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eZine von Redaktion Kultur
Kultur, Medien, Religion - Supermacht Europa - Rifkins Utopia
Jeremy Rifkin gibt den Europäern Hoffnung
In seinem letzten Buch „ Der Europäische Traum“ stellt der amerikanische Zukunftsforscher und Buchautor Jeremy Rifkin seine Vision über den Aufstieg der EU zu einer völlig neuartigen Supermacht dar. Der „ American Dream“, der in den vergangenen 150 Jahren Standard für die Welt gewesen sei, werde nun vom „ europäischen Traum“ als weltweites Leitbild abgelöst. Als Eröffnungsredner des Symposiums „Traum und Traumata“ in Seggauberg/Stmk wiederholte er seine Ansicht, dass Amerika verblasst und die bevölkerungsreichen Staaten Indien und China den falschen Weg eingeschlagen haben. Laut Rifkin stellen die Amerikaner das Wachstum und das Individuum in den Vordergrund und leben nach dem Grundsatz der Markt regelt alles.
Die Europäer hingegen sind auf der Suche nach einer Balance zwischen Markt, sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit. Sie legen Wert auf kulturelle Vielfalt, Hoffnung auf friedliche Konfliktlösung sowie einen Lebensstil, der nicht mehr nur von persönlichem Karrierestreben, sondern auch von globalem Verantwortungsgefühl getragen wird. Schließlich kann bei einer Weltbevölkerung von rund 6,5 Milliarden Menschen nicht mehr länger dem Individualismus gefrönt werden.
Rifkin sorgt sich nur, dass der europäische Traum schwach und konfus bleibt, weil er an den mangelnden Visionen und dem Pessimismus der Europäer scheitert. Rifkin glaubt auch, dass Europa im Stande ist, eine Führungsrolle bei einer sich entwickelnden dritten industriellen Revolution zu übernehmen, welche durch eine solar- und wasserstoffgetriebene Energiewirtschaft ausgelöst werden könnte.
am 31.05.2007 15:14




