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eZine von Redaktion Kultur
Kultur, Medien, Religion - Die lange Nacht der Kirchen
In Wien, Graz, Linz, Salzburg und Klagenfurt fand Freitagnacht die „lange Nacht der Kirchen“ statt. Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen luden die dortigen Diözesen die Menschen ein, die Kirche einmal nicht nur im Rahmen eines Gottesdienstes zu erleben.
Christen aller Konfessionen öffneten die Türen ihrer Gotteshäuser, um Gläubigen und Interessierten einen Einblick zu gewähren. Das Erklingen der Glocken verkündete den Beginn der „langen Nacht“. Eingeleitet wurden die Veranstaltungen durchwegs durch eine ökumenische Vesper. Chormusik,Choräle, Liederreihen, Konzerte und Lesungen bildeten einen Schwerpunkt. Diskussionen, Meditation und Spirituelles ergänzten die Veranstaltungen.
Das Erlebnis des Kirchenraumes und der religiösen Kunstwerke lösten bei vielen Menschen tiefe Empfindungen aus. Wenn nun die Kirche mit der „langen Nacht“ dem Zeitgeist folgt, so sollte sie auch die Bereitschaft zeigen, den Weg von einer hierarchisch-männerdominierten Einrichtung zu einer offenen, an den heutigen Anforderungen der Gesellschaft orientierten, religiösen Gemeinschaft zu gehen.
Auf die sozialen Veränderungen im Zusammenleben der Menschen, insbesondere der Geschlechter, wird nur unzureichend reagiert. Die neue Rolle der Frau in der Gesellschaft findet keine Entsprechung in der Kirche. Schließlich hat Gott nicht nur Adam erschaffen, sondern auch Eva. Und im Gefolge Jesu waren nicht nur Jünger, sondern auch Frauen.
Wenn sich viele Menschen wieder mehr dem christlichen Glauben nähern sollen, ist es mit der Veranstaltung einer „langen Nacht der Kirchen“ allein nicht getan.




