
eZine von Alfred Rhomberg
Igler Reflexe - Politische Konjugation
Bildquelle: Alfred Rhomberg - aus Wikipedia nachbearbeitet (A.R. liebt Grammatik aber keine Linguistik)
ich glaube an keine Partei – da könnte ich ja ebenso gut an einen Fußballverein glauben! (UEFA Chef=Gusenbauer, ÖFB=Regierungskoalition, Nationaltrainer=Parteivorsitzende, Schiedsrichter=Bundespräsident, Teamchefs=Faymann/Molterer, Spieler=Minister, Zuschauer=Volk – schreit, wenn ihm etwas nicht passt – nützt aber nichts).
du glaubst an eine Koalition der besten Köpfe (wer-wie-was-wo-warum?)
er, sie, es glauben an die EU – er (Herr Strache) etwas weniger, sie (Frau Plassnik) unbedingt, es (das Volk) mal mehr, mal weniger – je nach Intelligenzquotient oder nach masochistischer Veranlagung, d.h. ob man die „gute alte Zeit“ wieder haben möchte.
wir glauben an eine bessere Regierung – Herr Westenthaler könnte sich das vorstellen – wir im Augenblick eigentlich doch nicht!
ihr glaubt, dass nur ihr recht hättet – wenn nicht, ginge uns das gar nichts an.
sie (d.h. alle Parteien) glauben an nichts besonderes –
außer, dass vielleicht nach einer endgültigen Gesundheitsreform auch der Verstand der Bevölkerung gesunden könnte – “wir sind auf einem guten Weg!(K.)” – andererseits wird diese Reform vielleicht gerade deshalb immer wieder hinausgeschoben.
Anm.: Gilt nicht für Chinesen und Japaner, die weder Person noch Numerus kennen und trotzdem irgendwie leben. Die chinesische Grammatik ist im Vergleich zu anderen Sprachen relativ einfach aber man muss das Prinzip erst einmal verstehen – das politische Prinzip ist dort jedenfalls ganz einfach: es gibt zwar kein ich, du, er sie es, etc. – es gibt nur das „wir“ der Partei
(Alfred Rhomberg)
