
eZine von Alfred Rhomberg
Igler Reflexe - Der ganz normale Alltag
Bildquelle: ein REWE Supermarkt - Wikipedia, free of copyrights
Was als „normale Alltag“ bezeichnet wird, setzt sich aus vielen Gegensätzen und progedientem Unsinn zusammen. Logisch begründen lässt sich vieles davon nicht und wo es keine Logik gibt, soll man nicht danach suchen – aber konstatieren darf man es:
Warum …
....wächst die Zahl der Fertiggerichte, die in den Supermärkten angeboten werden parallel zur Zahl der Kochsendungen in allen TV-Kanälen und warum gibt es dann so viele Kochbücher in den Buchhandlungen? Und warum werden Küchenmöbel und alles was mit dem Begriff „Küche“ zusammenhängt immer raffinierter und teurer, wenn doch eigentlich nur zwei Geräte erforderlich wären: das Tiefkühlfach, um die vorgefertigten Gerichte aufzubewahren und die Mikrowelle um sie aufzuwärmen.
....nimmt in Nahrungsmittelsupermärkten das Sortiment der für Menschen ursprünglich als „Nahrungsmittel“ vorgesehenen Produkte ständig ab. Im Zunehmen sind dagegen begriffen: Süßigkeiten, fettreiche Snaks, Leckerbissen für Hunde und Katzen und eine ständig wachsende Flut von Reinigungs- und Putzmitteln. Haben wir diese Superwaffen der Hygiene wirklich so nötig? In Anbetracht der Ungepflegtheit vieler Zeitgenossen, fragt man sich, warum die Aktienkurse der Herstellungsfirmen solcher Produkte immer noch steigen.
....gab es früher das Wort „Kundenservice“ nicht? Weil Kundenservice früher selbstverständlich und daher kostenlos war. Heute könnte man glauben, dass viele Firmen ausschließlich Kundenservice produzieren, denn man beobachtet deutlich mehr Autos mit der Aufschrift „Kundenservice der Firma XY“ als solche, die Produkte dieser Firma transportieren. Der Transport wird auf die Kunden delegiert und diese fahren in Scharen in die Einkaufszentren am Rande der Städte um neues Material für den Kundendienst zu kaufen, denn Kundenservice ist zu einem einträglichen Geschäftsfeld geworden. Außerdem gibt es in den Einkaufstempeln Mc Donalds, Burger King und andere Imbissketten, man braucht also nicht zu kochen und ist rechtzeitig zuhause, um die Kochsendungen im Fernsehen anzuschauen.
....telefoniert man im Autobus dreißig Minuten mit Freunden per Handy über alle möglichen Probleme (auch die intimsten) und berät dann weitere zehn Minuten, wo man sich anschließend trifft, um über dieselben Probleme zu reden?
....werden Autos immer schneller? Die Realität braucht keine schnellen Autos, denn unsere Autobahnen werden durch zunehmende Staus immer häufiger zu Parkplätzen für die man außer den Mautgebühren (vorläufig) wenigstens noch keine Parkgebühren bezahlen muss.
....gibt es so viele Abkürzungen (ADSL, GOT, SMS, OECD, SARS…)? Weil man sonst darüber nachdenken müsste, über was man eigentlich spricht. Oder wussten Sie, dass „SMS“ Scolt Sami, ISO 639 alpha-3-language code oder aber auch Smith-Magenis Syndrome heißt? Und dann gibt es ja auch noch den Begriff Short Messenger Service.
....wollen offenbar nur ältere Menschen noch älter werden. Die Zahl der jugendlichen Raucher nimmt jedenfalls ständig zu, obwohl die Beweise für die Schädlichkeit des Rauchens gleichfalls ständig zunehmen. Mädchen und junge Frauen rauchen inzwischen häufiger als junge Männer – wenigstens auf diesem Gebiet gibt es keine „gender“ Probleme.
....sind homöopathische Arzneimittel so teuer? Es sind ja keine Zaubermittel, selbst wenn sie manchen Patienten helfen, auf jeden Fall enthalten sie so geringe Wirkstoffmengen, dass es sich in Anbetracht der heutigen Forschungskosten fast nicht mehr lohnt, kostenintensive Arzneimittelforschung zu betreiben. Für die Hersteller von Homöopathica gibt es einen weiteren Vorteil: wo kein Wirkungsnachweis und kein kostspieliges Zulassungsverfahren analog zu Arzneimitteln erforderlich ist, können auch keine Nebenwirkungen eingeklagt werden.
....muss bei Katastrophen in den Medien über den jeweiligen Stand im Zehnminutentakt berichtet werden? Die Rettungsmannschaften kennen das Ausmaß der Katastrophe noch nicht, die zuständigen Bürgermeister auch nicht und die aus dem Ärmel gezauberten Experten können allenfalls nur über Erfahrungen berichten, die sie in der Vergangenheit bei einem ganz anderen Ereignis gemacht haben. Juristen werden zu Schnellaussagen gezwungen, obwohl jeder weiß, dass die Aufklärung der Ursache oft Monate und Gerichtsprozesse gegen noch nicht ermittelte Angeklagte meist Jahre dauern. Außerdem gäbe es ja auch noch die Unschuldsvermutung, solange eine Schuld nicht erwiesen ist.
....sind Pseudoinformationen (siehe Anm.) für uns so wichtig? Vielleicht, weil unser ganzes Leben inzwischen zu einem „Pseudoleben“ geworden ist.
Anm.: Die Italiener gehen den Eisgenuss gemütlich an und lecken am liebsten sitzend und ganz gemächlich an der Waffel – falls die Sommerhitze im Bel Paese dies zulässt. Nur 34 Prozent beißen gerne kräftig in die kalte Köstlichkeit”. Das sind dann Menschen, die auch normalerweise im Leben gerne “zubeißen” und die dominieren wollen. Sie bauen ihren Stress gerne kauend ab und wählen meist große Waffeln mit ganz viel Eis”, erklärt Psychotherapeutin M. M. (Auszug aus einer dpa Meldung vom 12. Juni 2006, „Fragola e Limone – Die Italiener besinnen sich“).
oder: „Das ist alles so neu für mich“: Foxx küsst Beyoncé (28. Juli, 2006, N-TV online) – nun, inzwischen sind zwei Jahre vergangen – vielleicht ist das jetzt nicht mehr so neu für Beyoncé. (Ähnliche Pseudoinformationen findet man tagtäglich selbst in renommierten Nachrichtensendern).
Unser „ganz normaler Alltag“ ist von so viel Unsinn bestimmt, dass eine weitere Aufzählung an beliebiger Stelle abgebrochen werden kann. Machen kann man dagegen wenig – aber konstatieren darf man es.
(Alfred Rhomberg)
am 18.10.2008 22:38
(1) Kommentare zum Beitrag "Der ganz normale Alltag "
hello
Hallo …..........blessinggodswill@ymail.com
Grüße,
Mein Name ist Segen, ich sah Ihr Profil heute, wenn ich kam heute online und wurde in der Sie interessiert wären, werde ich auch gern wissen Sie mehr, und ich möchte Sie auf eine E-Mail an meine E-Mail-Adresse zu senden, so kann ich Ihnen meine Bild für Sie zu wissen, wen i am.Here ist meine E-Mail-Adresse (blessinggodswill@ymail.com) Ich glaube, wir können von hier aus zu bewegen. (Denken Sie daran, die Entfernung oder die Farbe spielt keine Rolle, aber die Liebe eine Menge Dinge im Leben, und es wird uns leed suchen unser Herz begehrt.) Ich werde glücklich sein zu sehen, eine gute Antwort you.Thanks und bleiben blessed.Your ’s in love
Segen
Meine E-Mail-Adresse …....................... blessinggodswill@ymail.com
Hello…..............blessinggodswill@ymail.com
Greetings,
My name is blessing, i saw your profile today when i came online today, and became intrested in you,i will also like to know you the more,and i want you to send an email to my email address so i can give you my picture for you to know whom i am.Here is my email address (blessinggodswill@ymail.com) i believe we can move from here.(Remember the distance or colour does not matter but love matters alot in life and it will leed us to seek our heart desires.) I will be happy to seeing a good reply from you.Thanks and remain blessed.Your’s in love
blessing
My email address ….......................blessinggodswill@ymail.com
am 06.11.2009 15:04
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Igler Reflexe - INHALT
Hallo …..........blessinggodswill@ymail.com
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