Zettel - Innovation erkenntnistheoretisch vs. praktisch
Bildquelle: Karl Baumann - Stuhl im Wasser
ad erkenntnistheoretisch: Eine Innovation kann erkenntnistheoretisch nur von der Darstellung eines Problems ausgehen, als das Problem die Differenz zwischen Vorstellung (Wunsch, Phantasie) und Wahrnehmung (Realität, Empfinden) darstellt.
Zu glauben, dass das Neue in keinem Bezug zu dem steht, das schon da ist, ist eben insofern naiv, als es von einer Subjekt-Objekt-Trennung ausgeht.
So wäre genau diese Differenz, sowie der Prozess seiner Entstehung, zwischen Wunsch1 (desire, need) und Realität wichtig zu bedenken.
Dabei ist Kritik jener Prozess und Methode, die diese Differenz ermöglicht. Die Form der Kritik ist gebunden an dessen Medium der Weitergabe und den dadurch zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.
ad praktisch: Die einen sprechen von Innovation, die anderen von Veränderungen.
Innovation ist positiv besetzt, als es als Triebfeder für die Entwicklung wirtschaftlichen Tuns gilt.
Veränderung ist grundsätzlich negativ besetzt, als Ihre Auswirkungen für sehr viele kaum mehr zu bewältigen sind.
1 Hierüber finden sich auch viele Anschlußthesen aus der mimetischen Theorie eines R. Girard.
am 30.11.2006 17:25





