RSS RSS
06.09.2008
Fett-Fetter-am gesündesten
Sport, Gesundheit, Wellness (15 Beiträge online)
Sport, Gesundheit, Wellness oder über Leben, Wachsen, Vergehen und Sterben.
Der umfassende Gesundheitsblog & etwas andere Sportblog.

Sport, Gesundheit, Wellness - Fett-Fetter-am gesündesten

Kommentare: 0
Sport, Gesundheit, Wellness - Fett-Fetter-am gesündesten - startblatt - Fett und glücklich: das Ende der Lipidhypothese
Bildquelle: startblatt - Fett und glücklich: das Ende der Lipidhypothese

Das Dogma zu fettarmen bis fettlosem Essen der letzten Jahrzehnte, das gesünder und verträglicher für den Körper sein soll, wird durch wissenschaftliche Fakten konterkariert. Diese besagen, dass die sog. Lipid-Hypothese, also der Zusammenhang zwischen Nahrungsfetten, Blutcholesterin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, eigentlich nicht haltbar ist.

Wie der dänische Arzt Uffe Ravnskov im Jahr 1998 in einer Übersichtsarbeit zeigte, finden nur gerade vier von 62 begutachteten Studien eine Zusamenhang zwischen gesättigten Fettsäuren und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Obwohl der größere Anteil an Studien zu diesem Thema keine Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Fette ausmachen konnten, hält sich hartnäckig das Vorurteil in der Bevölkerung, dass Fette schädlich und ungesund sind.

Angeheizt wird dieses Vorurteil noch durch die Politik und das Gesundheitswesen. In der Meinung, weniger Fett führt zu weniger Koronar-Erkrankungen, überzeugt man Jahr für Jahr Menschen davon, dass sie die Fettaufnahme möglichst gering halten und stattdessen die Kohlenhydrat-Zufuhr steigern sollen. Laut dem “American Journal of Clinical Nutrition” führt eine fettarme Diät zwar zu einer Senkung des LDL-Cholesterins um 7 bis 12%, doch das gute HDL-Cholesterin sinkt (-8% bis -12%) und die Gesamtfettmenge im Blut steigt (+14% bis +16%) beträchtlich. Die hohe Kohlenhydratzufuhr, die den energetischen Ersatz für die fehlende Fettmenge liefern soll, belastet darüber hinaus den Körper ständig glykämisch, sodass für die Normalisierung der Werte vermehrt Insulin gebraucht wird. Insulin hemmt die Verstoffwechselung von Fetten. Konsequenz: Fett sammelt sich in der Muskulatur an. Diese Fettansammlungen gelten als Ursache für Diabetes Typ 2.

Um sowohl Herz-Kreislauf-Erkrankungen als auch Diabetes Typ 2 In Zukunft vorbeugen zu können, wurde in der Schweiz 2005 die Lebensmittelpyramide an die neuen Erkenntnisse angepasst. Der Anteil der Kohlenhydrate an der gesamten Energiezufuhr wurde in dieser Empfehlung von 60% auf 45% gesenkt, der Proteinanteil von 10% auf 15% erhöht und der Fettanteil von 30% auf 40% gesteigert. Im Sinne einer niedrigen glykämischen Belastung des Körpers werden weiterhin Vollkornprodukte bei der Kohlenhydrat-Zufuhr empfohlen.

Es bleibt zu hoffen, dass die österreichischen und deutschen Gesellschaften für Ernährung mit ihren Empfehlungen auf die seit langem vorhandene Kritik an der Lipid-Hypothese reagieren.

In diesem Sinne: Butter und Schmalz, Gott erhalt’s!


Sport, Gesundheit, Wellness - Beitrag: 10 11 12 13 14 15