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282..Bremen: PISA-Risikogruppe - Blockierte Zukunft?
Risikogruppe“ – mit diesem umstrittenen Begriff werden seit der PISA-Studie junge Erwachsene bezeichnet, die am Übergang zwischen Schule und Beruf stehen, allerdings die schulischen Voraussetzungen nicht erfüllen. Doch was für Menschen verbergen sich hinter diesem Begriff? Sind sie motiviert genug, die versäumten Lernprozesse nachzuholen, um einen Berufseinstieg zu schaffen? Bislang gibt es kaum Einblicke, die sich auf ihre soziale Lebenslage, ihre Einstellungen und Haltungen sowie auf ihre Selbsteinschätzungen bezüglich ihrer individuellen Leistungsniveaus beziehen. Das Bremer Verbundprojekt „Literalitätsentwicklung von Arbeitskräften“ (lea) zeigt jetzt: Die „PISA-Risikogruppe“ ist motivierter als ihr Ruf.
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über drei Jahre geförderten Verbundprojekts haben die Bremer Wissenschaftlerinnen unter anderem 55 Schüler und Schülerinnen, die zur „Risikogruppe“ zählen, sowie 30 Lehrkräfte aus beruflichen Bildungsgängen und Trägern im Land Bremen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Großteil der Gruppe durchaus motiviert ist, Versäumnisse aus der Schule nachzuholen. Bis 2010 sollen nun Diagnostikinstrumente und Fördermaterialien entwickelt werden, die Schulen und öffentliche Träger einsetzen können. Wichtig ist dabei, dass sie an die Lebensbedingungen und Interessen der Befragten anknüpfen und eine Handlungsorientierung aufweisen.
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