
eZine von Michael Zobel
Urzeitgemäße Betrachtungen - Haiderismus: Die Wehleidigkeit währet ewig
Als wollten die Erben und Hinterbliebenen und Verlassenen und sonstigen Aufgelesenen und Weggeworfenen des Chamäleons der österreichischen Innenpolitik ihrem Herren und Meister noch vor seiner nächsten Höllenfahrt oder wo immer die Reise jetzt hingehen mag, ein angemessen würdeloses Geleit geben, geht die Schmierenkomödie eines Möchtegern-Staatsmannes mit der Klage der Familie gegen die Staatsanwaltschaft in die nächste Runde.
Der öffentliche Mensch Jörg Haider hat nämlich als der anständige Charakter in die Geschichte einzugehen, der er zu keiner Zeit seines Lebens war und die Charakterlosigkeiten des privaten Menschen haben für immer der Verschwiegenheit anheim zu fallen. Wem damit Sand in die Augen gestreut werden soll ist offensichtlich, aber die ohnehin schon Geblendeten lassen sich kaum durch Tatsachen von ihrem Wahn abbringen und den anderen ist sowieso längst klar, dass die Charakterlosigkeit der wesentliche Erfolgsfaktor des nun gemeinhin gewürdigten “Phänomens Haider” war.
Aber wir wollen nicht allzu harsch sein, schließlich geht es auch weit weniger diffizilen Gemütern wie den Haiderschen und Haiderianern in erster Linie um die lokale Variante des “de mortuis…”, nämlich “a schene Leich”. Auf das Grab wird halt zu einem späteren Zeitpunkt gespuckt, bevorzugt von jenen, die derzeit die heftigsten Krokodilstränen vergießen.
am 16.10.2008 21:33
(1) Kommentare zum Beitrag "Haiderismus: Die Wehleidigkeit währet ewig"
RE: Haiderismus: eine präzise Beobachtung...
...und aufgrund ihrer Präzision ebenso traurig, wie dramatisch – das die eigentliche Dramatik der Geschichte – im Ausmaß der zu wirkenden Verdrängungsmechanismen.
Aber was eben nicht sein darf, darf eben nicht sein.
Vielen Dank Hr. Zobel!
geschrieben von Karl Baumann am 19.10.2008 23:42
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Urzeitgemäße Betrachtungen - INHALT
...und aufgrund ihrer Präzision ebenso traurig, wie dramatisch – das die eigentliche Dramatik der Geschichte – im Ausmaß der zu wirkenden Verdrängungsmechanismen.
Aber was eben nicht sein darf, darf eben nicht sein.
Vielen Dank Hr. Zobel!









