
eZine von Werner Baumann
Single und Partnersuche, Liebe und Partnerschaft - Der hohe Anspruch an den Partner - Problem oder Lösung?
Bildquelle: werner baumann bestofsingles.net
Wir sind alle zu negativ eingestellt, auch in punkto Partnersuche und Beziehungen. Findet man einen Partner, ist “mann” skeptisch, während “mann” mit ihm zusammenlebt und natürlich noch wähernd einer Trennungszeit, werden eher negative Erfahrungen fokusiert. Es wird eher das Negative am Partner gesehen und nicht das Positive…schade…
Ist es die Emanzipation, die immer noch nicht zur Selbstverständlichkeit geworden ist? Oder ist es einfach die Zeit, in der wir leben: Man hat übertriebene Ansprüche aneinander, will nicht mehr zurückstecken und scheut sich davor, das Leben mit jemand anderem zu teilen und dabei etwas auf eigene Ansprüche, Möglichkeiten und ev. auf das Perfekte zu verzichten?
Wer zum ersten Mal in jungen Jahren einen Partner sucht, setzt auf das „Prinzip Zukunft“. Nur sehr wenige junge Frauen und Männer haben realistische Vorstellungen von einem Leben zu zweit – und vor allem sehen sie noch nicht, dass dieses stets auch vom Wandel geprägt ist. Eigentlich ein Vorteil – denn würden sie die hausgemachten und unausweichlichen Schwierigkeiten voraussehen, würde vermutlich niemand mehr heiraten. In der heutigen Zeit ist das Problem oft die beginnende Doppelkarriere: Beide wollen individuell hoch hinaus – und sehen dabei nicht, dass eigentlich das Gemeinsame zählt.
Weitaus schwieriger wird die Sache, wenn beide schon „mitten im Leben“ stehen – hier finden wir die „Anspruchshaltungen“ vor – insbesondere bei Frauen. Sehr viele sind heute körperlich begehrenswert, wirtschaftlich bestens aufgestellt und eigentlich zukunftssicher – aber das Problem für die Männer ist: genau das wissen die Damen auch.
Sie werfen sich also nicht dem „erstbesten“ Mann an den Hals – sondern wägen sorgfältig ab. Sicher ist allerdings: Ein gewisser Bodensatz der Frauen wägt nur noch ab und erkennt nicht, dass eine Beziehung auch bereichernd sein kann, wenn man nicht den schönsten, reichsten und sozial kompetentesten Mann der Welt an Land gezogen hat.
Ab einem Alter von 40 dreht sich die Situation – und es kommt zu einer zunehmenden Frusthaltung: Die Ansprüche sind noch immer da uns sehr hoch – aber der Singlemarkt wird kleiner und kleiner. Anpassen und nehmen ist nun die Devise, was geboten wird – nicht gerade auf Biegen und Brechen – aber immerhin doch so, dass man öfter mal einen kleinen Kompromiss machen muss – sei es im Alter, im Aussehen oder in der Zukunftstauglichkeit.
Irgendwann kommen wir alle auf den Boden der Realität zurück, hoffen wir nur, dass es dann nicht zu spät ist, für eine Familie, für eine gemeinsame Zukunft oder überhaupt, für die Offenheit und das Talent, eine annähernd gute und positiv bereichernde Beziehung zu führen!
Euer Werner Baumann
am 27.06.2008 12:51




