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24.07.2008
"Verliebt sein", "Liebe" und...
Single und Partnersuche, Liebe und Partnerschaft (17 Beiträge online)
Der Insider-Blog von Werner Baumann (bestofsingles.net) rund um das Thema Single, Liebe, Parntersuche und erfolgreiche Beziehungen.

eZine von Werner Baumann

Single und Partnersuche, Liebe und Partnerschaft: "Verliebt sein", "Liebe" und Verlust der Liebe

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Single und Partnersuche, Liebe und Partnerschaft - Verliebt sein, Liebe und Verlust der Liebe - Werner Baumann bestofsingles.net
Bildquelle: Werner Baumann bestofsingles.net

Eine dreiteilige Blogserie über das anscheindend Schönste der Welt…die Liebe – Gedanken zum Vor- und Nachdenken…

Teil 1: über “Verliebt sein”...

„Ich bin total verliebt! Es geht mir so gut…das Leben ist sooo wunderschön…!” sagte ein Freund letztens zu mir…zwei Wochen später war er total zerstört…? Aber wie kann „das sein“ und warum kann das so schnell nicht „mehr sein“…dieses Verliebtsein?

Im klassischen Sinne könnten wir meinen, dass aus dem Verliebtsein Liebe entstehen sollte, es sollte nur eine Frage der Zeit sein…? Tatsächlich ist es nicht unbedingt, oder sogar eher selten, der Fall, dass aus dem Verliebtsein wirkliche Liebe entsteht. Viele Menschen bezeichnen mit Veliebtsein und Liebe etwas ganz Ähnliches oder sogar Gleiches. Die Unterschiede sind meiner Meinung nach aber doch ziemlich groß:

Ich kann mich wohl innerhalb einiger weniger Sekunden in eine Frau und umgekehrt verlieben. Ich sehe etwas, etwas für mich ganz Schönes, und dieses Schöne verleitet mich zum Träumen. Aber ich kenne die Person doch eigentlich noch gar nicht? Ist also das Verliebtsein möglicherweise ein Gefühl, das man in sich erzeugt, auf Grund der Verknüpfungen, die man auf Grund des scheinbar Bekannten in dieser Person in sich anstellt? Und erzeuge ich nicht im Zustand des Verliebtseins von diesem oft nur sehr kleinen wirklich bekannten Teil der Person ein Bild davon, wie der Rest der Person sein könnte, bzw. wie ich ihn gerne hätte? Ich idealisiere also im Zustand des Verliebtseins die Person? Ich liebe also im Zustand des Verliebtseins die Person in meiner Gedankenwelt, in meiner Phantasie! Ergibt sich also das Verliebtsein daraus, dass man bestimmte Teile einer Person nicht kennt und vielleicht sogar eher in das Unbekannte verliebt ist als in das Bekannte, in das Bild, das man in sich konstruiert und durch das man idealisiert?

Verliebtsein ist ein Zustand des Träumens, Erwartens und Phantasierens!

Wie kann man sonst erklären, dass dem Zustand des Verliebtseins allzu oft plötzlich der Zustand folgt, dass man sich gar nicht mehr sehen will, sich nicht mehr kennen will, den anderen überhaupt nicht mehr ausstehen kann, wenn man auch nur einmal von dieser Person enttäuscht wurde? Kann dann eigentlich diese Person etwas dafür? Oder müsste ich nicht eigentlich von meiner naiven Erwartenshaltung durch meine Projektion und Idealisierung von mir selbst enttäuscht sein? Verliebtsein hat auf jeden Fall etwas mit Unsicherheit zu tun und kommt daher auf jeden Fall vor dem Zustand der Liebe. Da man sich sehr in einer Traumwelt befindet, kann dieser Zustand immense Kräfte entwickeln, pathologisch spricht man bei Verliebten auch davon, dass sie „krank“ seien. Auf jeden Fall kann diese Krankheit wunderschön sein. Sie kann aber auch enorme Schmerzen bereiten, wenn die Person, in die man sich verliebt hat, plötzlich weit weg ist. Oder wenn man sich in jemanden verliebt hat und dieses Gefühl nur einseitig zu sein scheint, und man nicht weiß, was der oft noch so Unbekannte für jemanden fühlt. Ob es die gleichen Gefühle sind, die er für mich empfindet? Ob ich dieses Verliebtsein je mit diesem Partner werde ausleben können? Schlaflose Nächte sind die Folge! Trotzdem tut mir jeder leid, der diese Gefühle, positive wie negative, nicht einmal durchleben musste! Wenn ein Mann wirklich verliebt ist, kann er alle seine Werte über „Bord“ werfen. Aus einem reifen Mann kann ein verspieltes Kleinkind werden, aus einem vor Selbstvertrauen Strotzenden plötzlich ein sensibler Unsicherer. In einem gefühlslosen Draufgänger kann plötzlich Zärtlichkeit und Sinn für Romantik entstehen. Die Macht ist zu groß und wir Männer sind dieser Macht vielleicht noch mehr ausgesetzt als die Frauen. Wie sollte es sonst erklärbar sein, dass zu viele Männer durch das Empfinden, dieses Gefühl nicht erwidert zu bekommen, zu Triebtätern werden und sich überhaupt nicht mehr unter Kontrolle haben! Das männliche „Ego“ wird dabei wohl zu sehr verletzt, sind wir es doch von Natur aus eigentlich nicht gewohnt, dass wir nicht kriegen, was wir gerne hätten und dass wir nicht dafür kämpfen können! Ein nicht ausgelebter Aggressionstrieb wird dabei wohl eine bedeutende Rolle spielen. Nun, wie kann sich aus dem Verliebtsein Liebe entwickeln? Und ist dem Empfinden von Liebe unbedingt der Zustand des Verliebtseins vorauszugehen? Man hört Unterschiedliches, manche meinen, ohne verliebt zu sein könne keine wahre Liebe entstehen, andere meinen, wahre Liebe kann sich über Jahre ohne einmal verliebt gewesen zu sein, entwickeln. Auf jeden Fall unterscheidet die Liebe vom Verliebtsein die Tatsache, dass man eine Person voll und ganz kennen gelernt haben muss. Hierbei haben wir schon unser erstes Problem! Wann kann ich sagen, dass ich eine Person voll und ganz kennen gelernt habe? Es wird immer wieder neue Situationen geben, in denen sich neue Seiten einer Person zeigen können, 100% einer Person werde ich also nie kennen. Also muss der Zustand der Liebe auch einen gewissen Unsicherheitsfaktor mit einschließen, den man gewillt ist zu akzeptieren und der kein Grund ist für das Entstehen von Unsicherheit und Nichtvertrauen.

Liebe bezieht sich im Gegensatz zum Verliebtsein auf die Seite des Menschen, die man kennt. Man braucht nicht mehr das Gefühl des geheimnisvollen Unbekannten, von dem man noch mehr entdecken und immer wieder überrascht werden möchte. Liebe ist ein Zustand, in dem man mit dem, was man von einer Person kennt, voll und ganz zufrieden ist, sich bei der Person wohl fühlt, sich verstanden fühlt und sich sicher fühlt. Liebe zielt darauf ab, dass sich das Glücksgefühl der beiden Personen optimal verstärkt. Beide Personen fühlen sich absolut wohl in der Beziehung. Es gibt nichts, das man dem Partner vorenthalten möchte, das Zusammensein steigert das Wohlbefinden und führt zu großen Kräften.

Hinter einem erfolgreichen ausgeglichenen Mann/Frau steht ein Partner, der ihm/ihr das Gefühl der Liebe vermittelt!

Teil 2 folgt nächste Woche…


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