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eZine von Redaktion Kultur
Kultur, Medien, Religion - Tom Liwa und Die Blauen Flecken: Komm Jupiter
Bildquelle: Ludwig (Indigo) - Cover zum Album "Komm Jupiter" von Tom Liwa und Die Blauen Flecken
Tom Liwa war von 1986 bis 1996 Chef der deutschsprachigen Indierock-Institution FLOWERPORNOES – einer Band, die damals den Weg ebnete für vieles von dem, was man später als Hamburger Schule bezeichnete. Seit Auflösung der FLOWERPORNOES hat Liwa sich einer Bandbreite verschiedenster Projekte gewidmet (TIM ISFORT ORCHESTER, NO EXISTE, PARADIES DER UNGELIEBTEN, LIWA-GLÄSSING, DUDAJIM, Film- und Theatermusiken). Vor allem aber hat er sich durch zahlreiche Soloauftritte einen Kultstatus bei einem ständig nachwachsenden, sympathischen Publikum erspielt.
Der höchstwahrscheinlich beste deutsche Singer-Songwriter versteht es, eine Atmosphäre zu kreieren, die in Punkto Intimität ihresgleichen sucht. Liwas brilliant formulierte Songs schöpfen sensibel aus dem Leben und können daher manchmal ganz schön weh tun. Auf der Bühne wird ihre Melancholie gebrochen durch eine schon beängstigend optimistische Grundhaltung, die sich in skurrilen Anekdoten und minutenlangen Dialogen mit dem publikum niederschlägt. Ausserdem : ist eigentlich schon einmal jemandem aufgefallen, wie äusserst filigran Herr Liwa Gitarre spielt?
Seit 13. Juni 2008 ist nun die neue Tom Liwa “Komm Jupiter” draußen, um uns wieder melancholisch zu berühren. Diesmal nicht mit den FLOWERPORNOES sondern einer bunt zusammengewürfelten Band namens DIE BLAUEN FLECKEN. Auch wenn man das Gefühl hat, dass Herr Liwa permanent spielt und Platten raushaut, so ist es doch die erste Solo-CD seit 3 Jahren. Zu hören sind spröde Popsongs, Geisterballaden, uralter R&B, psychedelischer Folk und immer wieder Blueszitate. Vierzehn meisterlich formulierte neue Lieder, entstanden in kürzester Zeit.
“Traurig, komisch, weise, ein wenig gemein: der beste Liwa seit langem” (Rolling Stone Juni 2008)
Tom Liwa und Die Blauen Flecken (2008): Komm Jupiter. Audio-CD. Ludwig (Indigo)




