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eZine von Redaktion Sport-Gesundheit
Sport, Gesundheit, Wellness - Bjoern Einar Romoeren oder wie man die Schanze rockt
Bildquelle: startblatt - Romoeren is a Punk
Bei 239 Björn hat es in Val di Fiemme Bumm gemacht. Ein spektakulärer Sturz aus sieben Meter Höhe hat die Arena der Sportwelt zum Beben gebracht. Hysterisch gingen die Meldungen durch die Nachrichten: böser Sturz von Romoeren in Val di Fiemme, Romoeren übersteht bösen Sturz lebend, Romoeren böse gestürzt – echote es über alle Kanäle der Medienwelt und entlockte Uhs und Ahhs aus den erregten VoyeuristInnen des Sportgrauens. Endlich gab es wieder Stoff für den Spektakeljunkie in uns? Was turnt auch mehr an, als Helden fallen zu sehen. Und wenn Helden fallen, dann sind wir gerne mit dabei, weil es uns das sichere Gefühl gibt, das wir alle nur Menschen sind, und, dass überall, wo Licht auch Schatten ist. Und wo wird das eindrucksvoller vor Augen geführt als im Sport. Sieg und Niederlage, Aufstieg und Fall. Die ganze Tragödie des Lebens. Die wunderbare Welt der Mythen und Legenden.
Doch auch in dieser Welt ist Held nicht gleich Held. Denn erst die Taten des Helden verhelfen ihm zu seinem Status, bringen ihm Heldenruhm. Dabei können die heldischen Fähigkeiten von körperlicher Art oder auch geistiger Natur sein. Die Haltung des Helden in Niederlagen kann für den Heldenruhm von entscheidender Bedeutung sein, auch beim Skispringen. Wichtig dabei: Immer aufrecht stehen! Wer nach dem Fall noch hoch erhobenen Hauptes vom Platz marschiert, hat gewonnen. der Rest liegt dann im Auge des Betrachters, ist Geschmacksfrage. Hält man es eher wie der Schlierenzauer und beginnt vor laufenden Kameras wie in Bischofshofen bei der Vierschanzentournee fast zu heulen, oder eher wie der Morgenstern, der immer locker alle Tiefs einfach weggrinst, oder eher wie Ahonen, an dem wie ein Zen-Buddhist jegliches Schicksal abperlt.
Doch um Kultstatus zu erreichen, braucht man Rock’n’Roll-Attitüde. Wie Romoeren, der nach seinem Sturz nicht einfach in die Kamera grinsend Interviews gibt, sondern seinen Fischer-Ski nimmt und ihn wutentbrannt gegen die Bande drischt – vor laufenden Kameras. Das war rauh, das war hart, das war schmutzig. Da sprach die unbändige Wut eines Punks aus der verwundeten Seele einer Pop-Sportler-Seele, während man irgendwo im Hintergrund schienbar Jimmi Hendrix Gitarre “Star spangled Banner” jaulen und Kurt Cobain “Come as you are” lärmen hört.
am 17.01.2008 17:49




