doch für die Wahrung der Rechte der Patienten zuständig. Es muss doch auch möglich sein, Ärzte/innen zu kontrollieren – besonders in wirschaftlicher Hinsicht. Bei anderen Berufsgruppen gab es in den vergangenen Jahren immer einen lauten Aufschrei, wenn es Streikdrohungen gab ( Post,Bahn,Lehrer usw. ) Die Ärzte/innen haben es leicht,sie wollen die Regierung erpressen und spielen daher mit der Angst der Patienten/innen.
Neue Berichte folgen:
am 17.06.2008 10:22




