
eZine von Alfred Rhomberg
Igler Reflexe - Grenzen (I)
Bildquelle: PC-Grafik Alfred Rhomberg
Grenzen haben mich von jeher magisch angezogen, obwohl sie seit meiner frühen Kindheit tiefe Angst ausgelöst haben, die mich auch heute noch nicht loslässt. Waren es früher die politischen Grenzen, die mir meine Ohnmacht zeigten, so sind es heute eher die geistigen Grenzen, die in dem Maße zu wachsen scheinen, wie politische Grenzen langsam abgebaut werden.
Da dieses Thema sehr komplex ist und aus diesem Grunde auch ausführlicher abgehandelt werden muss, beginne ich zuerst – sozusagen zur Einstimmung – mit einem kleinen Beitrag aus meinem im Eigenverlag publizierten Buch (Ende 2007) „kleinigkeiten und banales – Gedankenlyrik und Sentenzen“ (Alfred Rhomberg)
Wie dieser kleine Beitrag zeigt, gehöre ich nicht zu den „Idealisten“ – ich habe zwar Ideale, weiß aber, dass es eben nur Ideale sind und niemals mehr als „Ideale“ sein werden.
In zwei weiteren Beiträgen werden folgen: „Grenzen (II) – politische Grenzen und Grenzen (III) – geistige Grenzen.
Grenzen
Wir haben alle Grenzen des Machbaren überschritten –
jetzt hält uns nichts mehr auf!
Inzwischen liegen die Grenzen weit hinter uns –
wir hatten nicht gedacht, dass danach die Langeweile begänne und wir uns nach neuen Grenzen sehnen würden.
Wir hätten diese Grenzen nicht überschreiten dürfen –
jetzt gibt es keine Umkehr!
Wir müssten neue Grenzen des Nichtmachbaren postulieren,
damit wir der Langeweile entrinnen –
das haben die Idealisten längst erkannt!
am 03.03.2008 11:21
(2) Kommentare zum Beitrag "Grenzen (I)"
RE: Grenzen (I)
Das Dumme an Idealisten ist nur, daß sie von vornherein schon aufgeben und somit nie zu Aktivisten werden.
Das Dumme an Aktivisten ist, daß sie keine Ideale haben.
Ausnahme: Greenpeace, VGT, Global 2000 – Idealisten, die die Welt retten wollen und dies auch aktiv betreiben.
Dazu zählt auch das Rote Kreuz, übrigens – die aus “Liebe zum Menschen” handeln, obwohl der Mensch gar nicht liebenswert ist.
Jedenfalls schön, daß du meine Idee mit der Buchwerbung im Blog aufgegriffen hast :P
Und was Grenzen betrifft – du solltest dich mal mit Quantenphysik beschäftigen.
liebe Grüsse
vera Immer
geschrieben von Vera Immer am 04.03.2008 12:31
RE: Grenzen (I)
zum Kommentar (1) – Grenzen (I)
Mit den meisten Aussagen des Kommentars (1) bin ich ja einverstanden, die vierte Zeile ist mir in ihrer Aussage etwas zu hart: Das Rote Kreuz handelt – wie richtig dargestellt -tatsächlich aus „Liebe zum Menschen“ – der Satz .. „obwohl der Mensch gar nicht liebenswert ist“ würde in seiner Absolutheit den Anstrengungen dieser (oder anderen) Institutionen wohl nicht ganz gerecht, denn wer „Nichtliebenswertes“ unterstützt, handelt letztlich unsinnig oder nur aus „Erbarmen“, das zumindest im christlichen Sinn auch die „Nichtliebenswerten“ einschließt. Nach meinen Erfahrungen gibt es aber viele liebenswerte Menschen – ich habe jedenfalls oft das Glück, immer wieder welche kennen zu lernen). Daher wäre ich mit der Formulierung „…obwohl „viele“ Menschen nicht liebenswert sind“…eher einverstanden.
Zur Quantenphysik: Tatsächlich hatte ich dieses Thema, als mögliche 4. Fortsetzung von „Grenzen“ bereits angedacht, jedoch wieder fallengelassen (mein ursprünglicher Arbeitstitel war: „Grenzen zwischen hypothetischen und fragwürdigen Theorien“). Unter „hypothetisch“ meinte ich dabei aber nicht die Quantenphysik in ihrem Erkenntnisstand nach 1932 (d.h. nach Dirac und Heisenberg) sondern einige Hypothesen der Quantenfeldtheorien. Und unter den „fragwürdigen Theorien“ verstehe ich bis jetzt noch immer die Stringtheorien, die ja wirklich nur mathematisch erfassbar und nicht vorstellbar sind, obwohl sie – wie Fachleute versichern – das bisher noch ungelöste Problem der Gravitation erklären könnten. Ich habe das Vorhaben eines „4. Teils“ jedenfalls aufgegeben, weil ich kein Masochist bin, habe aber einige Ideen daraus in Teil (III) – „Geistige Grenzen“ übernommen.
Im Übrigen reichten meine Mathematikkenntnisse schon während der Studienzeit nicht aus, um die Erweiterungen der Quantenphysk/ Quantenchemie durch die Versuche der Feldquantisierung (Quantenfeldtheorien) zu verstehen und wurde, als ich merkte, nicht zum Mathematiker geboren zu sein, „organischer Chemiker“. Trotzdem musste ich 2 Prüfungen über Quantenphysik eher schlecht als recht „überstehen“ (ich besuchte u.a. den Vorlesungszyklus: Quantenphysik für Chemiker bei Ferdinand Cap). Befreundete Physiker haben mich insofern beruhigt, als sie meinten, Vorlesungen von Prof. Ferdinand Cap „könne man auch gar nicht verstehen“. Hier unterschied er sich leider von dem berühmten, ebenfalls in Innsbruck wirkenden Arthur March, der für seine anschaulichen und klaren Vorlesungen berühmt war, den ich aber leider nicht mehr hören konnte. (March, Cap und Schroedinger hatten eine enge Zusammenarbeit in Wien – und zwar nicht nur geistig, sondern auch „physisch, weil sie aus Platzmangel zusammen in einem Zimmer der Wiener Uni arbeiten mussten). Erwin Schroedinger hatte in Innsbruck 1951 eine Gastprofessur, zu dieser Zeit war ich aber noch in der Bundesrealschule (eine damalige Variante des Realgymnasiums) und von meinen „Mathematikkenntnissen“ überzeugt – mit 15 Jahren darf man sich noch ohne Gefahr des „Zuspätkommens“ irren – später gilt dann sehr schnell der Satz von Gorbatschow „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!
geschrieben von Alfred Rhomberg am 05.03.2008 11:03
Igler Reflexe - INHALT
Das Dumme an Idealisten ist nur, daß sie von vornherein schon aufgeben und somit nie zu Aktivisten werden.
Das Dumme an Aktivisten ist, daß sie keine Ideale haben.
Ausnahme: Greenpeace, VGT, Global 2000 – Idealisten, die die Welt retten wollen und dies auch aktiv betreiben.
Dazu zählt auch das Rote Kreuz, übrigens – die aus “Liebe zum Menschen” handeln, obwohl der Mensch gar nicht liebenswert ist.
Jedenfalls schön, daß du meine Idee mit der Buchwerbung im Blog aufgegriffen hast :P
Und was Grenzen betrifft – du solltest dich mal mit Quantenphysik beschäftigen.
liebe Grüsse
vera Immer
zum Kommentar (1) – Grenzen (I)
Mit den meisten Aussagen des Kommentars (1) bin ich ja einverstanden, die vierte Zeile ist mir in ihrer Aussage etwas zu hart: Das Rote Kreuz handelt – wie richtig dargestellt -tatsächlich aus „Liebe zum Menschen“ – der Satz .. „obwohl der Mensch gar nicht liebenswert ist“ würde in seiner Absolutheit den Anstrengungen dieser (oder anderen) Institutionen wohl nicht ganz gerecht, denn wer „Nichtliebenswertes“ unterstützt, handelt letztlich unsinnig oder nur aus „Erbarmen“, das zumindest im christlichen Sinn auch die „Nichtliebenswerten“ einschließt. Nach meinen Erfahrungen gibt es aber viele liebenswerte Menschen – ich habe jedenfalls oft das Glück, immer wieder welche kennen zu lernen). Daher wäre ich mit der Formulierung „…obwohl „viele“ Menschen nicht liebenswert sind“…eher einverstanden.
Zur Quantenphysik: Tatsächlich hatte ich dieses Thema, als mögliche 4. Fortsetzung von „Grenzen“ bereits angedacht, jedoch wieder fallengelassen (mein ursprünglicher Arbeitstitel war: „Grenzen zwischen hypothetischen und fragwürdigen Theorien“). Unter „hypothetisch“ meinte ich dabei aber nicht die Quantenphysik in ihrem Erkenntnisstand nach 1932 (d.h. nach Dirac und Heisenberg) sondern einige Hypothesen der Quantenfeldtheorien. Und unter den „fragwürdigen Theorien“ verstehe ich bis jetzt noch immer die Stringtheorien, die ja wirklich nur mathematisch erfassbar und nicht vorstellbar sind, obwohl sie – wie Fachleute versichern – das bisher noch ungelöste Problem der Gravitation erklären könnten. Ich habe das Vorhaben eines „4. Teils“ jedenfalls aufgegeben, weil ich kein Masochist bin, habe aber einige Ideen daraus in Teil (III) – „Geistige Grenzen“ übernommen.
Im Übrigen reichten meine Mathematikkenntnisse schon während der Studienzeit nicht aus, um die Erweiterungen der Quantenphysk/ Quantenchemie durch die Versuche der Feldquantisierung (Quantenfeldtheorien) zu verstehen und wurde, als ich merkte, nicht zum Mathematiker geboren zu sein, „organischer Chemiker“. Trotzdem musste ich 2 Prüfungen über Quantenphysik eher schlecht als recht „überstehen“ (ich besuchte u.a. den Vorlesungszyklus: Quantenphysik für Chemiker bei Ferdinand Cap). Befreundete Physiker haben mich insofern beruhigt, als sie meinten, Vorlesungen von Prof. Ferdinand Cap „könne man auch gar nicht verstehen“. Hier unterschied er sich leider von dem berühmten, ebenfalls in Innsbruck wirkenden Arthur March, der für seine anschaulichen und klaren Vorlesungen berühmt war, den ich aber leider nicht mehr hören konnte. (March, Cap und Schroedinger hatten eine enge Zusammenarbeit in Wien – und zwar nicht nur geistig, sondern auch „physisch, weil sie aus Platzmangel zusammen in einem Zimmer der Wiener Uni arbeiten mussten). Erwin Schroedinger hatte in Innsbruck 1951 eine Gastprofessur, zu dieser Zeit war ich aber noch in der Bundesrealschule (eine damalige Variante des Realgymnasiums) und von meinen „Mathematikkenntnissen“ überzeugt – mit 15 Jahren darf man sich noch ohne Gefahr des „Zuspätkommens“ irren – später gilt dann sehr schnell der Satz von Gorbatschow „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!
