
eZine von Alfred Rhomberg
Igler Reflexe - Wozu viele Worte?
Bildquelle: aus Stephen Daedalus (James Joyce)
STREIT
Wer – wo,
warum gerade ich,
immer ich -
immer du!
selber schuld -
dann eben nicht
doch, doch, doch !
nein, nein, nein !!
- ich bestimmt nicht !
aber ja
gelegentlich…
manchmal schon…
vielleicht…
immer wieder !
nein, nein, nein ! (gab es oben schon)
- aber ja!
absurd !
diesmal nicht
?
weil -
trotzdem
nieeemals !
fast immer !
fast immer !!
immer !!!
Anm. 1: Wozu braucht man eigentlich die übrigen 300.000 bis 500.000 Worte der deutschen Sprache? – ein paar weitere Worte wären allerdings ratsam:
VERSÖHNUNG
du hast recht
natürlich!
nicht natürlich! (ACHTUNG !)
selbstverständlich (VORSICHT ! sonst zurück zu Zeile 1)
aber ja (gab es oben schon)
bitte ?
danke, danke
aber selbstverständlich !
immer (gab es oben schon)
warum gerade heute ?
deshalb (VORSICHT ! eventuell zurück zu Zeile 1)
na gut !
na gut !!
na gut !!! (brav ! – Zeile 1/ Streit – ist vorprogrammiert)
Anm. 2: zu einer harmonischen täglichen Unterhaltung braucht man einen Wortschatz von 500 Worten, ebenso viele wie zum Lesen der Boulevard Presse. Für sehr gute Texte, bzw. Zeitungen und Klassiker: 5000 Worte. Vorsicht bei Goethe: 80.000 Worte!, James Joyce: 100.000 Worte! – Joyce rühmte sich, den Philologen Arbeit für Jahrhunderte hinterlassen zu haben – ein Grund, warum ich nach 25 Seiten „Ulysses“ oder „Stephen Daedalus“ mit dieser Lektüre aufgehört habe.
Anm. 3: bei einem meiner längsten Beiträge in „startblatt“ habe ich 2134 Wörter verwendet (der, die, das, dass etc. – mehrfach – inbegriffen). Bei meinem beliebtesten Beitrag „Politesien“ waren es nur 76. Also – wenigstens der Titel dieses Beitrags stimmt!
am 04.04.2008 17:01
