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Wissenschaft: Susan Sontag
Bildquelle: thevillager.com, Susan Sontag bearbeitet by startblatt
Susan Sontag wurde am 16. Jänner 1933 geboren war ein intellektuelles Covergirl, das mit ihren Essays und essayistischen Thesen die neuere Kulturgeschichte prägte, indem sie die gesellschaftliche Dimension der Kunst beleuchtete.
Susan Sontag brachte in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts den Begriff “Camp” als Bezeichnung für eine zwischen klassischer Hoch- und moderner Avantgardekultur angesiedelte Stilrichtung der frühen Postmoderne in Umlauf. Der Essay über Camp wurde in dem Band “Kunst und Antikunst” aus dem Jahr 1964 abgedruckt und veränderte die ästhetische Auseinandersetzung. Darüber hinaus beschäftigte sich Susan Sontag als eine der ersten mit der Fotografie, Das 1977 erschienene Buches “Über die Fotografie” untersuchte das neue Medium unter philosophischen und kulturkritischen Gesichtspunkten.
Ihr Leben war das einer Bohème. Sie galt als geistiges Wunderkind, das mit drei Jahren lesen konnte, mit sechs zwei Klassen übersprang. An der Universität in Chicago studierte sie bereits mit 16 Französisch, Literatur und Philosophie. Sie galt als femme fatale, die mit 17 ihren Universitätsdozenten Philip Rieff heiratete, mit dem sie eine Studie über den Einfluss von Sigmund Freud auf die moderne Kultur veröffentlicht hatte. Nach ihrer Scheidung führte sie ein vollkommen freies Leben als Liebhaberin beider Geschlechter (am Schluss der Fotografin Annie Leibovitz). Als Autorin wählte sie ein Leben ohne institutionelle Bindung in New York. Ihre Vorbilder hießen Thomas Mann, Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir.
Sie galt auch als Verfechterin der Menschenrechte und als eine Kritikerin der Bush-Regierung und des Irak-Krieges.
Am 28. Dezember 2004 starb Susan Sontag an Leukämie in New York, wurde jedoch in Paris beigesetzt.
am 20.01.2008 19:53



