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eZine von Redaktion Sport-Gesundheit
Sport, Gesundheit, Wellness - Bode Miller - Anarchy in the S(ki)C(ircus)
Bildquelle: startblatt_Bode Miller - Anarchy in th SC
Mobilehome, Alkohol (“mit ein bisschen Alkohol geht es ein wenig schneller”), Verbalexzesse und radikale Geschwindigkeiten – so kennen wir Bode Miller. Sein Erfolgsrezept:
1. Kurve in unverspurtem Schnee.
2. Fliehkräfte eindeutig grenzwertig.
Bei ihm steht die Freiheit zuerst, weshalb Unterordnung nicht sein Ding ist. Und als wäre der Skicircus auch nichts anderes als eine riesige Showbühne, gründet er einfach sein eigenes Skiteam, um nicht in einem anderen immer die zweite Geige spielen zu müssen. Ein starkes Ego möchte halt selbst Frontman einer Band sein. Bescheidenheit ist eben nicht gerade Bode Millers Stärke (“Ich kann sie alle schlagen – jeden Tag”).
Seine Wortspenden zum Skibusiness sind legendär. Genauso wie seine unorthodoxe Einstellung zum Sport: Party gehört dazu – auch vor dem Sieg. Und warum nicht noch einen heben, bevor es in den Wettbewerb geht.
Bode Miller hat der Kasteiung, der Disziplin und dem Teamgeist den Spass, den Exzess und die Egomanie entgegengesetzt, sozusagen eine Initiative Leben gegen chronischen Masochismus und Subordination im Sport. Und obwohl uns bislang ein solch schändliches Leben als nicht vereinbar mit Erfolg verkauft wurde, beweist uns Bode das Gegenteil. Man muss sein Leben nicht dem Sport opfern, sondern man kann Sport vereinbar mit dem Leben machen. Und weil die Freiheit bei ihm zuerst steht (“Ich möchte Dinge tun, von denen ich überzeugt bin”), darum lieben wir ihn.
Ob On- oder Offsite der Piste: rotzig, frech und kompromisslos – das ist seine Attitüde und qualifiziert ihn zusammen mit seinem Bandenritt auf der Streif in Kitzbühel eindeutig als Sportpunk der Woche.
am 20.01.2008 16:28




