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eZine von Redaktion Kultur
Kultur, Medien, Religion - Papst in Österreich: Er kam, sah und...
Bildquelle: Fabio Pozzebom, Agencia Brasil
... ging wieder.
Die Inszenierung in Wien, Steiermark und Niederösterreich stimmte und zog zig tausende Menschen an. Dennoch blieb die katholische Anhängerschaft in der üblichen zwiegespaltenen Haltung zur eigenen Kirchenpolitik zurück. Die einen bekritteln die fehlende katholische Gender Politik, die anderen den Fundamentalismus in Sachen Verhütung und Abtreibung.
Ein Papstbesuch in Österreich ist historisch gesehen etwas Besonderes. Benedikt XVI. ist erst das dritte Oberhaupt der katholischen Kirche, das in Österreich Halt macht. Vielleicht lag’s an Joseph II., der sich mit seiner liberalen Linie gerade bei den Vertretern Christi auf Erden alles andere als eingeschmeichelt hat, dass für mehr als 200 Jahre kein Pontifex seit Pius VI., der die joesphinischen Toleranzpatente verhindern wollte, mehr nach Österreich kam. Erst Johannes Paul II. beehrte Österreich wieder mit einem Besuch. Und das dreimal in Folge.
Einfluss auf die Re-Mobilisierung der Katholiken scheinen Papstbesuche jedoch kaum zu haben. 2001 waren noch 74% der Bevölkerung katholisch, heute sind es nur mehr 68%. Und selbst davon beteiligt sich noch eine verschwindende Minderheit aktiv jeden Sonntag am Gottesdienst. Kein Wunder, dass Benedikt XVI. zu verstärkten pastoralen Anstrengungen aufruft.
am 10.09.2007 17:32




