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08.10.2008
Grenzen (I)
Igler Reflexe (247 Beiträge online)
Igls ist ein Dorf ca. 300 Meter oberhalb von Innsbruck und seit 1942 als Stadtteil von Innsbruck eingemeindet. Trotz seines Bekanntheitsgrades als Wintersportort und der 1964/ 1976 für die Winterolympiaden erbauten Kunsteis-Bob- und Rodelbahn mit regelmäßigen internationalen Rennen, ist Igls ein eher ruhiger, angenehmer Stadtteil – ohne laute events. Bei meinen Mittelgebirgswanderungen verarbeite ich die positiven und negativen Nachrichten der Welt zu kleinen Sentenzen (Gedankenlyrik), etwas umfangreicheren Essays und Wirtschaftsartikeln, die ich als freischaffender Publizist und Künstler publiziere. In loser Folge werde ich unter dem Titel IGLER REFLEXE Gedanken, Gedankenlyrik und etwas umfangreichere Essays hier veröffentlichen.

eZine von Alfred Rhomberg

Igler Reflexe - Grenzen (I)

Channel: Staat/Politik
Kommentare: 2
Igler Reflexe - Grenzen (I) - PC-Grafik Alfred Rhomberg
Bildquelle: PC-Grafik Alfred Rhomberg

Grenzen haben mich von jeher magisch angezogen, obwohl sie seit meiner frühen Kindheit tiefe Angst ausgelöst haben, die mich auch heute noch nicht loslässt. Waren es früher die politischen Grenzen, die mir meine Ohnmacht zeigten, so sind es heute eher die geistigen Grenzen, die in dem Maße zu wachsen scheinen, wie politische Grenzen langsam abgebaut werden.

Da dieses Thema sehr komplex ist und aus diesem Grunde auch ausführlicher abgehandelt werden muss, beginne ich zuerst – sozusagen zur Einstimmung – mit einem kleinen Beitrag aus meinem im Eigenverlag publizierten Buch (Ende 2007) „kleinigkeiten und banales – Gedankenlyrik und Sentenzen“ (Alfred Rhomberg)

Wie dieser kleine Beitrag zeigt, gehöre ich nicht zu den „Idealisten“ – ich habe zwar Ideale, weiß aber, dass es eben nur Ideale sind und niemals mehr als „Ideale“ sein werden.

In zwei weiteren Beiträgen werden folgen: „Grenzen (II) – politische Grenzen und Grenzen (III) – geistige Grenzen.

Grenzen

Wir haben alle Grenzen des Machbaren überschritten –

jetzt hält uns nichts mehr auf!

Inzwischen liegen die Grenzen weit hinter uns –

wir hatten nicht gedacht, dass danach die Langeweile begänne und wir uns nach neuen Grenzen sehnen würden.

Wir hätten diese Grenzen nicht überschreiten dürfen –

jetzt gibt es keine Umkehr!

Wir müssten neue Grenzen des Nichtmachbaren postulieren,

damit wir der Langeweile entrinnen –

das haben die Idealisten längst erkannt!

(2) Kommentare zum Beitrag "Grenzen (I)"

RE: Grenzen (I)

Das Dumme an Idealisten ist nur, daß sie von vornherein schon aufgeben und somit nie zu Aktivisten werden.

Das Dumme an Aktivisten ist, daß sie keine Ideale haben.

Ausnahme: Greenpeace, VGT, Global 2000 – Idealisten, die die Welt retten wollen und dies auch aktiv betreiben.

Dazu zählt auch das Rote Kreuz, übrigens – die aus “Liebe zum Menschen” handeln, obwohl der Mensch gar nicht liebenswert ist.

Jedenfalls schön, daß du meine Idee mit der Buchwerbung im Blog aufgegriffen hast :P

Und was Grenzen betrifft – du solltest dich mal mit Quantenphysik beschäftigen.

liebe Grüsse

vera Immer

RE: Grenzen (I)

zum Kommentar (1) – Grenzen (I)

Mit den meisten Aussagen des Kommentars (1) bin ich ja einverstanden, die vierte Zeile ist mir in ihrer Aussage etwas zu hart: Das Rote Kreuz handelt – wie richtig dargestellt -tatsächlich aus „Liebe zum Menschen“ – der Satz .. „obwohl der Mensch gar nicht liebenswert ist“ würde in seiner Absolutheit den Anstrengungen dieser (oder anderen) Institutionen wohl nicht ganz gerecht, denn wer „Nichtliebenswertes“ unterstützt, handelt letztlich unsinnig oder nur aus „Erbarmen“, das zumindest im christlichen Sinn auch die „Nichtliebenswerten“ einschließt. Nach meinen Erfahrungen gibt es aber viele liebenswerte Menschen – ich habe jedenfalls oft das Glück, immer wieder welche kennen zu lernen). Daher wäre ich mit der Formulierung „…obwohl „viele“ Menschen nicht liebenswert sind“…eher einverstanden.

Zur Quantenphysik: Tatsächlich hatte ich dieses Thema, als mögliche 4. Fortsetzung von „Grenzen“ bereits angedacht, jedoch wieder fallengelassen (mein ursprünglicher Arbeitstitel war: „Grenzen zwischen hypothetischen und fragwürdigen Theorien“). Unter „hypothetisch“ meinte ich dabei aber nicht die Quantenphysik in ihrem Erkenntnisstand nach 1932 (d.h. nach Dirac und Heisenberg) sondern einige Hypothesen der Quantenfeldtheorien. Und unter den „fragwürdigen Theorien“ verstehe ich bis jetzt noch immer die Stringtheorien, die ja wirklich nur mathematisch erfassbar und nicht vorstellbar sind, obwohl sie – wie Fachleute versichern – das bisher noch ungelöste Problem der Gravitation erklären könnten. Ich habe das Vorhaben eines „4. Teils“ jedenfalls aufgegeben, weil ich kein Masochist bin, habe aber einige Ideen daraus in Teil (III) – „Geistige Grenzen“ übernommen.

Im Übrigen reichten meine Mathematikkenntnisse schon während der Studienzeit nicht aus, um die Erweiterungen der Quantenphysk/ Quantenchemie durch die Versuche der Feldquantisierung (Quantenfeldtheorien) zu verstehen und wurde, als ich merkte, nicht zum Mathematiker geboren zu sein, „organischer Chemiker“. Trotzdem musste ich 2 Prüfungen über Quantenphysik eher schlecht als recht „überstehen“ (ich besuchte u.a. den Vorlesungszyklus: Quantenphysik für Chemiker bei Ferdinand Cap). Befreundete Physiker haben mich insofern beruhigt, als sie meinten, Vorlesungen von Prof. Ferdinand Cap „könne man auch gar nicht verstehen“. Hier unterschied er sich leider von dem berühmten, ebenfalls in Innsbruck wirkenden Arthur March, der für seine anschaulichen und klaren Vorlesungen berühmt war, den ich aber leider nicht mehr hören konnte. (March, Cap und Schroedinger hatten eine enge Zusammenarbeit in Wien – und zwar nicht nur geistig, sondern auch „physisch, weil sie aus Platzmangel zusammen in einem Zimmer der Wiener Uni arbeiten mussten). Erwin Schroedinger hatte in Innsbruck 1951 eine Gastprofessur, zu dieser Zeit war ich aber noch in der Bundesrealschule (eine damalige Variante des Realgymnasiums) und von meinen „Mathematikkenntnissen“ überzeugt – mit 15 Jahren darf man sich noch ohne Gefahr des „Zuspätkommens“ irren – später gilt dann sehr schnell der Satz von Gorbatschow „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!


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(04.09.2008) Am Rande eines kreativen Omniversums
(02.09.2008) Das Symposeon
(01.09.2008) Herbstblätter
(30.08.2008) Die herbeigeredete Rezession
(28.08.2008) Horizont
(26.08.2008) Ungebildete Kängurus
(24.08.2008) Schlechte Kandidaten werden von guten Bürgern gewählt, die nicht zur Wahl gehen!
(23.08.2008) Sportsfrauen, Fußballdamen und Gender Mainstreaming
(20.08.2008) Konstruktionen
(19.08.2008) Die kleine und die ganz große Welt der „Kultur“ – nur was ist klein und was groß?
(17.08.2008) Chaos
(16.08.2008) Die Authentizität des Augenblicks (III) – „Der Fall der Mauer“ in prominenter Gesellschaft.
(14.08.2008) Bilder
(14.08.2008) Die Authentizität des Augenblicks II: Rom
(12.08.2008) Die Authentizität des Augenblicks (I): Paris
(10.08.2008) Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen – Chemtrails
(09.08.2008) Offen gesagt
(07.08.2008) Peking am 8.8.2008 - Stell dir vor...es wäre gewesen und es wäre niemand hingegangen...
(06.08.2008) Sightseeing in Entikon
(05.08.2008) Was nicht in den Noten steht (II) – Musikwahrnehmung ist komplizierter als man glaubt
(05.08.2008) Adam und Eva II – Irren ist menschlich
(04.08.2008) Adam und Eva
(03.08.2008) Österreich soll gerettet bleiben
(02.08.2008) Über Ziele
(31.07.2008) In Memoriam Bruno (IV) – Das wichtigste ist immer die Rückkehr und nicht der Gipfel - Bergsteigen
(30.07.2008) Die Demokratie und der Leichtsinn, sie zu verspielen
(30.07.2008) In Memoriam Bruno (III) - Requiem mit obligatem Fis
(29.07.2008) Blick durchs Fenster - die "Welt als Wille und Vorstellung"
(27.07.2008) Die gelbe Pyramide
(26.07.2008) Über Alternativen und Entscheidungsfreiheit
(25.07.2008) vergessen
(24.07.2008) 2 mal Sommer
(24.07.2008) Von Superzeichen, automatischer Texterkennung bis zum gläsernen Menschen
(22.07.2008) vielversprechend
(20.07.2008) Nebel
(19.07.2008) Schreiben und Lesen
(18.07.2008) Das kleine Land Ostarrichi zwischen Phäakentum und Utopia
(17.07.2008) Vor dem Inquisitionstribunal
(15.07.2008) Da tritt der Österreicher hin vor jeden, denkt sich sein Teil und lässt die anderen reden – Österreich und sein gestörtes Verhältnis zur Weltpolitik.
(14.07.2008) Was nicht in den Noten steht – Betrachtungen außerhalb des Konzertsaals
(14.07.2008) Träume
(12.07.2008) Die Schule der Diktatoren – am Beispiel von Simbabwe
(12.07.2008) Das Untier – eine wissenschaftliche Behandlung
(11.07.2008) Freie Entscheidung
(11.07.2008) EWIGKEIT
(11.07.2008) Über die Manie der Uminstrumentierung komponierter Werke
(10.07.2008) Leere Gläser
(09.07.2008) Wieviel Fortschritt verträgt der Mensch?
(09.07.2008) gewesen ...
(08.07.2008) Blick auf den See – 5 Erinnerungen
(08.07.2008) Welche Farbe trägt man in diesem Jahr? – II
(06.07.2008) Welche Farbe trägt man dieses Jahr?
(04.07.2008) Uns geht es gut und niemand merkt es: am Beispiel einer Landeshauptstadt
(04.07.2008) Das Barometer
(03.07.2008) Zahlen sind Zahlen – nur vorstellen können wir sie uns manchmal nicht
(03.07.2008) Österreich ist etwas abhanden gekommen: Realitätssinn
(01.07.2008) Blaue Tinte
(30.06.2008) Am Rande des Spielfeldes
(29.06.2008) Fahnen
(28.06.2008) Abendsonne
(26.06.2008) inkompatibel
(25.06.2008) Oben mit
(24.06.2008) Politische Konjugation
(22.06.2008) Aus dem Tagebuch des A.R.
(21.06.2008) Computergrafik - Abgrenzung zu anderen Kunstformen
(20.06.2008) Computergrafik – die Anfänge: Julia- und Mandelbrotmengen
(19.06.2008) Vernehmlassung (II) an einer eidgenössischen Behörde, Anzuhörender A.R. – Das Delikt
(18.06.2008) Kann sein – kann aber auch nicht sein: (Börse) Analyse - Prognose - Strategie
(18.06.2008) Nachruf bei vollem Bewusstsein
(17.06.2008) BIBLIA NOVA? – Der Konflikt mit der „alttestamentarischen“ Sprache.
(17.06.2008) Meilensteine menschlicher Kommunikation
(15.06.2008) Die Medien und die Spirale der Dummheit
(14.06.2008) Das „nein“ der Iren“ – ein notwendiges „supplement“
(13.06.2008) Das „nein“ der Iren gegen den EU Reformvertrag
(13.06.2008) „Ach wie flüchtig“ – ungewohnte Fragen zur Philosophie
(13.06.2008) Freitag der 13.
(12.06.2008) In memoriam Bruno (II) - Der Poet
(11.06.2008) In memoriam Bruno – Bären müssen rechnen lernen!
(11.06.2008) Das Gift der Schuld
(10.06.2008) Das Protokoll in Entikon – auf der Suche nach dem Flüchtigen
(09.06.2008) Was vom Tage übrig blieb – allgemeine Betrachtungen zu einem erwarteten Wahlergebnis, das mehr ist als ein Tagesevent.
(06.06.2008) ManderInnen es isch Zeit – über Fantasie&losigkeit
(06.06.2008) Die Verwundbare II – Verwandlung zur Hochmütigen
(05.06.2008) Die Prächtige
(05.06.2008) Da sagt der Landmann: es ist gut...
(05.06.2008) Die Verwundbare
(04.06.2008) Leitwährungen der Geschichte – von der Tetradrachme bis zum Euro und ein Versuch die Zukunft des Euro abzuschätzen.
(03.06.2008) Münzen – wie finster war das Mittelalter?
(03.06.2008) Tagesnachrichten
(02.06.2008) Leserbriefe zu einem wissenschaftlichen Disput
(02.06.2008) Münzen haben mehr als zwei Seiten – eine davon verführt zur Sentimentalität
(02.06.2008) Älter werden
(31.05.2008) Ernstes über Komik – der Witz als Wissenschaftsobjekt
(30.05.2008)