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14.10.2008
Seltsame Anyonen sollen gefu...
Quantenphysik (14 Beiträge online)
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Quantenphysik - Seltsame Anyonen sollen gefunden werden

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Ein Experiment zum Nachweis der seltsamen Anyonen schlagen theoretische Physiker des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Akademie der Wissenschaften in Innsbruck vor.

Die Anyonen (nicht zu verwechseln mit Anionen) gelten als Quasiteilchen und nehmen eine Zwischenstellung zwischen Bosonen und Fermionen ein.

Die Österreicher haben für die Veröffentlichung ihres Aufrufs die Online-Ausgabe der Wissenschaftszeitschrift “Nature” gewählt.

Seltsame Anyonen Quasiteilchen sind keine eigenständig existierenden Elementarteilchen, sondern vielmehr Zustände oder Eigenschaften von wechselwirkenden Teilchen, beispielsweise Elektronen. Anyonen haben aber noch eine weitere seltsame Eigenheit, so können sie sowohl als Fermionen als auch als Bosonen funktionieren.

Fermionen sind etwa Elektronen oder Protonen, sie unterscheiden sich in grundlegenden quantenmechanischen Eigenschaften von den Bosonen. Zu den Bosonen zählen beispielsweise die Photonen als Vermittler der elektromagnetischen Kraft. Zusammengesetzte Teilchen, wie etwa Atomkerne, zählen je nach ihrer Anzahl an Elementarteilchen zu den Bosonen oder den Fermionen.

Anyonen sichtbar machen Anyonen können dagegen sowohl als Bosonen als auch Fermionen funktionieren, erklärte dazu Studienautor Klemens Hammerer gegenüber der APA. Für die experimentelle Beobachtung bzw. Untersuchung dieser seltsamen Quasiteilchen schlagen die Physiker vor, etwa Caesium- oder Rubidium-Atome in ein optisches Gitter zu sperren.

Bei der Wechselwirkung der Atome miteinander sollten die Anyonen dann entstehen und mittels Laserbestrahlung und einem Photometer sichtbar gemacht werden können.

Teilchen müssten gefunden werden Nun sind die Experimentalphysiker am Zug, die Sache zu verwirklichen. Wie so oft in der Physik liegt insofern Spannung in der Luft, als die Teilchen eigentlich gefunden werden müssten. Wenn nicht, müssten die gängigen Theorien über den Aufbau der Welt über den Haufen geworfen werden.

In der Forscherergruppe, welche nun das Experiment vorgeschlagen haben, waren auch Peter Zoller vom IQOQI sowie US-amerikanische Kollegen, darunter auch Experimentalphysiker.

[science.ORF.at/APA, 21.4.08]


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