
eZine von Kurt-Stefan Franz
Wetter und Klima - Orkanartige Stürme über Mitteleuropa und dennoch findet das World Economic Forum die aktuellen Börsenspekulationen als wichtiger
Bildquelle: startblatt - Landschaft durch eine Windschutzscheibe bei starkem Niederschlag
Das Thema des weltweiten Klimawandels, der sich aufgrund einer unvorstellbaren Ressourcenausbeutung des Planeten Erde, allen voran durch die USA, ergibt, hat es mit Mühe und Not nach mehr als 15 Jahren totschweigen geschafft, salonfähig und zum so genannten Trend-Thema zu werden.
Wie schwierig es jedoch sein wird, dass sich tatsächlich eine Veränderung bei den wesentlichen Entscheidungen der verantwortlichen MachthaberInnen und KapitaleigentümerInnen einstellt, zeigt sich nunmehr wieder ganz eklatant an verschiedenen Entwicklungen am World Economic Forum in Davos, Schweiz. Das Thema Klimawandeln und die ökonomischen Konsequenzen sollten an oberster Priorität stehen.
Aktuellen Meldungen zufolge scheint es jedoch so, dass das Forum doch in erster Linie die vollkommen kurzfristigen und im längeren Blickfeld unbedeutenden Turbulenzen der letzten Tage an den internationalen Finanzmärkten debattieren will.
Dies zeigt einmal mehr, dass die Theorien zu den mentalen Modellen der meisten Menschen stimmen, als dabei davon gesprochen wird,
- dass der Mensch unmittelbare Reizmomente im Verhältnis überbewertet und Probleme hat, eine längerfristige Perspektive einzunehmen und
- dass der Mensch tendenziell erst dann reagiert, wenn das System bereits gekippt (die Katastrophe eingetroffen, der Leidensdruck zu hoch, etc.) ist.
Diese Ergebnisse der Kognitionsforschung sowie der HistorikerInnen ins Bild gerückt, lässt auch das ehrenwerte World Economic Form äußerst zweifelhaft wirken. Dabei wären die Kognitionswissenschaften sogar „trendy“ und „sexy“ im Moment.
am 28.01.2008 23:06




