
eZine von Alfred Rhomberg
Igler Reflexe - Schwarz-Weiß-Denken (Zwischenruf - Gedankenlyrik)
Bildquelle: schwarz-weiß-denken (A. Rhomberg)
Bevor die Reihe des Schwarz-Weiß-Denkens fortgesetzt wird: ein kurzer Zwischenruf aus der Wikipedia-Enzyklopädie mit einem anschließenden Text des Verfassers der „Igler Reflexe“ aus seinen „gedankenlyrischen“ Experimenten.
“Unter Schwarz-Weiß-Denken wird eine stark vereinfachende Beurteilung von komplizierten Sachverhalten verstanden. Eine Handlung ist entweder Recht oder Unrecht, gut oder böse. Zwischentöne und Differenzierungen werden nicht wahrgenommen.
Schwarz-Weiß-Denken ist bei kleinen Kindern normal, denn sie müssen erst eigene Erfahrungen sammeln. Im Alter von etwa 10 Jahren lernen die Kinder zu relativieren und das Schwarz-Weiß-Denken löst sich auf.
Im normalen Sprachgebrauch wird der Begriff des Schwarz-Weiß-Denkens als Kritik für unzulässige Vereinfachungen gebraucht. Allerdings führt diese wertende Verwendung zu einem performativen Widerspruch, da die Kategorisierung des Denkens in Schwarz-Weiß-Denken=schlecht, Denken in Graustufen=gut selber Schwarz-Weiß-Denken ist.” (Wikipedia)
Anmerkung des Verfassers: ich bin mir nicht so sicher, dass das Schwarz-Weiß-Denken ab etwa dem 10. Lebensjahr eines Kindes aufhört und wenn es tatsächlich aufhört, so scheint es später wieder zu beginnen – es wird daher noch einige weitere Folgen zu diesem Thema geben…
Heute nur eine kurze gedankliche Erholung über die unterschiedlichen Betrachtungsweisen zwischen Tag- und Nachtgedanken.
Nachtgedanken
Nachtgedanken? – graue Fetzen und doch wahr.
wahr?
warum sollte etwas wahrer werden, wenn kein Licht darauf fällt? Licht ist nicht Wahrheit.
In der Nacht sind alle Katzen grau.
am Tage gibt es viele Farben –
nur graue Katzen bleiben grau.
oder:
In der Nacht sind alle Katzen grau
(ausgenommen die schwarzen)
am Tage bleiben die schwarzen Katzen schwarz – wenigstens diese Eigenschaft haben sie mit den anderen Realitäten des Lebens gemeinsam.
(Aus meinem 2006 im Eigenverlag publizierten Buch „Sentenzen aus einer banalen Zeit“ – Gedankenlyrik – Alfred Rhomberg)
P.S. Es sind wirklich “Nachtgedanken” – wie aus der Uhrzeit des Eintrags erkenntlich ist
